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10.000 Kilometer von Paris entfernt, zwischen Madagaskar und Mauritius, ragt ein kleiner Teil Frankreichs aus dem Indischen Ozean: die tropische Vulkaninsel La Réunion, einst Sklavenkolonie, heute ein gleichberechtigtes Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Trotz rasanten Bevölkerungswachstums und hoher Arbeitslosigkeit entwickelte sich die Insel zum Schaufenster Frankreichs im Indischen Ozean - dank Milliarden-Subventionen aus Paris und Brüssel. Einzigartig ist das Völkergemisch. Kreolen, Weiße und Schwarze, Inder, Chinesen und Madegassen leben auf Réunion friedlich zusammen. Auch die verschiedensten Religionen, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten, begegnen sich mit Respekt. Nicht weniger eindrucksvoll ist die Natur: 3000 Meter hohe Berge und ein Vulkan, der immer noch aktiv ist, tropischer Regenwald, bizarre Felsschluchten und Wasserfälle. Der Film porträtiert das Leben auf der Insel aus der Perspektive zweier junger Leute. Der achtzehnjährige Luciano studiert Tourismus und träumt von einer Karriere als Sänger. Er ist stolz auf seine réunionesische Herkunft, möchte auf der Insel bleiben und mithelfen, sie weiterzuentwickeln. Ganz anders denkt seine Freundin Emmanuelle. Sie ist 16, geht aufs Gymnasium, fühlt sich nach Europa hingezogen, träumt von einem Leben in Deutschland. Ihr ist die Insel zu klein.
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10.000 Kilometer von Paris entfernt ragt die tropische Vulkaninsel La Réunion aus dem indischen Ozean, ein französisches Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Dort leben der achtzehnjährige Luciano, der von einer Karriere als Sänger träumt, und die 16jährige Emmanuelle, die es nach Europa zieht.
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Für Lucianos Eltern und Geschwister ist es nicht leicht, Arbeit zu finden. Luciano studiert Tourismus, um eine bessere Zukunft zu haben.
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Auf La Réunion leben zahlreiche ethnischen Gruppen, die den verschiedensten Religionen angehören, friedlich zusammen. Auch Emmanuelles Familie ist weltoffen.
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Lucianos Studium ist praxisorientiert und vielversprechend, denn der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsbereich der Insel. Die eindrucksvolle Natur lockt viele Urlauber an und wird auch von den Einheimischen genossen. Dennoch sehen viele Jugendliche ihre berufliche Zukunft in Europa.
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Zuckerrohr ist noch immer der Hauptexportartikel der Insel - hochsubventioniert. Doch immer weniger Menschen können von der Landwirtschaft leben: Die Lebenshaltungskosten sind hoch. Fast alles, was man zum modernen Leben braucht, wird eingeführt.
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Ein Sklavenmuseum erinnert an die Kolonialzeit und liefert Luciano wichtige Eindrücke. Die meisten Réunionesen stammen von Sklaven ab und hatten - wie Emmanuelles Großeltern bis vor kurzem noch ein hartes Leben. Heute hat sich der Lebensstandard zwar an Europa angepasst, doch die Bevölkerung leidet unter der hohen Arbeitslosigkeit.
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Im wilden Südosten wächst die berühmte Bourbon-Vanille. Im Gewürzgarten denkt Emmanuelle über ihre Zukunft nach.
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Beim Musikwettbewerb zählt Luciano leider nicht zu den Gewinnern. Um sich zu trösten geht er mit Emmanuelle am Vulkan spazieren, der die beiden Jugendlichen immer wieder fasziniert.
