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Sendungsinhalt: Über-Leben in zwei Welten - Froschlurche

Erdkröten und Grasfrösche marschieren jedes Frühjahr an ein Gewässer, um dort abzulaichen. Wenn sie diese gefährliche Wanderung heil überstanden haben, suchen sie nach einem Partner. Bei männlichen Erdkröten ist der Fortpflanzungstrieb so stark, dass sie alles umklammern, was ihnen in die Quere kommt, vom Erdklumpen bis zum Karpfen. Dies hat Otto Hahn in unglaublichen Bildern festgehalten. Darüber hinaus zeigt er als Ergebnis der über einjährigen Dreharbeiten die Entwicklung und Lebensweise der heimischen Froschlurche, von denen nur wenige den Schritt ans Land schaffen; zu viele Feinde lauern im Wasser.

Über-Leben in zwei Welten - Froschlurche

Kapitelübersicht:

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Der Weg zum Laichgewässer

00:00 – 04:24

Im Frühjahr ist die Zeit der Krötenwanderung. Die Tiere wandern zu ihren Laichgewässern. Bildet sich schon bei dieser Wanderung ein Paar, so wird das Männchen vom Weibchen bis zu 3 km auf dem Rücken getragen. Auf den warmen Straßen, die ihre Wanderroute durchschneiden wärmen sich die wechselwarmen Tiere gerne auf. Genau dies wird ihnen häufig zum Verhängnis. Krötenzäune sollen sie schützen. Naturschützer sammeln die Tiere an den Zäunen auf und bringen sie in Eimern über das Hindernis Straße.

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Paarungsverhalten

04:24 – 08:41

Kröten die noch keinen Partner haben, müssen am Weiher fündig werden. Die zahlenmäßig überlegenen Männchen stürzen sich auf alles was sich bewegt - in der Hoffnung auf einem Weibchen zu landen. Selbst Karpfen können zum Opfer werden. Der ungebetene Reiter verfügt über rutschfeste Schwielen an den Fingern und lässt sich nicht so leicht abschütteln. Auch manches Krötenweibchen ist schon ertrunken, weil es von der Last mehrerer konkurrierender Männchen zu lange unter Wasser gehalten wurde.

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Das Ablaichen

08:41 – 12:55

Krötenpärchen suchen sich einen zum Ablaichen geeigneter Platz. Hier harren die Tiere tagelang in charakteristischer Klammerstellung aus, bis das Weibchen seine Paarungsbereitschaft signalisiert. Dann wird über eine Zeitspanne von 10 Stunden abgelaicht. Eiablage des Weibchens und Spermienausstoß des Männchens erfolgen synchron. Die Befruchtung der Eier findet außerhalb des Körpers statt. Der Grasfrosch ist schneller und produktiver. Etwa 1000 Eier legt jedes Weibchen pro Jahr ab.

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Gefahren für Jung und Alt

12:55 – 17:43

Der Mensch gefährdet die Froschlurche nicht nur durch den Straßenverkehr. Immer wieder kommt es zur Zuschüttung von Laichgewässern und damit zur Zerstörung eines ganzen Lebensraums. Auch die Landwirtschaft macht den Tieren zu schaffen, da Überdüngung von Feldern zur Gewässerverschmutzung beiträgt und im Extremfall zum Absterben des Laichs führt.

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Vom Ei zum Frosch

17:43 – 24:56

Aus den Eiern schlüpfen junge Larven - die Kaulquappen. Junge Kaulquappen haben zunächst gut sichtbare Büschelkiemen, mit denen sie atmen. Als Nahrung dienen ausschließlich Algen. Der relativ lange Darm ist eine Anpassung an die vegetarische Ernährung. Im Laufe von etwa drei Monaten findet die Metamorphose statt, die Verwandlung von der Kaulquappe zum Frosch. Dabei werden allmählich die Kiemen durch Lungen ersetzt, die Ernährung wird umgestellt und auch die äußere Gestalt verändert sich.

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Wasserfrosch und Erdkröte

24:56 – Ende

Nach der vollendeten Verwandlung zum Landlebewesen verlassen die Froschlurche das Wasser. Einige nachtaktive Arten, wie z. B. Grünfrösche, veranstalten oft nächtliche „Froschkonzerte“. Grasfrösche quaken sehr viel dezenter, denn sie haben keine Schallblasen. Erdkröten leben als Nützlinge in feuchten Verstecken in unseren Gärten. Sie orten ihre Beute über den Geruchssinn und beseitigen Nacktschnecken und andere unliebsame Besucher aus unseren Gärten.