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Sendungsinhalt: Von Stachelinski und Steinmännchen - Über-Leben im Fließgewässer

Spannend verläuft der Existenzkampf unter der Wasseroberfläche eines sauberen naturnahen Baches. Das Stichlingsmännchen baut sein Nest und verteidigt es gegen Feinde. Otter jagen nach Fischen. In der Nacht schreitet der Flusskrebs über den Bachgrund, auf der Suche nach Aas und Schlammröhren-Würmern. Köcherfliegen-Larven verkleben Steinchen zu schützenden Hüllen. Die zieht ihnen die Wasseramsel wieder aus. Sie frisst nur nackte Steinmännchen. Ein Film von Otto Hahn.

Von Stachelinski und Steinmännchen

Kapitelübersicht:

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Der Dreistachelige Stichling - Stachelinski

00:00 – 06:45

Der Dreichstachelige Stichling, mit den drei harten Stacheln, wird auch Stechbüttel, Stecherling oder Stachelinski genannt. Bei „Stachelinskis“ sind die Männchen für die Brutpflege verantwortlich. Das Männchen, in der Balzzeit mit auffällig roter Färbung, baut eine Unterwasserhöhle als Nest für den Nachwuchs. Das Weibchen legt die Eier ab, die dann vom Männchen besamt werden. Ab nun ist das Männchen alleine verantwortlich. Es fächert der Brut ständig frisches Wasser zu und verteidigt das Nest gegen Feinde.

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Köcherfliegenlarven

06:45 – 11:41

Köcherfliegenlarven entwickeln sich unter Wasser. Erst als erwachsene Köcherfliegen leben sie an Land und in der Luft. Viele Köcherfliegenlarven bauen sich ein kunstvolles Haus aus den Materialien ihrer Umgebung, kleinen Steinen und Pflanzenteilen. So sind sie für ihre Feinde fast unkenntlich. Manche Arten leben auch ohne Köcher. Sie sind nur nachts aktiv und verstecken sich tagsüber. Köcherfliegenlarven fressen meist Algen und vermodernde Pflanzen.

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Die Wasseramsel

11:41 – 14:33

Köcherfliegenlarven sind eines der Hauptnahrungsmittel der Wasseramsel. Um ihren Nachwuchs großzuziehen braucht sie viel Nahrung. Ständig fliegt sie dicht über der Wasseroberfläche auf der Jagd nach den kleinen Insekten. Hat sie eine Köcherfliegenlarve gefunden, zieht sie sie aus ihrem Haus heraus.

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Selbstreinigungskraft des Wassers

14:33 – 18:25

Ein sauberes, naturnahes Gewässer beherbergt genügend Lebwesen, die für den Erhalt seiner Reinheit sorgen. So fressen unterschiedlichste Insektenlarven und Bachflohkrebse Algen und abgestorbene Pflanzen. Bakterien helfen mit bei der Wassererneuerung und Teich- und Flussmuscheln filtern das Wasser und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Lebensraums Wasser.

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Die Libelle

18:25 – 20:35

Viele Uferpflanzen locken Insekten an. Verlockend für die Jäger. Unter ihnen nimmt die Libelle einen schillernden Platz ein. Weibchen und Männchen sind bei den Libellen leicht zu unterscheiden. Das Weibchen glitzert grün, das Männchen ist metallisch blau. Beim Geschlechtsverkehr bilden die Libellen ein wunderschön anzusehendes Paarungsrad. Die Libellenlarven wachsen im Wasser heran. 10-15 Mal müssen sie sich häuten, bis sie ausgewachsen sind. Erst nach zwei Jahren verlassen sie das Wasser, um kunstvolle Flieger zu werden.

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Der Flußkrebs

20:35 – 24:45

Der Flusskrebs ist selten geworden in deutschen Gewässern. Die Wasserverschmutzung und Flussbegradigungen rauben ihm den Lebensraum. Der Flusskrebs ist darauf angewiesen genügend Schlupfwinkel zu haben. Tagsüber versteckt er sich meist dort, um erst nachts aktiv zu werden. Das hervorstechende Merkmal des Flusskrebses sind die Scheren. Mit ihnen kann er zupacken, kämpfen und die Nahrung zerkleinern. Die vier verbleibenden Brustbeinpaare dienen der Fortbewegung. Beim Fressen arbeiten alle 6 Beinpaare eng zusammen.

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Leben am sommerlichen Bach

24:45 – Ende

An einem sauberen, naturnahen Gewässer finden viele verschiedene Tierarten eine Heimat. Die Beutelmeise zieht in ihrem Nest, gut getarnt zwischen Ästen, ihre Brut groß. Nahrung bietet der Fluss ja genug. Auch der Bisam findet hier genug zu fressen. Der Fischotter ist gut angepasst an das Wasserleben. Weil er Fische frisst und sein Fell als wertvoll gilt, ist, wurde er erbarmungslos gejagt. Heute ist er deshalb vom Aussterben bedroht. Nur in naturbelassenen Gewässern kann er heute noch seinen Lebensraum finden.