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Frühlingsboten kündigen das erwachende Leben an, so z.B. das Leberblümchen am Waldboden, der Seidelbast und der Märzenbecher. Zu ihnen gesellen sich die Blüten von Buschwindröschen, Veilchen, Himmelsschlüssel, Einbeere, Aronstab und Blausternlilie.
Mit dem Einzug des Frühlings endet auch für Wintervögel die harte Zeit - sie genießen Sonne und Wärme. Es steht nun aber auch Arbeit an. Buntspecht und Schwarzspecht können beim Höhlenbau beobachtet werden. Harte Schnabelhiebe hauen Span um Span aus dem Holz. Zehntausend Späne - dann ist die Höhle fertig und kann zum Nisten bezogen werden. Nicht alle Höhlenbrüter investieren so viel Arbeit. Der Kleiber z.B. nutzt verlassene Spechtaltbauten. Kleine Korrekturarbeiten am Höhleneingang optimieren "die Unterkunft" für den neuen Bewohner.
Auch bei den Säugetieren kehrt mit dem Frühjahr reges Treiben ein. Der Mai ist ein wahrer Schlemmermonat für Wildschweine. Die Borstentiere spüren mit ihren Nasen Wurzeln, Pilze, Sprösslinge und kleine Tiere auf. Selbst die Frischlinge ergänzen ihre Hauptspeise - die Muttermilch - um den Speisezettel der Alten.
Gegen Ende des Frühjahrs zeigt sich bei den Spechten der Nachwuchs. In den Nisthöhlen warten nun hungrige Mäuler darauf, von den Eltern gestopft zu werden. Der Grünspecht beispielsweise ist pausenlos dabei, seinen Kropf mit Nahrung für die unersättlichen Jungen zu beladen. Ihre Lieblingsspeise sind Ameisen und deren Puppen. Auch die Buntspecht-eltern werden von ihren Jungen auf Trab gehalten. Und der junge Mittelspecht macht lautstark auf seinen Hunger aufmerksam. Bald werden die kleinen Schreihälse flügge, dann gehört ihnen der ganze Wald. Wildschweine suchen im Sommer besonders die Waldbereiche auf, in denen es Wasser gibt: hier können sie im Schlamm suhlen und im Wasser abkühlen.
© Text: SWR
