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Die CD-ROM im Unterricht

Methodisch-didaktische Hinweise

Die Verstehensmethode im frühen Fremdsprachenlernen respektiert eine individuelle Progression vom Hörverstehen zum aktiven Sprechen. Die CD-ROM zur Serie "Le petit gnome" wird dieser Spracherwerbspädagogik absolut gerecht. Als attraktives Medium zum individuellen Sprachenlernen fördert sie die Sprachkenntnisse und vertieft bekannte Sprachstrukturen vor allem durch eigenes konkretes Handeln und Bearbeiten. Der Einsatz der CD-ROM bringt für Lerner eine hohe Motivation und fördert individuelle Kompetenzen und den Umgang mit neuen Arbeitstechniken.

Die kommunikative Sprache entspricht den Vorgaben für frühes Fremdsprachenlernen und ist der Erfahrungs- und Lebenswelt der Kinder angemessen. Die Kinder hören Französisch ausschließlich in perfekter Aussprache. Abenteuer und Übungen vermitteln das "Sprachbad", sie fördern durch die anschaulichen Animationen das Hörverstehen und TPR (Total Physical Response) und führen zu aktivem Sprechen. Die benutzten Strukturen werden auf reale Situationen übertragen.


Die CD-ROM vermittelt

• Freude am Umgang mit der Sprache
• Stärkung der Konzentrationsfähigkeit
• Bereitschaft zum Umgang mit der Zielsprache
• Unmittelbares Anwenden von Wortschatz und Strukturen
• Übertragbarkeit auf reale Situationen
• Aktivierung verschiedener Lernkanäle
• Mut zum Ausprobieren
• Direkte Erfolgserlebnisse
• Chancen der Selbstkorrektur
• Schülerorientierte Übungen
• Beliebige Wiederholungen in vielfachen Variationen
• Kurze Lern- und Übungsphasen
• Hörtraining und Ausspracheschulung
• Eigenverantwortliches Lernen
• Wissen und Landeskunde
• Grundfertigkeiten im Umgang mit dem PC
• Selbstorganisation
• Altersgemäßen Umgang mit einem Lernprogramm
• Förderung der Feinmotorik
• Soziale Kompetenz durch Absprachen unter den Schülerinnen und Schülern

Die CD-ROM kann in der ganzen Grundschulzeit und darüber hinaus eingesetzt werden. Die Variationen der Aufgaben und ihre Schwierigkeitsgrade richten sich an verschiedene Lernstufen. Im Rahmen des selbst gesteuerten Lernens und Arbeitens stellt der Einsatz der CD-ROM ein ideales Arbeitsklima her, da die Kinder sehr gern mit modernen Medien arbeiten und keine Scheu haben die Technik zu benutzen.

Louvre (Quelle: SWR - Screenshot aus der Lernsoftware)

Der Einsatz der CD-ROM

  • Gendam (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

Sind die technischen Voraussetzungen in der Schule vorhanden, besucht die Klasse den PC-Raum der Schule und die Kinder bearbeiten zeitgleich, jedoch in ihrem individuellen Rhythmus, die Übungen. Durch die Vernetzung kann sich die Lehrerin oder der Lehrer jederzeit ein Bild über die Arbeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler machen.

Bei Nutzung vorhandener PCs in einem Computerraum der Schule durch mehrere Klassen ist es umso notwendiger einen genauen Stoffverteilungs- und Zeitplan für den Einsatz der CD-ROM festzulegen um effektiv arbeiten zu können.

Viele Schulen haben diese Möglichkeiten noch nicht, können aber dennoch die CD-ROM sehr gut in den Unterricht einbinden, zum Beispiel im Rahmen von Freiarbeit, Wochenplan, Stationen oder Lerntheke. In diesem Fall stehen ein oder besser mehrere PCs zur Verfügung, sei es im Klassenzimmer oder in einem Raum, welcher der Klasse zugänglich gemacht werden kann.

Wenn die Klasse PCs im eigenen Raum hat, kann nach der Installation der CD jederzeit damit gearbeitet werden. Die PCs müssen mit Lautsprechern versehen sein; idealerweise benutzen die Schüler Kopfhörer um ungestört arbeiten zu können, aber auch um die Mitschüler bei anderen Aktivitäten nicht zu stören. Wenn mehrere Kinder an einem Gerät arbeiten möchten, lernen sie, sich selbst zu organisieren und die Reihenfolge der Benutzung zu regeln.

Auch zu Hause setzen die Kinder gern die CD-ROM als aktives Medium ein, mit dem sie spielerisch die Sprache üben. Die Vielfalt der Variationen erfordert immer wieder eine aktive Bearbeitung und verhindert mechanisches Anklicken.

Beschreibung der interaktiven CD-ROM am Beispiel der Station Bourgogne

  • Gnom und Hund (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

Die CD-ROM ist installiert und somit jederzeit schnell einsatzbereit. Das Kind sucht sich beim ersten Mal ein Bildsymbol aus, unter dem es sich in Zukunft immer wieder einwählen kann. Wenn die CD-ROM ohne Einsatz der Fernsehserie bearbeitet wird, müssen Kenntnisse über Land und Leute vorab im Unterricht vermittelt werden. In jeder Station gibt es ein Abenteuer, das die Landeskunde aufgreift und zu den Übungen führt.

Die Station "Bourgogne" zeigt die Freunde, die neben einem Kanal auf einer Wiese picknicken. Durch Anklicken werden die Personen zum Leben erweckt, auch die Gegenstände können "sprechen". Die Benutzer können sich beim Anklicken genügend Zeit lassen, um selbst die gehörten Strukturen nachzusprechen. Durch Wiederholung kann eine Redewendung immer wieder gehört und eventuell nachgesprochen werden.

Nachdem die Personen ein Boot bestiegen haben, steuert das Kind das Schiff in eine Schleuse. Durch die richtige Bedienung verschiedener Hebel wird das Prinzip der Schleuse veranschaulicht. Am Ziel angekommen, verkostet Jerôme den Wein der Bourgogne und bekommt den Schlüssel zu einem verwunschenen Schloss. Im Ahnensaal herrscht ein heilloses Durcheinander. Das Anklicken eines Gegenstandes öffnet jeweils eine Übung.

  • Die Übungen weisen verschiedene Schwierigkeitsgrade auf, die den verschiedenen Entwicklungsstufen der Benutzer angepasst sind.
  • Die einfachsten Übungen sind auch ohne jegliche Französischkenntnisse zu lösen und wenden sich an die Wahrnehmung und das optische Gedächtnis (in der Art von Memory). Durch Anklicken werden beispielsweise Tierpaare gesucht. Hier soll das Kind selbst die gefundenen Tiernamen nachsprechen. Die Arbeitsgeschwindigkeit wird dabei individuell gesteuert.
  • Einige Übungen sprechen das Hörverstehen in einfacher oder auch komplexerer Form an. Durch Anklicken verschiedener Personen zeigen die Schüler, dass sie die Äußerungen verstanden haben. In einer anderen Übung sollen Eigenschaften genannter Begriffe, die bildlich dargestellt sind, erkannt und durch vrai / faux-Symbole bestätigt werden. Durch das individuelle Tempo gibt es immer wieder Gelegenheit zum Nachsprechen von Wortschatz und Strukturen.
  • Bei Übungen zur Hördiskriminierung (akustische Wahrnehmungsschulung) werden Wörter mit ähnlich klingenden Lauten voneinander unterschieden und durch Anklicken visualisiert und bestätigt.
  • Werden bei einer Übung zum Beispiel Tiere gesucht, dann ertönt bei richtiger Lösung sofort die Tierstimme. Bei anderen Kombinations- oder Suchübungen wird die richtige Lösung durch einen positiven Verstärker, hier ein "Jubelruf", bestätigt.
  • Bei einigen Übungen wird die "drag'n drop-Technik" angewandt, die auch eine sofortige Erfolgsmeldung beinhaltet, indem die kombinierten Dinge, Personen oder Tiere von der Bildfläche verschwinden. Bei falschen Lösungen bekommt man ein negatives Signal und kann einen weiteren Versuch starten, solange, bis es klappt.
  • Spezielle Aufgaben mit Schrift wenden sich an größere Kinder und kombinieren optische und akustische Wahrnehmung. In diesen Übungen wird richtiges Lesen und Schreiben trainiert.

Wenn eine Übung korrekt zu Ende geführt wurde, hört das Kind eine positive Bestätigung. Im Ahnensaal ist der zuvor angeklickte Gegenstand aufgeräumt. Wenn alle Aufgaben ordnungsgemäß gelöst wurden, muss noch eine letzte Schwierigkeit überstanden werden: Im Ahnensaal schwirren Gespenster mit einer Eisenkugel am Fuß. Wenn diese Kugeln sehr schnell mit Pfeilen abgeschossen werden, erscheinen die Porträts der Vorfahren in den Bilderrahmen. Das Spiel macht viel Spaß und erfordert Geschicklichkeit im Umgang mit der Maus.

Sprachliche Ziele der Übungen

• Festigung des Vokabulars zum Themenkreis: Tiere, Familie, Kleidung und persönliche Eigenschaften
• Situative Redewendungen kennen lernen
• Erkennen von einfachen und komplexeren Aussagen
• Farbadjektive hören und verstehen
• Vrai - Faux-Entscheidungen treffen
• Hörverstehen im Bereich von Aussagen
• Erkennen von Verneinungen
• Bestätigung und Verneinung
• Benennen von Tierpaaren beim Spiel "Fais des paires"
• Korrektes Nachsprechen
• Hörverstehen der Frage: Où est ...
• Äußerung von Gefühlen und Befindlichkeiten
• Verstehen von Aktivitäten
• Aussagen zur Landeskunde verstehen und entsprechend reagieren