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Sendungsinhalt: Mystisches Moor

Nebelschwaden und tiefschwarzes Wasser. Ein falscher Schritt, und man sinkt auf Nimmerwiedersehen ein: Bis heute verbindet man mit dem Moor mystische Vorstellungen. Die Sendung bringt Licht in das Dunkel und stellt die Tier- und Pflanzenwelt von Hoch- und Niedermooren vor. Ein Film von Thomas Willers.

Mystisches Moor

Kapitelübersicht:

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Niedermoore

00:00 – 05:35

Nebel lässt das Moor wie ein verzaubertes Paradies erscheinen. Drosselrohrsänger sitzen in den Wipfeln der Halme und Fieberklee blüht in den nährstoffreichen Niedermooren. Dort leben auch Moorfrösche. Ihr Laich bedeckt die Gewässer und kann kleineren Tieren, wie der Wasserspinne, das Leben schwer machen. Die muss nämlich an die Oberfläche um Luftblasen zu sammeln, die sie dann unter einem selbstgesponnenen Unterwasser-Baldachin zu einer „Taucherglocke“ drapiert.

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Die Doppelschnepfe

05:35 – 07:54

Auch für die Doppelschnepfe ist Paarungszeit. Auf kleinen, freien Flächen im Niedermoor treffen sie sich zur Gruppenbalz. Mit „knarrenden“ Rufen, die wochenlang zu hören sind, versuchen die Männchen allabendlich die Weibchen auf sich aufmerksam zu machen.

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Hochmoore

07:54 – 10:49

Anders als im Niedermoor fließt durch das Hochmoor kein Fluss. Sein Wasser stammt ausschließlich aus Schnee und Regen. Doch die schwemmen nicht so viele Nährstoffe heran. Die Natur im Hochmoor ist daher karg und baumarm. Ideal für Birkhähne auf der Balz.

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Tiere und Pflanzen im Hochmoor

10:49 – 15:49

Im Sommer ist Paarungszeit bei den Kreuzottern und bei den Brachvögeln. Dann schmücken auch Wollgräser, die wie Wattebäusche aussehen und früher als Kissenfüllung dienten, die Hochmoore. Die „Baumeister“ des Hochmoores sind die Torfmoose, die ausgedehnte Polster, und – im abgestorbenen Zustand – mächtige Torflager bilden.

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Moortümpel

15:49 – 20:48

In flachen Tümpeln wächst der Wasserschlauch mit seinen goldgelben Blüten. An den Blättern, die Unterwasser liegen, besitzt die Pflanze Fangblasen, mit denen sie Moorkrebschen fängt. In den Tümpeln leben auch Libellenlarven. Doch sie finden oft nur wenig Beute in Moortümpeln und ihre Entwicklung dauert daher länger. Moortümpel sind außerdem das Jagdgebiet von Piratenspinnen. Der Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze deren Tentakeln mit einer klebrigen Flüssigkeit umhüllt sind, wächst ebenfalls im Moor.

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Der Mensch und das Moor

20:48 – 25:27

Auch der Mensch nutzt diesen besonderen Lebensraum schon seit langem: Kräuter wurden dort gesammelt, Heidschnucken ließ man im Moor grasen und auch Torf wurde dort gestochen. Getrocknete Torfsoden waren ein begehrtes Brennmaterial. Der Herd wurde zum Zentrum des Hauses, in seiner Nähe verrichtete man Handarbeiten. Heidschnuckenwolle verarbeitete man zu Decken und Teppichen und das Holz der Bäume zu Schuhen. Doch das Moor ist kein ungefährliches Terrain.

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Kulturfolger im Niedermoor

25:27 – Ende

Auch das Niedermoor wurde vom Mensch genutzt, zum Beispiel als Weidefläche. Düngen ist in den nährstoffreichen Niedermooren nicht notwendig. Auch folgten einige Wildtiere dem Menschen in die Moore, wie etwa der Weißstorch. Bis heute hat sich dieses Bild in einzelnen Landschaften Europas, etwa in Polen, erhalten und nichts von seiner Faszination verloren.