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Hintergrund zur Sendung

Die Vogelarten aus dem Film

Bildergalerie

  • Amsel im Futterhäuschen

    Amsel (Turdus merula LINNÉ)

  • Buchfink auf einem Zweig

    Buchfink (Fringilla coelebs LINNÉ)

  • Großansicht eines Buntsprechtes

    Buntspecht (Dendrocopos major LINNÉ)

  • Gimpel im Futterhäuschen

    Dompfaff oder Gimpel (Pyrrhula pyrrhula LINNÉ)

  • Zwei Eichelhäher im Schnee

    Eichelhäher (Garrulus glandarius LINNÉ)

  • Kohlmeise am Futtersäckchen

    Kohlmeise (Parus major LINNÉ)

  • Rotkehlchen im Schnee

    Rotkehlchen (Erithacus rubecula LINNÉ)

  • Wacholderdrossel im Schnee

    Wacholderdrossel (Turdus pilaris LINNÉ)

Steckbriefe

Amsel (Turdus merula LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Drosselartige (Turdidae), Unterfamilie: eigentliche Drosseln (Turdinae)
Gattung: eigentliche Drosseln (Turdus)
Länge: 26 cm, Männchen schwarz mit hellgelbem Schnabel, Weibchen dunkelbraun
Lebensraum: noch im 19. Jahrhundert Waldbewohner - heute in Gärten, Parks usw. von großen Städten, Kulturfolger
Nahrung: Insekten, Regenwürmer, Schnecken, Beeren, Obst
Nest: auf Bäumen, Sträuchern, in Mauernischen usw.
Brut: 5 - 6 hellgrüne bis bläulichgrüne, rostrot gefleckte Eier von April bis Juni in zwei bis drei Brutphasen, Brutdauer 12 - 14 Tage, nur das Weibchen brütet, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 13 - 16 Tage
Sonstiges: Mitteleuropäische Tiere sind meist Standvögel; nordeuropäische Tiere überwintern in Südeuropa.

Buchfink (Fringilla coelebs LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Finkenvögel (Fringillidae)
Gattung: eigentliche Finken (Fringilla)
Länge: 15 cm, Männchen unterseits weinrot, oberseits rostbraun, Kopf mit graublauem Käppchen, Weibchen oliv - gelblichgrau, bei beiden weiße Flügelbinden und Schwanzkanten
Lebensraum: Laub- und Nadelwälder, Gärten, Parkanlagen, in Stadt und Dorf
Nahrung: Insekten zur Jungenaufzucht, Sämereien, Beeren, Früchte, Knospen
Nest: auf Bäumen, Sträuchern, usw.
Brut: 5 - 6 bräunlichgrüne Eier mit rostfarbenen Flecken im April bis Juni in zwei Brutphasen, Brutdauer 12/13 Tage, nur das Weibchen brütet, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 13/14 Tage
Sonstiges: Stand- (alte Männchen), Strich- und Zugvogel (Weibchen und Jungtiere)

Buntspecht (Dendrocopos major LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Spechtvögel (Pici)
Familie: Spechte (Picidae)
Gattung: Buntspechte (Dendrocopos)
Länge: 23 cm, schwarzweiß, Unterschwanzdecken scharlachrot
Lebensraum: Nadel- und Mischwälder, Parkanlagen, Baumgärten
Nahrung: Insekten und deren Larven aus Ritzen und Spalten im Holz und unter der Rinde, Nüsse und Nadelbaumsamen (Spechtschmiede), gelegentlich Jungvögel
Nest: Nisthöhlen werden in Bäume mit weichem, aber auch hartem Holz gemeißelt
Brut: ca. 6 weiße Eier im Mai / Juni, Brutdauer 10-13 Tage, beide Eltern brüten und füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 20 Tage
Sonstiges: Stand-und Strichvogel

Dompfaff oder Gimpel (Pyrrhula pyrrhula LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Finkenvögel (Fringillidae)
Gattung: Gimpel (Pyrrhula)
Länge: 15 cm, Brust des Männchens auffallend rot, die des Weibchens graubraun
Lebensraum: Dichtes Unterholz von Nadel- und Mischwäldern, Parkanlagen, Gärten
Nahrung: Samen, Insekten zur Jungenaufzucht
Nest: meist in Nadelbäumen
Brut: 4 - 5 hellblaue gefleckte Eier von Mai bis Juli in zwei Brutphasen, Brutdauer 13/14 Tage, nur das Weibchen brütet, wird vom Männchen aus Kropf gefüttert, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 12 - 16 Tage
Sonstiges: Stand-und Strichvogel

Eichelhäher (Garrulus glandarius LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Gattung: Häher (Garrulus)
Länge: 34 cm, Männchen und Weibchen gleich gefärbt, Grundfarbe bräunlich und schwarz, Bürzel weiß, Flügel mit auffallendem blauschwarz gestreiften Fleck
Lebensraum: alle Waldtypen, von den Niederungen bis ins Gebirge, zunehmend Stadtvogel, Kulturfolger
Nahrung: Eicheln, Bucheckern, Beeren, Insekten, Würmer, Vogeleier, kleine Wirbeltiere
Nest: in Baumkronen
Brut: 5 - 6 graugrüne Eier mit braunen Flecken im Mai/Juni, Brutdauer 16 - 17 Tage, beide Eltern brüten und füttern, Nesthocker, Nestlingszeit ca. 3 Wochen
Sonstiges: Stand-und Strichvogel

Kohlmeise (Parus major LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Meisenartige (Paridae)
Gattung: Meisen (Parus)
Länge: 14 cm, Kopf schwarz mit weißen Wangen, Rücken grünlichbraun, Schwanz blauschwarz mit weißen Kanten, Unterseite gelb mit dunkler Kehle und dunklem Mittelstreifen
Lebensraum: Wälder, Hecken, Parkanlagen, Gärten
Nahrung: Insekten, Schnecken, Würmer, Beeren und Sämereien
Nest: in Baumhöhlen, Erd- und Mauerlöchern, in künstlichen Nisthöhlen
Brut: 8 - 10 weiße gefleckte Eier von April bis Juni in zwei (bis drei) Brutphasen, Brutdauer 13-15 Tage, nur das Weibchen brütet, wird vom Männchen gefüttert, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 15/16 Tage
Sonstiges: Stand-und Strichvogel, gelegentlich Zugvogel

Rotkehlchen (Erithacus rubecula LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Drosselartige (Turdidae), Unterfamilie: eigentliche Drosseln (Turdinae)
Gattung: Rotkehlchen (Erithacus)
Länge: 14 cm, Oberseite braungrau, Brust und Gesicht orangefarben
Lebensraum: Dichtes Unterholz von Laub- und Mischwäldern, Parkanlagen, Hecken und buschreiche Gärten (Dämmerlicht, deshalb große Augen
Nahrung: Bodeninsekten, Spinnen, Würmer, Nacktschnecken, Beeren (Eibe, Holunder, Weintraube)
Nest: unter Wurzeln, in Mulden, in der Erde, in Mauernischen usw.; Revierbildung
Brut: 5 - 7 rahm- oder grünlichgelbe, rötlichbraun gefleckte Eier von April bis Juli in zwei Brutphasen, Brutdauer 14/15 Tage, nur das Weibchen brütet, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 12 - 15 Tage
Sonstiges: Teils Zugvögel (vorwiegend Weibchen), Überwinterung in Nordafrika und Südeuropa; Standvögel suchen Futter in Nähe des Menschen.

Wacholderdrossel (Turdus pilaris LINNÉ)

Merkmal: Ausprägung:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeres), Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Familie: Drosselartige (Turdidae), Unterfamilie: eigentliche Drosseln (Turdinae)
Gattung: eigentliche Drosseln (Turdus)
Länge: 26 cm, Kopf grau und schwarz, Rücken dunkelbraun, Bürzel grau, Schwanz schwarz, Bauchseite hell mit schwarzen Tupfen
Lebensraum: Nadelwälder, Waldränder an Wiesen und Feldern mit Teichen, im Norden Birkenwälder und Tundren, auch menschennah
Nahrung: Insekten, Regenwürmer, Schnecken, Beeren, Obst
Nest: auf Bäumen, Sträuchern, usw.
Brut: 5 - 6 grünweiße Eier mit rostroten Flecken von April bis Juni in zwei Brutphasen, Brutdauer 12 - 14 Tage, nur das Weibchen brütet, beide Eltern füttern, Nesthocker, Nestlingsdauer ca. 14 Tage
Sonstiges: Mitteleuropäische Tiere sind meist Standvögel; nordeuropäische Tiere überwintern in Mittel- und Südeuropa.

Sinnvolle Winterfütterung

Die Bundesbürger lieben ihre gefiederten Mitbewohner und sie wollen durch die Winterfütterung einen Beitrag zu deren Schutz leisten. 51% der Bundesbürger füttern die Vögel gelegentlich, 28% sogar regelmäßig. Alljährlich werden Millionenbeträge für Futter und Futtergeräte ausgegeben - ein Vielfaches von dem, was den Staatlichen Vogelschutzwarten und Naturschutzbehörden für den Schutz der einheimischen Vögel an Geldern zur Verfügung steht (Informationen der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg im Internet). Vogelschützer empfehlen die Vögel nur bei Eis und Schnee zu füttern, denn bei frostfreiem Wetter sollen sie ihr Futter besser selber suchen, um das Überleben nicht zu verlernen.

Bei langen Schnee- und Eisphasen kann die Winterfütterung aus Naturschutzaspekten befürwortet werden, denn sie bietet den Vögeln einen Ausgleich für das durch Industrialisierung und Monokultivierung, besonders in städtischen Umwelten, stark eingeschränkte natürliche Nahrungsangebot. Sie verhindert somit in strengen Wintern hohe Verluste. Darüber hinaus fördert sie die Beziehungen der Menschen zur Natur, denn sie ermöglicht auf bequeme Weise das Kennenlernen von Vogelarten und deren Verhaltensweisen.