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Sendungsinhalt: Heimlicher Panzerträger - Der Flusskrebs

Was die meisten nur noch aus dem Zoo oder dem Feinkostgeschäft kennen, war vor 130 Jahren nichts Besonderes – der Flusskrebs. Damals besiedelten die Edelkrebse in rauen Mengen unsere Bäche und wanderten genauso selbstverständlich in den Kochtopf wie ein Fisch. Heute müssen Feinschmecker auf Exemplare aus der Zucht zurückgreifen, wild lebende Flusskrebse sind selten und geschützt. Der Film erhellt das heimliche Leben des nachtaktiven Panzerträgers. Er zeigt, wie sich der Flusskrebs das Fressen hinter die Kiemen schiebt, wie er die Scheren einsetzt, um einen Rivalen zu verjagen oder seine Auserwählte aufs Kreuz zu legen, und wie der weibliche Krebs seine Jungen beschützt. Ein Film von Otto Hahn.

Heimlicher Panzerträger

Kapitelübersicht:

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Füße und Scheren - der vielgliedrige Flußkrebs

00:00 – 07:22

Vor 150 Jahren lebten viele Flusskrebse in deutschen Gewässern. Aber eine Pilzkrankheit Ende des 19. Jhdts. und vor allem die Begradigung und Verschmutzung der Flüsse haben ihren Bestand sehr dezimiert. Der Flusskrebs kann seine Gliedmaße erstaunlich vielfältig einsetzen. Er besitzt Scheren zum Kämpfen, Festhalten und Zerkleinern der Nahrung, 4 Beinpaare zum Marschieren und 1 Paar zum Tasten und Orientieren. Unter Einsatz ihrer Füße und ihres Schwanzfächer bauen sich Flusskrebse richtige Höhlen.

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Allesfresser Flusskrebs

07:22 – 10:09

Flusskrebse gehören zu den Gliederfüßern. Ihre Schreitfüße sind an den Gelenken nur dünn gepanzert um bessere Beweglichkeit zu ermöglichen. Beim Fressen arbeiten die verschiedenen Füße zusammen. Flusskrebse gelten als „Allesfresser“. Sie futtern Aas, Wasserpflanzen, Wasserinsekten, Schlammröhrenwürmer aber jagen auch gerne Lurche oder sogar einen Fisch.

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Häutung - der Panzerwechsel

10:09 – 14:13

Um wachsen zu können, muss der Krebs seinen harten Panzer abstoßen. Eine schwierige, kräftezehrende Aufgabe, die zwischen wenigen Minuten und einem ganzen Tag dauern kann. Die Anzeichen der Häutung sind das Einstellen der Nahrungssuche und eine graue, fleckige Hülle Der Krebs streift seine Chininhülle mit Hilfe all seiner Gliedmaße ab. Später wird er den alten Panzer auffressen. Sein neuer Panzer ist in der ersten Woche noch sehr weich, man nennt das Tier ihn in dieser Zeit „Butterkrebs“.

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Paarungszeit

14:13 – 19:40

Ende Oktober paaren sich die Flusskrebse. Es ist oft ein längeres Ringen, bis es dem Krebsmännchen gelingt seine Spermienmasse richtig zu platzieren. Er hält dabei das Weibchen mit den Scheren im festen Paarungsgriff und versucht es auf den Rücken zu legen. Wenige Tage später presst das Weibchen die Eier heraus, die dann von den Spermien befruchtet werden. Die Entwicklung der Keime dauert ein halbes Jahr. Solange hängt der Nachwuchs am Weibchen fest, sie schützt die Brut mit ihrem Schwanzfächer.

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Winterzeit - Ruhezeit

19:40 – 21:39

Flusskrebse sind wechselwarme Tiere, das heißt ihre Körpertemperatur passt sich an die Umgebungstemperatur an. Daher spielt sich das winterliche Flusskrebsleben sozusagen in Zeitlupe ab. Die Ruhe ist überlebenswichtig - die Tiere müssen Kraft und Energie sparen.

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Kinderstube bei den Flusskrebsen

21:39 – Ende

Erwärmt sich das Wasser im Frühling, werden auch die Flusskrebse wieder aktiv. Schon ein halbes Jahr trägt das Weibchen die Eier an seinem Leib. Ende Mai bis Anfang Juni schlüpfen die jungen Krebse. Nach ca. acht Tagen häuten sie sich zum ersten Mal. Im ersten Lebensjahr häuten sie sich acht mal, schließlich müssen sie ja wachsen. Nach der ersten Häutung entfernen sie sich erstmals von der Mutter, kehren aber immer wieder zurück. Sie sind auf den Schutz der Mutter angewiesen.