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Szenenüberblick der Sendung

Zecke auf einem Blatt Bildunterschrift:
TC 0:00 - 5:32

Zecken: Kletterkünstler auf Opfersuche

Weit verbreitet ist der Glaube, dass Zecken auf Bäumen leben und sich von dort aus auf Menschen fallen lassen. Ihren Lebensraum aber bilden Gräser und Sträucher. Monatelang können sie hier auf ein warmblütiges Opfer lauern. Erkannt wird ein potentieller Wirt mit Hilfe des Geruchsinns. Die Parasiten sind dank ihrer Doppelkrallen und Saugpolster an den Beinen wahre Kletterkünstler. Mit den Pedipalpen (Taster) suchen sie eine weiche Stelle in der Haut des Opfers, an der sie leicht eindringen können. Ist eine geeignete Stelle gefunden, dann kommen die Cheliceren (scherenartige Mundwerkzeuge) zum Einsatz. Mit diesen wird ein Loch in die Haut geschnitten. Gleichzeitig wird mit dem Zeckenspeichel ein Betäubungsmittel injiziert, damit das Opfer den Biss nicht wahrnimmt.

Eier einer Zecke Bildunterschrift:
TC 5:33 - 9:53

Blut für die nächste Generation: Eiablage und Überwinterung

Hat sich die Zecke einmal festgesetzt, wird sie den Wirt erst dann verlassen, wenn sie satt ist. Der Saugvorgang dauert bei Zeckenweibchen ein bis zwei Wochen, bei Männchen wenige Tage. Zeckenweibchen benötigen mehr Blut, um sich für die Eiproduktion ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Ist das Weibchen satt, sucht es eine geschützte Stelle am Boden, um die Eier abzulegen. Binnen einiger Tage werden bis zu 2000 Eier gelegt, nach dieser Aktion stirbt das Weibchen. Findet die Eiablage im Herbst statt, überwintern die Eier im Boden. Im März schlüpfen daraus mikroskopisch kleine, geschlechtsneutrale Larven.

Zeckenlarve Bildunterschrift:
TC 9:55 - 13:14

Entwicklung: Larven, Nymphen und Adulte

Da die Larven maximal 10 cm über die Bodenoberfläche krabbeln können, wählen sie kleine Opfertiere aus, wie z.B. Mäuse. Nach der ersten Blutmahlzeit kommt es zur Häutung. Eine - wie bei den Larven - geschlechtsneutrale Nymphe tritt hervor. Diese hat im Unterschied zur sechsbeinigen Larve acht Beine und ist mit 1-2 mm etwas größer. Nymphen befallen auch größere Tiere wie z.B. Rehe oder Menschen. Da diese Wirtstiere einen recht großen Bewegungsradius haben, werden die Zecken weit verbreitet. Nach der Blutmahlzeit der Nymphe erfolgt eine zweite Häutung, die ein adultes, männliches oder weibliches Tier hervorbringt. Wird ein Weibchen befruchtet, so sucht es sich ein weiteres Opfer, z.B. einen Hund oder ein anderes Säugetier. Nach einer erneuten Blutmahlzeit und der Eiablage stirbt das Weibchen. Somit nimmt eine Zecke im Laufe ihres Lebens normalerweise auf drei verschiedenen Wirten drei Blutmahlzeiten zu sich.

mit Blut vollgesogene Zecke Bildunterschrift:
TC 13:00 - 18:47

Zecken als Krankheitsüberträger

Die Zecke ist ungefährlich für den Menschen, solange sie keine Krankheitserreger in sich trägt. Hat sie aber als Larve oder Nymphe bei einem Saugvorgang Krankheitserreger aufgenommen, so kann sie diese auf den Menschen übertragen. Wie dies geschieht, zeigen mikroskopische Aufnahmen vom Saugvorgang. Zecken saugen Blut und geben die wenig nahrhaften Bestandteile zurück in die Wunde. Hierbei werden die Erreger übertragen. Zu den wichtigsten Krankheitserregern gehören das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus) und die Borrelien (Erreger der Lyme-Borreliose).

Entzündetes Bein nach eine Borreliose-Infektion Bildunterschrift:
TC 18:48 - 24:36

FSME und Borreliose

Obwohl die gefürchtete FSME in ganz Deutschland jährlich nur etwa 300 Mal vorkommt, wird von Gesundheitsämtern und Ärzten eine Impfempfehlung ausgesprochen, da die Krankheit einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. Dies zeigt das Filmbeispiel eines mit Lähmungen an den Rollstuhl gefesselten Mannes. Auch Borrelien können starke Gesundheitsbeeinträchtigungen herbeiführen. Beginnt die Krankheit mit Wanderröte, Fieber und anderen grippeähnlichen Symptomen, so kann sie auch noch nach Jahren Gelenkschmerzen und schwere Entzündungen zur Folge haben.

Impfstoff wird einer Labormaus injiziert Bildunterschrift:
TC 24:37 - 28:28

Schutz vor Zecken

Zecken sind ein fester Bestandteil unseres Lebensraums. Es gibt sie fast überall auf der Welt. Doch sind Krankheitserreger erst einmal übertragen, ist auch die sachgerechte Entfernung der Zecken nicht genug. Ein Impfstoff gegen Borellien wurde bereits entwickelt und erfolgreich an Labormäusen getestet. Ob seine Anwendung bei Menschen ebenfalls erfolgreich und risikofrei ist, muss erst noch erforscht werden. Noch kann gegen Borrelien also nicht geimpft werden, im Fall einer (vermuteten) Infektion kann aber mit Antibiotika behandelt werden.