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Sendungsinhalt: Portugals Nationalpark - Peneda-Gerês (2)

Der Parque Nacional da Peneda-Gerês ist ein 700 Quadratkilometer großes Gebiet im Norden des Landes entlang der spanischen Grenze. Otto Hahn hat über zwei Jahre die schwer zugängliche Gebirgsregion bereist und mit seiner Kamera den Zauber der Natur eingefangen. Vor Jahrtausenden ausgerottete Wildpferde wurden aus domestizierten Pferden rückgezüchtet und galoppieren wieder über die Hochebenen. Wölfe durchstreifen die Täler auf der Suche nach Beute, und eine ungewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt hat sich in den unterschiedlichen Klimazonen entwickelt. Einige der Dörfer im Nationalpark liegen über 1000 Meter hoch. Traktoren sind für die Bauern zu teuer; so ziehen hier heute noch Kühe den Pflug. Nur mit Viehhaltung lässt sich einigermaßen Geld verdienen.

Folge 2: Portugals Nationalpark - Peneda-Gerês

Kapitelübersicht:

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Tierisches Leben an den Gewässern

00:00 – 06:17

Beeinflusst von den Westwinden, die vom Atlantik her wehen, herrscht ein feucht-kühles Klima im Nationalpark Peneda Geres. Starke Regenfälle lassen viele Tümpel und Teiche entstehen. In der Umgebung der Gewässer leben verschiedenartige Tiere wie die Ringelnatter, der Feuersalamander, der Marmormolch, die Schafstelze oder die farbenprächtigste Echse Europas, die Iberische Smaragdeidechse.

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Wildpferde und Rinder

06:17 – 10:00

In den Höhenlagen des Nationalparks werden die Garranos ausgewildert. Leider hat die Zahl dieser Wildpferde zu stark zugenommen. Die Herden sind zu einer Bedrohung für seltene Pflanzen und den Nachwuchs von bodenbrütenden Vögeln geworden. Auch Barrosas, kleinwüchsige Rinder, leben freilaufend im Nationalpark, bis sie zur Schlachtung zusammengetrieben werden.

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Herbst im Nationalpark: Weinlese und tierische Besucher in den Reben

10:00 – 17:41

Bei Temperaturen von 25°C herrschen Anfang Oktober in der Sierra ideale Bedingungen für die Erdbeerernte. Auch Schlangen, wie z.B. die giftige Stülpnasenotter, sind hier im Herbst noch sehr aktiv. In den Weinbergen, die zum bekannten Anbaugebiet des Vino Verde gehören, arbeiten Weinbauern ohne moderne Gerätschaften. Fangschrecken lauern zwischen den Blättern auf Insekten.

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Maisanbau: Ernte, Bevorratung und die Vorratshäuser als Lebensraum für Eidechsen

17:41 – 22:50

Auf kleinen Terrassenfeldern wird Mais geerntet. Frauen schälen die Kolben und schichten die Stängel als Futter für die Kühe auf. In Vorratsspeichern auf Stelzen wird der Mais über ein Jahr lang für die Fütterung der Schweine und die Verarbeitung zu Gries gelagert. Die Speicher bieten optimalen Schutz vor Mäusen und Vögeln. Der wärmespeichernde Granit der Gebäude ist der ideale Lebensraum für Eidechsen, wie die Iberische Gebirgseidechse oder die Perleidechse.

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Bedrohte Tiere im Nationalpark: Iberische Wölfe

22:50 – 25:46

Der Nationalpark beherbergt die letzten 40 Exemplare des Iberischen Wolfs. Die Menschen fürchten die Wölfe von alters her, weil sie ihr Vieh reißen. Auch heute fallen jährlich etwa acht Wölfe unerlaubt gelegten Fallen oder Giftködern zum Opfer. Wie lange die Wölfe noch ihrer Ausrottung trotzen können, ist ungewiss.

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Segen und Fluch: EU-Subventionen für Tierhaltung

25:46 – Ende

Die Subventionierung für die Haltung von Nutztieren führt zu einer steigenden Zahl von Kühen, Ziegen und Pferden und verlockt sogar Nicht-Landwirte zu deren Anschaffung. Diese Übernutzung der Landschaft gefährdet wiederum den Bestand der Wildtiere.