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Sendungsinhalt: Lichtscheue Leisetreter - Kulturfolger Kakerlake

Sie existieren schon seit über 300 Millionen Jahren, gelten als die erfolgreichsten Insekten der Welt und bevölkern fast jeden Winkel der Erde. 25 der über 4000 bekannten Schabenarten suchen die Nähe des Menschen; drei von ihnen werden vorgestellt: die Hausschabe, Blattella germanica, die Küchenschabe, Blatta orientalis, und die amerikanische Großschabe, Periplaneta americana.

Lichtscheue Leisetreter

Kapitelübersicht:

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Im Schlepptau der Menschen - Kulturfolger Schabe

00:00 – 04:54

Kakerlaken, die man auch Schaben nennt, gibt es seit über 300 Millionen Jahren. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in den Tropen. Im Schlepptau der Menschen haben sie sich auf der ganzen Welt verbreitet. Je intensiver der weltweite Handel wurde, desto mehr Transportmöglichkeiten hatten sie. Schaben sind sehr genügsam, brauchen wenig Nahrung, überwinden geschickt Hindernisse aller Art und vermehren sich rasend schnell.

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Paarung der Schaben

04:54 – 08:25

Schaben verstecken sich tagsüber in dunklen Ritzen und sind vor allem im Dunkeln aktiv. In einem Terrarium aber kann man das Verhalten der Schaben gut beobachten. Ihre Paarung erfolgt so schnell und nahezu nebenbei, dass es schwierig ist, Details zu beobachten. Das Männchen überholt das Weibchen, stimuliert sie mit Düften aus seinen Rückendrüsen, hebt die Flügel, schiebt den Hinterleib zurück und den Penis nach oben und schon ist der Geschlechtsakt auch schon wieder vorbei.

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Allesfresser Schabe

08:25 – 09:45

Schaben fressen nahezu alles, was sie finden. Sie bevorzugen pflanzliche Nahrung stellen aber keine großen Ansprüche. Zur Not tut es auch Tapetenkleber. Allerdings brauchen sie regelmäßig Flüssigkeit, sonst verdursten sie. Treffen Schaben auf einen kranken Artgenossen, kommt es auch vor, dass sie ihn fressen. Besonders , wenn der Hunger sehr groß ist.

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Schlüpfen des Schabennachwuchses

09:45 – 11:36

Die deutsche Schabe, die Blatella germanica, ist die bei uns am häufigsten vorkommende Schabe. Sie ist klein, geschickt und kann mit den Haftlappen an ihren Füßen sogar senkrechte Wände hochklettern. Das Weibchen trägt nach der Befruchtung das Eipaket, die Oothek, an ihrem Körper und versorgt die Larven bis zu zwei Tage vor dem Schlüpfen mit Wasser und Nahrung. Bis zu 40 Larven können in dem Eipaket, der Oothek, heranreifen. Nach dem Schlüpfen sind die jungen Schaben ca. 3mmm groß.

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Verbreitung und Bekämpfung der Schaben

11:36 – 17:12

Schaben profitieren vom internationalen Warenverkehr, um sich auf der ganzen Erde zu verbreiten. Meist werden in Handelskisten die kaum sichtbaren Eier eingeschleppt. Von hier aus kommen die Schaben in unsere Supermärkte, Häuser und Großküchen. Schabenbefall gibt es nicht nur in unhygienischen Verhältnissen. Bei größerem Befall muss ein professioneller Schädlingsbekämpfer gerufen werden. Es gibt verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten: Schabenmatten, Ködergel und Köderdosen sind nur einige davon.

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Deponien als Lebensräume von Schaben

17:12 – 18:31

Mülldeponien bieten Schaben einen perfekten Lebensraum. Genügend Nahrung und Flüssigkeit um ganze Schabenkolonien zu versorgen. Kalte Winter allerdings sind für sie gefährlich, denn Schaben sind sehr frostempfindlich. Manche Weibchen allerdings können sich durch Kältestarre vor dem Erfrieren schützen. Kommt es in Krankenhäusern und Großküchen zu einem Schabenbefall müssen die Tiere bekämpft werden. Denn sie verschleppen Krankheitskeime und ihr Kot kann Allergien auslösen.

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Angst und Ekel vor Schaben

18:31 – 21:28

Der Naturforscher Carl von Linné hat Schaben ihren wissenschaftlichen Namen gegeben. Aber im Lauf der Jahrhunderte wurden sie auch Franzosen, Schwaben oder Preußen genannt. Der Volksmund hat Schaben für Schaben gerne die Namen der politischen Feinde oder des ungeliebten Nachbarn gewählt. Nicht nur Menschen, sondern auch Schweine ekeln sich vor Schaben. Kommt es in einem Schweinestall zu Schabenbefall, muss der Bauer unbedingt etwas dagegen unternehmen. Die Schweine fressen dann weniger, nehmen ab und können erkranken.

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Sinnesorgane und Körperpflege der Schaben

21:28 – 24:35

Schaben sind sehr reinliche Tiere. Körperpflege ist für sie überlebensnotwendig. Sie befreien sich durch häufiges Putzen von Schmutz und Keimen und halten ihre sensiblen Sinnesorgane funktionsfähig. An ihren Antennen besitzen Schaben fast 10 000 Sinneszellen. Auch am Hinterleib gibt es sensible Organe, die zum Beispiel der Wahrnehmung von Schallwellen dienen. So können Schaben blitzschnell Gefahrensignale wahrnehmen. Schaben kommunizieren untereinander durch Pheromone und durch Fühlerkontakte.

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Heranwachsen und Häutungen

24:35 – Ende

Junge Schaben müssen sich mehrmals häuten, bis sie erwachsen und fortpflanzungsfähig ind. Zum Aufsprengen der alten Chitinhülle, müssen sie sehr viel trinken um den Innendruck zu erhöhen. Danach wird die Flüssigkeit wieder abgegeben. Eine amerikanische Schabe kann im Lauf ihres Lebens bis zu 1500 direkte Nachkommen produzieren. Die sich dann natürlich bald ebenfalls vermehren. Die Schabe ist sehr fruchtbar, anpassungsfähig und genügsam und wurde mit diesen Eigenschaften zu einem der erfolgreichsten Insekten der ganzen Welt.