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Inhalt

Einsatz der Filme im Unterricht

Ziele und Auswirkungen der Sendungen

Die Inhalte der Filmabenteuer orientieren sich an der Erfahrens- und Fantasiewelt der Grundschulkinder. Dabei werden die besonderen lernpsychologischen und methodisch-didaktischen Grundlagen des frühen Fremdsprachenlernens berücksichtigt, insbesondere das Hörverstehen und die entsprechenden Reaktionen der Kinder. Weitere Ziele der Sendungen sind interkulturelles Lehren und Lernen sowie eine Sensibilisierung für Französisch und Freude am Erlernen von Sprachen. Die Kinder werden motiviert französisch zu sprechen und orientieren sich dabei an der authentischen Sprache der Figuren. Sie lernen, dass sich Sachverhalte und Situationen in verschiedenen Sprachen ausdrücken lassen.

  • Die Filme (Rechte: SWR)
  • Jérôme (Rechte: SWR)

Ziele und Auswirkungen der Sendungen

  • Gemeinsames Erleben einer Fernsehsendung
  • Aufarbeitung in Gemeinschaft
  • Starke Motivation
  • Freude an den spannenden Handlungen
  • Authentisches Sprachmaterial
  • Sprachbad durch Einsprachigkeit
  • Nonverbale Verstehenshilfen durch die Filmhandlungen
  • Freude an den kleinen Szenen und Abenteuern
  • Förderung des Hörverstehens
  • Anreize zum Erlernen von Fremdsprachen
  • Anregungen zum Nachsprechen
  • Erweiterung und Vertiefung des kommunikativen Wortschatzes
  • Vermittlung von Landeskunde

Methodisch-didaktische Hinweise

Die Kinder tauchen ins "Sprachbad" und lernen den kleinen Gnom Jérôme und seine Kameraden kennen: den knurrigen Hund Arthur, die schwerhörige Katze Catherine und den plappernden Papagei Paul. Die Freunde reisen mit dem Wohnmobil durch verschiedene Regionen Frankreichs und mit ihnen lernen die Zuschauer Land und Leute ein wenig kennen. Neben den sprachlichen und interkulturellen Zielen vermittelt die Sendereihe innerhalb der Szenen die Werte von Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

  • Catherine & Paul (Rechte: SWR)

Zum Einsatz der Sendungen sollte genügend Zeit eingeplant werden, um sie mehrmals anzuschauen, das Hörverstehen zu überprüfen und zu bearbeiten.

Es ist sinnvoll, die Folgen aufzuzeichnen, um sie bei Bedarf jederzeit einsetzen zu können.

Die zauberhaften Episoden bereiten den Kindern Freude, sie erleben einen lustvollen Umgang mit Französisch und werden motiviert, sich der Sprache zu öffnen und sie mit allen Sinnen aufzunehmen und - ohne Druck - selbst französisch zu sprechen. Die Szenen bieten eine authentische und kommunikative Sprache und schulen Wahrnehmung und Aussprache der Zuschauer.

Jede Episode der Sendereihe bietet ein in sich geschlossenes Erlebnis in einer bestimmten Region Frankreichs und kann unabhängig von den anderen Sendungen eingesetzt werden. Es ist keine bestimmte Reihenfolge vorgesehen. Jeder Film ist mit so genannten Sollbruchstellen aufgebaut. An diesen Stellen, zum Beispiel Szenenwechsel, Auftreten einer neuen Person, kann der Film sinnvoll unterbrochen werden, um mit den jeweiligen Szenen zu arbeiten.

Beispiele für den Einsatz von Bild und Ton

Bei Vorentlastung der Redemittel erkennen die Schüler Redewendungen wieder und freuen sich Französisch zu verstehen. Manche Kinder sprechen schon bald von sich aus Strukturen oder Schlüsselwörter mit.

Die Redewendungen können aber auch durch die Sendung eingeführt und intuitiv erfasst werden. Eine Übersetzung ins Deutsche ist dabei nicht notwendig, denn die Handlungen der Figuren sind eindeutig, ihre Sprache ist klar und verständlich.

  • Arthur (Rechte: SWR)

Meistens werden ein wieder Erkennen bekannter und eine Einführung neuer Redemittel oder Varianten miteinander verknüpft.

Die Kinder hören die authentische Sprache und können sich beim Nachspielen, Erzählen, Transfer an der korrekten Aussprache und dem Tonfall orientieren. Wiederholtes Anschauen einer Episode oder einer ausgewählten Szene bietet den Kindern aber auch Lehrern Aussprachehilfen an.

Beispiele für den Einsatz von Bild ohne Ton

In der Regel schauen die Schülerinnen und Schüler die Filmsequenzen mit Ton an, um sie als Ganzes mit mehreren Sinnen aufzunehmen.

Wenn ihnen die Sendung bekannt ist, kann sie ohne Ton abgespielt werden. Sie identifizieren sich mit den Figuren und ahmen deren Sprache nach. Dabei werden sowohl die originalen kommunikativen Redewendungen als auch Abwandlungen akzeptiert.

  • Das Wohnmobil (Rechte: SWR)

Kindern mit Sprachkenntnissen könnte eine Folge ohne Ton angeboten werden. Sie bilden Hypothesen zu den Redewendungen. Beim Einschalten des Tons überprüfen und korrigieren sie ihre Vermutungen.

Beim Betrachten von Standbildern äußern die Kinder sich zu den Situationen, verwenden bekannte Wörter und Strukturen und erweitern ihren produktiven Wortschatz. Dabei haben die Lehrer eine ausgezeichnete Möglichkeit der Verstehensbeobachtung.

Anregungen zur Arbeit nach den Sendungen

Im Anschluss an eine Sendung oder an einer vorgesehenen Bruchstelle im Film bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, in direktem Zusammenhang mit der Handlung zu arbeiten oder von hier aus andere Zusammenhänge zu finden.

  • Jérôme & Arthur (Rechte: SWR)

Beispiele:

  • Nachspielen der Filmszenen durch Personen, Puppen, Schattenfiguren
  • Foliengeschichte auf dem OHP
  • Übernahme der Dialoge
  • Variieren der Dialoge
  • Suchrätsel bei einem Standbild
  • Erzählen zu einem Standbild
  • Fragen u. Antworten als Hörverstehensübung
  • Basteln zur Handlung mit französischen Arbeitsanweisungen
  • Erzählen: J'ai rencontré un gnome. Je suis un gnome.
  • Ein Gericht zubereiten
  • Nachbilden im Schuhkarton : Le camping-car de Jérôme et de ses amis (Innenansicht)
  • Kim Spiele: Qu' est-ce qui manque dans le camping-car (Grafik des Wohnmobils)

Die Arbeitsmaterialien im Sonderheft bieten Vorlagen für Spiele, Noten, Liedtexte und Arbeitsblätter ohne und mit Schrift.

Die interaktive CD-ROM bietet Übungen verschiedener Schwierigkeitsgrade im Zusammenhang mit den einzelnen Episoden. Wenn die Übungen erfolgreich durchgeführt werden, gelangen die Kinder zu einem lustigen Spiel und gewinnen eine Trophäe.

  • Arthur (Rechte: SWR)
  • Catherine (Rechte: SWR)
  • Jérôme (Rechte: SWR)

Zauberwelt des kleinen Gnom

Kinder im Grundschulalter lieben Märchen und Fantasiegestalten und sind bereit, sich in ihre Welt einzufühlen. Jérôme, le petit gnome, und die sprechenden Tiere sind Schlüssel zu dieser Zauberwelt. Sie bieten einen Anreiz, die Fantasiewelt Frankreichs, Deutschlands und weiterer Länder, zum Beispiel die der Herkunftsländer heutiger Grundschüler, zu betrachten. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene traditionelle Welten der Märchen und Sagen kennen, Gemeinsamkeiten zu finden und Unterschiede zu akzeptieren. Diese Zauberwelt bietet eine Fülle von Anregungen für die musischen Fächer, zu fächerverbindenden Themen, Projekten oder zum Beispiel zu Schulfesten.

  • Paul (Rechte: SWR)

Beispielhafter Unterrichtsverlauf (Filme)

Um die Sendereihe erfolgreich einzusetzen, werden einige formale und medienpädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Formale Schritte

  • Die Sendungen stehen den Lehrkräften der Schule als Videos zur Verfügung (selbst aufgenommen oder beim Landesmedienzentrum erworben)
  • Terminabsprache im Kollegium um die Verfügbarkeit des Fernsehgerätes zu bestimmten Zeiten zu garantieren, sei es im Medienraum oder in der Klasse.
  • Die Handhabung der Technik sollte geläufig sein.
  • Planung von ausreichend Zeit
  • Genaue Kenntnis der ausgewählten Episode
  • Auswahl von Redemitteln und Wortschatz zur näheren Bearbeitung

Beispiel für einen möglichen Unterrichtsverlauf (in 20-30-minütigen Sequenzen) unter Berücksichtigung medienpädagogischer Aspekte

  • Die Klasse sieht den ganzen Film gemeinsam an. Die erste Begegnung mit einem Abenteuer wirkt als abgerundete Geschichte auf die Kinder. Das Sprachbad des Films wird durch die szenische Darstellung unterstützt. Die Kinder konzentrieren sich auf die Handlung und berichten im Anschluss, was sie gesehen haben. Dies geschieht in der Regel in der Muttersprache.
  • Die Lehrkraft bestätigt die kindlichen Beobachtungen, wiederholt sie auf Französisch und setzt zum besseren Verständnis parasprachliche Elemente wie Mimik und Gestik ein.

Festigung

  • Bild des Handlungsortes Wohnwagen oder der Gegend zum Anmalen, als Suchbild, als Anmaldiktat ... Durch diese Fixierung behalten die Kinder den Handlungsablauf nachhaltig.

Aufgreifen und Wiederholung der Handlung

  • Der Lehrer merkt, wo die Kinder den größten Erinnerungsschwerpunkt legen, diese Stelle wird noch einmal angesehen.
  • Die Kinder berichten, welche Ausdrücke sie verstanden haben.

Einsatz von Schrift

  • Die bekannten Redewendungen werden schriftlich fixiert, eventuell in Form von Sprechblasen, als Dialog, als "Purzelsatz", im Wörtersack etc.
  • Die Kinder bekommen die korrekte Vorlage durch den Lehrer. Sie arbeiten anschließend mit dem schriftlichen Material durch Richtigstellen, Einfügen, Zuordnen, Lesen.
  • Die Lehrkraft überprüft den richtigen Umgang mit dem Schriftbild.

Auswahl einer Szene mit Handlung und Dialog

  • Die Kinder schauen und hören besonders aufmerksam, denn anschließend dürfen sie in die Rolle der Filmfiguren schlüpfen und die Rollen spielen und dazu reden.
  • Ein passender Gegenstand hilft bei der Identifikation mit einer der Filmfiguren. Nachspielen einer oder mehrer Szenen.
  • Einige Kinder sprechen frei nach, andere brauchen Unterstützung durch den Lehrer oder ein Kind als "Souffleur".
  • Auch nonverbale Kommunikationsmittel werden eingesetzt.

Alternativen oder Ergänzungen

  • "Synchronisation" - Schüler übernehmen Teile der Sprechrolle einer Filmfigur, während der Film ohne Ton läuft.
  • Schüler spielen eine ausgewählte Szene mit Plüschtieren und einer Puppe als "Jerôme".
  • Transfer einer Szene in eine Alltagssituation.

Vertiefende Arbeit

  • Frage- und Antwortspiel zur Handlung oder zum Schauplatz, innerhalb oder außerhalb des Wohnwagens, zum Beispiel:
    Suchspiel: Im Wohnwagen: Où est ... sous ... sur ... dans ...
  • Kennen lernen der Gegend durch kindgerechtes Bildmaterial, zum Beispiel einer Landkarte mit Bildern der neuen Freunde und typischen Symbolen
  • Einsatz weiterer Arbeitsblätter
  • Einsatz der CD-ROM
  • Alle Formen der Freiarbeit

Neuer Wortschatz

  • Die Kinder der Grundschule werden ganzheitlich durch das Sprachbad des Films, Spiel, Rätsel, CD- ROM, Arbeitsblätter, Schreib- und Lesematerial an die neuen Strukturen herangeführt und gehen im Rahmen der Verstehensmethode mit dem neu erworbenen Wortschatz um. Ein analytischer Lehrgang ist nicht altersgemäß.
  • Erst Schüler der weiterführenden Schulen bekommen einen systematischen Zugang zur Sprache.

Zusammenfassung

  • Die Klasse schaut den Film noch einmal als Ganzes an. Wer möchte darf mitsprechen.
  • Die Schüler sehen sich den Film mit einer vorher formulierten Aufgabenstellung an.
  • Die Lösung dieser Aufgabe kann ggf. allein, als Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen.

Ziel

  • Die einzelnen Arbeitsschritte liegen zeitnah zusammen, müssen aber nicht nahtlos aufeinander folgen.
  • Die einzelnen Arbeitsschritte sind variabel, in jedem Fall soll aber die erste Präsentation der Sendung als Ganzes erfolgen.