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Sendungsinhalt: Der Bach der Nasen

Der Fisch mit der Knollennase trägt einen äußerst treffenden Namen. Nasen sind bei uns sehr selten geworden. Nur in wenigen naturbelassenen Bächen kann man Zeuge des einmaligen Schauspiels ihrer Laichwanderung werden. Wo Nasen sich wohl fühlen, ist auch für viele andere Bachbewohner die Welt noch in Ordnung: Groppe, Flusskrebs, Steinfliegenlarve, Gebirgsstelze oder Eisvogel. Feuersalamander setzen in kleinen Zuflüssen ihre Larven ab. Die Larven der Nasen bilden kleine Schwärme im Oberlauf des Bachs und ernähren sich von Algen. Wenn sie herangewachsen sind, werden sie flussabwärts in den Inn wandern. Wie der Bach der Nasen im Laufe der Jahreszeiten sein Gesicht verändert und sich die Bewohner im und am Bach den Gegebenheiten anpassen, erzählt dieser Film von Jan Haft.

Der Bach der Nasen

Kapitelübersicht:

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Ein Fisch mit Knollennase

00:00 – 03:19

Es gibt nur noch wenige Orte, an denen naturbelassene Bäche durch intakte Wälder fließen. Solche „Märchenwälder“ sind aber um so reicher an Leben. Wo Salamander und Dachse, Ringelnatter und Eisvogel zuhause sind, dort kann man in den klaren Bächen einen selten gewordenen Fisch antreffen - die Nase.

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Hochzeitswanderung im Frühling

03:19 – 07:23

Ende April, wenn der Inn mit trübem Hochwasser gefüllt ist, wandern mehrere Tausend Nasen aus dem Inn bachaufwärts in kleine, zuführende Bäche. Es steht die Zeit der Eiablage bevor. Die Weibchen legen mehrere Tausend Eier an sauerstoffreichen Stellen im Kiesbett des Baches ab. Diese bleiben dank ihrer klebrigen Oberfläche auch bei starker Strömung haften, wenn sie nicht Fressfeinden, wie z. B. der Groppe, zum Opfer fallen.

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Die frühe Nasen-Kindheit

07:23 – 08:21

Zwei Wochen nach der Eiablage schlüpfen die jungen Nasen und verweilen zunächst am Geburtsort. Als erste Nahrung dient ihr eigener Dottersack. Etwa nach einer Woche beginnt das Leben im Schwarm. Währenddessen sorgen auch die Neunaugen für die nächste Generation. Sie heben kleine Gruben im kiesigen Bachbett aus und laichen hier ab.

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Bergmolch und Ringelnatter

08:21 – 10:33

In einem Tümpel nahe am Bach beobachten wir ein Bergmolchweibchen beim Laichen. Es wickelt seine Eier in die Blättern von Wasserpflanzen ein, um sie zu tarnen und zu schützen. Die Ringelnatter geht auf erfolglose Froschjagd. Die Kaulquappen des Grasfrosches leben im nährstoffarmen Wasser der Quellfluren. Ihnen wird die Nahrung so knapp, dass sie sogar auf die nährstoffreiche Schleimschicht des Vaters zurückgreifen.

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Gefräßige Fischlarven

10:33 – 12:46

Die Nasen-Larven werden immer aktiver und hungriger. Sie begnügen sich beim Abweiden von Steinen aber mit vegetarischer Algenkost. Anders der Dachs - ihn beobachten wir beim Fressen einer toten Nase. Schließlich kehren die heranwachsenden Nasen in den Inn zurück.

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Frühling am Waldboden

12:46 – 15:20

Am Waldboden begegnen wir dem Feuersalamander. Auch er braucht Wasser zur Geburt seiner Jungen. Allerdings darf es hierfür kein fließendes Wasser sein. Er sucht das kalte, sauerstoffreiche Wasser der Quellrinnsale auf.

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Sommer am Bach

15:20 – 21:23

Der Sommer ist im Wald die Zeit der Insekten. Man trifft jetzt den Kaisermantel, den Eisvogelfalter, die Ritterwanze und auch Steinfliegen und Eintagsfliegen. Ihre Larven haben lange Zeit im Wasser verbracht. Das Leben der ausgewachsenen Tiere an Land ist dagegen nur kurz.

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Der Eisvogel

21:23 – 23:12

Nicht nur Fische sind ans Wasser gebunden, auch der Eisvogel muss in der Nähe von Wasser leben, denn seine Nahrung sind Fische. In Zeitlupe begleiten wir ihn beim Beutefang.

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Herbst, Winter und Neuanfang

23:12 – Ende

Mit dem Ende des Jahres kehrt Ruhe ein. Das Laub färbt sich und es ist Zeit für die Ausbildung der Pilz-Fruchtkörper. Die Nasen sind zurückgewandert in den Inn und warten auf das nächste Frühjahr; dann werden sie wieder ihre eintägige Wanderung bachaufwärts starten.