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Sendungsinhalt: Wenn der Frühling früher kommt - Die Jahreszeiten im Klimawandel

Frühlingserwachen: Pflanzen sprießen, Blumen blühen, für Frösche und viele andere Tiere beginnt die Paarungszeit. Aber wie „wissen“ Pflanzen und Tiere eigentlich, dass es nun dafür Zeit ist? Im Chronobiotron-Labor in Straßburg versuchen Wissenschaftler diese Mechanismen zu entschlüsseln. Seit einigen Jahren beobachten Klimaforscher, dass der Frühling in Mitteleuropa messbar früher beginnt. Dies scheint ein Symptom zu sein, das mit dem Klimawandel einhergeht. Welche Folgen hat das für die Tier- und Pflanzenwelt? Forscher untersuchen in einer Langzeitstudie in den Alpen, wie ein verfrühter Frühling ein ganzes Ökosystem aus dem Takt bringen kann.

Wenn der Frühling früher kommt

Kapitelübersicht:

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Jahreszeiten unter Beobachtung

00:00 – 05:39

In Mitteleuropa haben sich Pflanzen und Tiere an den Wechsel der Umweltbedingungen durch die Jahreszeiten angepasst. Der Frühling ist dabei die Hochsaison für Blüte und Vermehrung. Internationale Forschungsprojekte wollen mit moderner Technik und durch Vergleiche mit historischen Aufzeichnungen herausfinden, ob der Klimawandel die Jahreszeiten beeinflusst.

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Frühling in den Alpen und auf Korsika

05:39 – 10:35

Untersuchungen über die Blütezeit einzelner Pflanzenarten, das Schlüpfen der Kohl- und Blaumeisenküken oder die Balzzeit der Frösche zeigen, dass mancherorts Pflanzen 30 Tage früher blühen und z.B. Meisen 8 Tage früher schlüpfen als bisher.

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Die innere Uhr bei Pflanzen und Tieren

10:35 – 18:58

Britische Forscher fanden bei Pflanzen ein Gen, das ihnen die geeignete Temperatur für Wachstum und Blüte anzeigt. Bei Tieren ist v.a. die Helligkeitsdauer der Tage ausschlaggebend für das Erkennen der Jahreszeiten.

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Die Blaumeisen und das "Raupenproblem"

18:58 – 25:27

Gelingt es den Meisen ihre Brutzeit an den verfrühten Frühling anzupassen? Sie brauchen Raupen für ihre Jungen, die es nur in einem bestimmten Stadium der Blattentwicklung gibt. Im Mittelmeerraum gelingt es den Blaumeisen ihre Eier früher abzulegen, so dass die Jungen zur „besten Raupenzeit“ schlüpfen. In den Niederlanden dagegen, geht die Anzahl der Meisen zurück, weil die Küken zu spät schlüpfen und dann zu wenig Nahrung bekommen.

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Jahreszeitenforschung und Klimawandel

25:27 – Ende

Entgegen der Meinung von Skeptikern beweisen Tausende von Datenreihen konkrete Auswirkungen des Klimawandels auf die Tier- und Pflanzenwelt vor unserer Haustür. So beginnt die Blütezeit vieler Pflanzen zwei bis drei Wochen früher als bisher. In Südfrankreich werden Baumarten, die lange Frostperioden als Wachstumsreiz benötigen, seltener.