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Sendungsinhalt: Über-Leben in zwei Welten - Wasserinsekten

Rückenschwimmer, Ruderwanze, Wasserskorpion und Stabwanze - das sind nur einige der skurrilen Formen, die sich unter Wasser herumtreiben und mit- bzw. voneinander leben. Doch wie kommen Libellen-, Eintagsfliegen- und Köcherfliegenlarven oder die Larve des Gelbrandkäfers von einem Weiher in den anderen? Sie machen eine erstaunliche Verwandlung durch, verlassen das Medium Wasser und stoßen in eine andere Welt vor - sie dringen in den Luftraum ein.

Über-Leben in zwei Welten - Wasserinsekten

Kapitelübersicht:

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Insekten - zu Land und unter Wasser

00:00 – 04:50

Insektenarten haben zwar den Lebensraum Wasser erobert, einige von ihnen sind aber noch immer auf Luft zum Atmen angewiesen. Ruderwanzen atmen über Wasser und nehmen die Luft unter den Flügeldecken mit in die Tiefe. Der Rückenschwimmer dagegen lagert Luft in Kanälen am Bauch ein - der Auftrieb führt zu seiner charakteristischen Schwimmposition. Stechmückenlarven dagegen verweilen kopfüber direkt unter der Wasseroberfläche und nehmen die Atemluft über ein Atemrohr auf.

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Köcherfliegenlarven - die Unterwasserbaumeister

04:50 – 09:01

Köcherfliegenlarven decken ihren Sauerstoffbedarf - wie viele andere Wasserinsekten - mittels Kiemen direkt aus dem Wasser. Köcherfliegenlarven sind stets mit ihrem selbstgebauten Haus, dem Köcher, unterwegs. Für den Bau verklebt das Insekt mit „Unterwasserschnellkleber“ aus speziellen Drüsen Pflanzenreste und Steinchen. Die Puppenruhe erfolgt im Köcher, dann folgt das - mit einer Woche - sehr kurze Leben der in „Luftwesen“ verwandelten Köcherfliegen.

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Der Gelbrandkäfer und seine Larven

09:01 – 17:47

Eine Insektenart bei der sowohl Larven als auch Adulte im Wasser leben, ist der Gelbrandkäfer. Der Käfer lebt räuberisch, ernährt sich aber auch von Aas und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Nahrungskreislauf im See. Die Larven bohren ihre dolchartigen Oberkiefer in die Beute und injizieren eine Flüssigkeit, die lähmt und tötet. Das Sekret zersetzt die Beute zu einem Nahrungsbrei. Auch ihre eigenen Artgenossen verspeist die Larve gerne.

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Wasserskorpion und Stabwanze

17:47 – 22:51

Der Wasserskorpion ist kein guter Schwimmer. Er hält sich im Uferbereich auf, läuft dort unter Wasser an Wasserpflanzen entlang und saugt mit seinem Stechrüssel die Beute aus, die er mit seinen Vorderbeinen fängt. Die Stabwanze bewegt sich nicht nur unter Wasser geschickt, sie ist auch ein guter Flieger. Auch sie lebt räuberisch. Zu ihrer Beute gehören Kaulquappen. Beide Skorpionswanzen verfügen über ein charakteristisches Atemrohr am Hinterende, über das sie Frischluft „schnorcheln“.

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Libellen - aus dem Wasser in die Luft

22:51 – Ende

Zur Paarung bilden Libellen ein Paarungsrad. In dieser Stellung erfolgt auch die Eiablage ins Wasser. Das Männchen sichert sich damit seine Rolle als einziger Befruchter. Die längste Zeit des Libellenlebens spielt sich im Wasser ab, wo die Larven bis zu 5 Jahre verbringen. Das Tier steigt dann an einem Pflanzenstängel aus dem Wasser und eine geflügelte Libelle schlüpft aus der Hülle. Libellen sind geschickte Jäger, da sie durch ihre Flugmuskeln die Flügel direkt und getrennt bewegen können.