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In Deutschland landen sie auf der Sondermülldeponie, in Amerika werden sie für außerirdische Eindringlinge gehalten. In Mexiko werden sie gegrillt und als "caca de luna" gegessen. Viele Schleimpilzarten (Myxomyceten) sind auffällig pigmentiert (gelb und orange) und regen durch ihre Erscheinungsform die Phantasie der Menschen an, wie auch die Namen Blutmilchpilz, gelbe Lohblüte oder Drachendreck zeigen.
Man findet sie an den unterschiedlichsten Orten:
Im Laub-, Reisig-, Komposthaufen, an Totholz, Rindenmulch, Gras, abgestorbenen Pflanzenteilen und Moos. Verschiedene Arten kommen ausschließlich während der Schneeschmelze im Frühjahr im Gebirge vor.
Für die Artbestimmung, die anhand der Fruchtkörper erfolgt, sowie zu Züchtungszwecken gibt man die Rinde mit Schleimpilzen in ein geschlossenes Gefäß aus Zellstoff. Nach einigen Tagen bis Wochen erscheinen die Fruchtkörper. Hält man die Umgebung feucht, kann man evtl. das Hervorquellen des Schleimpilzes (Plasmodium) beobachten.
Solange Schleimpilze über den Boden kriechen sind sie oft zum verwechseln ähnlich. Erst der Bau der Fruchtkörper verrät, um welche der über tausend Schleimpilzarten es sich handelt.
© Text: Noreen Krespach-Schindler, Animationen: WDR
