zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Hintergrund: Biomüll

Kostbarer Müll mit Klimaschutzfaktor

  • Ansicht auf eine Kompostieranlage mit großen Bergen von Biomüll. Kompostieranlage: Biomüll vor der maschinellen Sortierung; Rechte: WDR

Bioabfall ist fester Bestandteil im System der Abfall-Kreislaufwirtschaft Deutschlands. Inzwischen entfallen etwa 30-40 Prozent des gesamten Abfallaufkommens auf Biomüll. Aus Biomüll wird im heimischen Garten oder in großen Anlagen Kompost hergestellt, der mehr und mehr mineralische Düngemittel ersetzen soll.

Pro Jahr werden circa 13 Millionen Tonnen Bioabfälle in Kompostieranlagen und Biogasanlagen verwertet. Jährlich wird in Deutschland ungefähr 4 Millionen Tonnen Kompost aus Biomüll hergestellt. Die Kompostierung von Biomüll ist ein biologisches Verfahren: Der Prozess der Zersetzung (Verrottung oder Verwesung) wird durch Zufuhr von Sauerstoff oder durch Kleinstlebewesen in Gang gesetzt.

Die Verwertung von Bioabfall zu Kompost leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Würde der Abfall auf Deponien ausgebracht werden, würde sich hier das klimaschädliche Methangas bilden, welches zum großen Teil in die Atmosphäre gelangen könnte.

Ohne Mülltrennung geht es nicht

Abfalltrennung ist eine Sache der persönlichen Disziplin. Nur konsequente Abfalltrennung kann einen sinnvollen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen leisten. Trennung, Recycling und Verwertung sind feste Bestandteile einer nachhaltigen Art und Weise zu wirtschaften. Es liegt also in der Hand eines jeden Menschen, zu dieser Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beizutragen.

  • Restmüll
  • Bioabfall
  • Altpapier
  • Altglas
  • Grüner Punkt für Verpackungen
  • Sondermüll
  • Sperrmüll
  • Metall-Sperrmüll in einigen Gemeinden
  • Elektronikschrott
  • Gartenabfälle
  • Altkleidersammlung für Textilien
  • Vor einem Einfamilienhaus stehen eine Hausmülltonne, eine Tonne für Abfälle mit dem Grünen Punkt und eine kleinere Tonne für Bio-Abfälle.

    Mülltrennung: Gelbe, braune und die schwarze Tonne; Rechte: picture-alliance/ZB

  • Müllwagen mit drei Müllmännern bei der Albholung der schwarzen Mülltonne.

    Müllabfuhr bei der Restmüllsammlung; Rechte: WDR

  • Müllabfuhr sammelt Abfallcontainer mit Restmüll ein.

    Zielsetzung: Müll trennen und Müll vermeiden; Rechte: dpa

Die braune Tonne

  • Ein LKW entlädt einen Container mit Biomüll Biomüll wird in der Kompostierungsanlage angeliefert; Rechte: WDR
  • Blick in eine Kompostieranlage. Ein Mietenbehandlungsgerät schichtet den Kompost um; Rechte: WDR

In vielen Gemeinden gibt es zum Sammeln von Biomüll die so genannte „braune Tonne“ oder die "Biotonne". In die braune Tonne dürfen alle organischen Abfälle tierischer oder pflanzlicher Herkunft, die in einem Haushalt oder in einem Betrieb anfallen. Voraussetzung ist, dass der Abfall von Mikroorganismen, Lebewesen wie etwa Würmer oder durch Enzyme abgebaut werden kann. Erst nach diesem Vorgang des Abbauens und Zersetzens ist der Biomüll zu Kompost geworden.

Die braune Tonne ist vielerorts nicht unumstritten. Nicht etwa, weil der Sinn, aus Müll Kompost zu machen, angezweifelt würde. Vielmehr stehen – insbesondere in der wärmeren Jahreszeit – eine höhere Geruchsbildung und ein höheres Aufkommen von Fliegen in der Diskussion. Hierzu hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eine Studie durchgeführt, die wertvolle Hinweise zur Bestückung von braunen Tonnen gibt, was Gestank und Ungeziefer vermeiden hilft.

Interaktive Kompostieranlage

Die einzelnen Arbeitsschritte einer Kompostieranlage zeigt unsere Animation. Von der Biomüll-Anlieferung bis zum fertigen Kompost werden alle Vorgänge einer solchen Anlage gezeigt.

MultimedialZur interaktiven Grafik [Flash]
Multimedial