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Die sechs Filme über Jugendliche in Frankreich sind nach einem ähnlichen Muster aufgebaut. Die Jugendlichen stellen sich, ihre Hobbys, ihre Heimatstadt und ihre Familie vor. Sie können über das Schuljahr verstreut immer mal wieder eingesetzt oder auf einmal in Gruppenarbeit parallel bearbeitet werden.
Bevor die Filme ganz angesehen werden, wird in der Klasse aus jedem Film ein Ausschnitt ohne Ton gezeigt. In jedem Film gibt es Szenen, die etwas Charakteristisches über die Jugendlichen aussagen. Sie zeigen sie während ihrer Ausbildung oder bei ihrem Hobby. Vorschläge für die Szenen:
Die Schüler spekulieren nun darüber, was die Jugendlichen machen: Gehen sie noch zur Schule, studieren sie oder arbeiten sie? Was machen sie gerne? Die Schüler werden auf den Film und den Inhalt vorbereitet, wichtiges Vokabular wird eingeführt.
Die Aufmerksamkeit der Schüler wird so zunächst auf die Bilder gelenkt. Wird der Film gleich mit Ton gezeigt, achten die Schüler oft mehr auf den Ton als auf die Bilder, weil sie fürchten, etwas nicht zu verstehen. Lenkt man die Aufmerksamkeit zunächst auf die Bilder, verstehen die Schüler anschließend auch den Film besser.
Der gesamte Film kann in Gruppen angesehen werden. Jede Gruppe nimmt sich einen Jugendlichen vor und erhält die Aufgabe, ihren Jugendlichen hinterher vorzustellen. Die Filme sind kurz und haben alle eine ähnliche Struktur. Das erleichtert das Verständnis und die Präsentation. Die Gruppen können auch nach Leistung differenziert werden. Die Filme mit Renaud und Alice sind etwas anspruchsvoller als die anderen Filme.
Eine Doppelstunde im Computerraum dürfte ausreichen, um die wichtigen Informationen aus den Filmen zu erfassen. Fortgeschrittene Lerngruppen können auch mit dem Script arbeiten. Die Leitfragen für die Präsentation der einzelnen Jugendlichen sind auf den Arbeitsblättern 1 „Travail en groupe “ formuliert. Als Präsentationsform kann ein Plakat oder ein freier Vortrag gewählt werden. Die Plakate werden in der Klasse ausgehängt und in Gruppen angesehen und vorgestellt. Dazu werden neue Gruppen gebildet, in denen jeweils ein Vertreter jedes Films ist. Die Gruppen gehen von Plakat zu Plakat, und der jeweilige Experte stellt seine Person vor. Der kurze Vortrag kann sich eng an den Text auf dem Plakat anlehnen. Nach einer vereinbarten Zeit rücken alle Gruppen ein Plakat weiter und die nächsten Experten sind an der Reihe.
Den freien Vortrag können die Schüler mit Arbeitsblatt 2 „Présentation“ vorbereiten. Auf der linken Seite schreiben sie ihren Text in ganzen Sätzen und unterstreichen dann die Schlüsselwörter. Die Schlüsselwörter werden rechts an den Rand geschrieben. Sie üben den Vortrag zunächst in der Gruppe. Beim Vortrag vor der Klasse wird die rechte Seite umgeknickt, so dass die Schüler nur ihre Schlüsselwörter als Gedankenstütze sehen. Kommen sie ins Stocken, können sie das Blatt kurz aufklappen und die Formulierung nachschauen.
Die übrigen Schüler bewerten den Vortrag. Dafür erhalten sie einen Evaluationsbogen, Arbeitsblatt 3 „Evaluation“. Im Unterricht wird besprochen, wie die Vorträge waren und welche sprachlichen Schwierigkeiten aufgetreten sind. Eventuell muss eine Vertiefungsstunde zu den Sprachschwierigkeiten eingeschoben werden.
Zum Schluss stellen die Schüler sich selbst nach demselben Muster vor. Sie nutzen dafür Arbeitsblatt 4 „Autoportrait“ und beantworten die Fragen zu ihrer Person schriftlich. Sie arbeiten dabei mit dem Wörterbuch. In Partnerarbeit befragen sich die Schülerinnen und Schüler anschließend gegenseitig. Sie üben so auch Fragesätze. Die Fragen formulieren sie auf Arbeitsblatt 5 „Interview“.
Unsere methodisch-didaktischen Vorschläge setzen auf eine hohe Sprachaktivität aller Schüler in Gruppen- und Partnerarbeit. So wird verhindert, dass im Klassengespräch immer nur dieselben Schüler reden und der Großteil passiv zuhört. In kleinen Gruppen fällt vielen Schülern das Reden leichter als vor der ganzen Klasse. Die Verlagerung der Arbeit in Gruppen birgt das Risiko, dass Fehler nicht korrigiert werden und mehr Deutsch gesprochen wird als wünschenswert ist.
Zur Fehlerkorrektur ist es sinnvoll, alle Arbeitsblätter einzusammeln und zu korrigieren. Als Hilfestellung haben wir für einige Arbeitsblätter Lösungsstichworte angegeben. Für die Selbstorganisation der Gruppenarbeit können verschiedene Aufgaben vergeben werden: Ein Schüler ist dafür verantwortlich, dass möglichst viel Französisch gesprochen und schreibt mit, welche Schwierigkeiten aufgetreten sind: Wo mangelte es am Vokabular und was war besonders schwierig auszudrücken? Die Probleme werden hinterher im Unterricht besprochen.
Weitere mögliche Aufgaben für Gruppenmitglieder: Die Ergebnisse auf dem Arbeitsblatt notieren, die Zeit überwachen, die Ergebnisse präsentieren. (Vgl. Christin Grieser-Kindler, Roswitha Henseler, Stefan Möller: Method Guide. Schüleraktivierende Methoden für den Englischunterricht in den Klassen 5-10. Schöningh 2006)
In bilingualen Filmporträts werden sechs französische Regionen vorgestellt: Rhône-Alpes, Burgund, Lothringen, Bretagne und Korsika sowie die Überseeregion Réunion. Die Protagonisten kommen aus drei Generationen: die Großeltern, die einen Rückblick in die Vergangenheit werfen, die Eltern, die in der Region arbeiten, und die Jungen, die abwägen, ob sie ihre Zukunftspläne in der Heimat verwirklichen können. Die jeweils 30 Minuten langen Sendungen lassen sich am besten im Rahmen einer landeskundlichen Unterrichtseinheit verwenden
© Text: Nathalie Gallert, Anne Haage, Katrin Schleiting; Fachberatung: Katrin Knollmann
