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Unterricht: Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin: Entspannungspolitik

Ende der 60er Jahre setzt eine neue Entwicklung in den Beziehungen der beiden deutschen Staaten ein, eingeleitet durch die neue Ostpolitik der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich die wesentlichen Schritte der Annäherung zwischen der BRD und der DDR sowie die Schwierigkeiten und Rückschläge, die immer wieder zu verzeichnen waren. Die neue Ostpolitik betraf nicht nur das deutsch-deutsche Verhältnis, sondern ist von der weltpolitischen Lage und dem Verhalten der beiden Supermächte USA und UdSSR nicht zu trennen. Deshalb werden die Entwicklungen in Deutschland in den weltpolitischen Kontext eingeordnet.

Annäherungen und Abgrenzung

  • Der damalige Bundeskanzler Willy Brandt im Gespräch mit Berlins Bürgermeister Klaus Schütz; Rechte: WDR Willy Brandt leitete die neue Ostpolitik ein.

Zunächst beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Entwicklungen in Berlin und bearbeiten die drei Filme arbeitsteilig. Sechs Gruppen betrachten vorgegebene Ausschnitte aus je einem Film unter dem Gesichtspunkt, welche Schritte der Annäherungen bzw. der Abgrenzungen zwischen den beiden deutschen Staaten zu verzeichnen waren. Auf Arbeitsblatt 8 "Annäherung und Abgrenzung" sind die Ausschnitte und Leitfragen angegeben.

Das Ergebnis wird in einer großen gemeinsamen Zeitleiste auf einer Wandzeitung zusammengeführt, auf der alle Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse eintragen. Die Ereignisse werden auf Karteikarten festgehalten. Für die Annäherung bzw. Abgrenzung werden zwei unterschiedliche Farben benutzt.

  • Arbeitsblatt 8 - "Annäherung und Abgrenzung"

Im Unterrichtsgespräch wird festgehalten, wann die neue Ostpolitik begann und welche Ereignisse sie besonders markierten. Die Schritte der Annäherung und Abgrenzung werden verglichen: Wie reagierte die DDR-Führung auf die neue Ostpolitik? Wann und warum gab es Rückschläge im Prozess der Entspannung?

In den Filmen wird es immer wieder erwähnt: Die Ostpolitik der sozialliberalen Koalition bezieht sich nicht nur auf die DDR, sondern auch auf die anderen sozialistischen Länder. Ohne das Einverständnis der USA und der Sowjetunion wäre sie nicht möglich gewesen.

Die Zeitleiste sollte deshalb noch um internationale Eckpunkte erweitert werden: Welche Verträge wurden zwischen Westdeutschland und anderen sozialistischen Ländern geschlossen? Welche Entwicklungen gab es in anderen Ostblockländern, die Einfluss auf die Politik der DDR oder der BRD hatten? Können sie eventuell Abgrenzungsmaßnahmen der DDR-Regierung erklären? Wie entwickelten sich die Beziehungen der beiden Supermächte, insbesondere in Bezug auf das Wettrüsten? Informationsquellen können neben dem Schulbuch die Internetseiten der Bundeszentrale für politische Bildung zur Chronik des Mauerbaus und zur Entspannung sein, die in der Linkliste angegeben sind.

Abschließend kann die Zeitleiste noch einmal im Unterrichtsgespräch betrachtet werden und Zusammenhänge zwischen den internationalen und innerdeutschen Entwicklungen hergestellt werden.

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  • Externer LinkPlanspiel Atomkrieg

    Die Abschreckungspolitik beherrschte jahrzehntelang das Verhältnis der Supermächte, die sich waffenstarrend und feindselig gegenüberstanden. Die zweiteilige SWR-Dokumentation "Planspiel Atomkrieg" erzählt die Geschichte der Abschreckungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg – von den 50ern bis in die 90er Jahre, von Adenauers Kampf um die Bombe zum Nato-Doppelbeschluss und der Stationierung amerikanischer Pershing-II-Raketen im Westen.