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Sendungsinhalt: Unter Tage

Zahlreiche Kohlegruben und rauchende Schornsteine prägten das Bild des Ruhrgebiets. In vielen Zechen förderten tausende Bergleute Kohle zu Tage. Das „Schwarze Gold“ war so begehrt, dass viele Gastarbeiter aus anderen Ländern nach Deutschland kamen, um als Bergleute zu arbeiten: In ihrer Heimat gab es kaum Beschäftigung, und die Arbeit „unter Tage“ wurde gut bezahlt.

Einer von ihnen ist Apostolos Bodolas, der vor mehr als 30 Jahren seine Heimat Griechenland verlassen und lange als Bergmann im Ruhrpott gearbeitet hat. Inzwischen ist er im Ruhestand und besucht jetzt noch einmal seinen alten Arbeitsplatz, die Zeche „Auguste Victoria“. Sie ist eine der letzten aktiven Bergwerke im Ruhrgebiet.

Zusammen mit einem Steiger geht es mehr als 1.000 Meter in die Tiefe. Hier ist es heiß und stickig, die Maschinen verursachen viel Lärm. Da ist die richtige Ausrüstung wichtig: zum Beispiel die Stirnlampe mit Akku und der Gehörschutz. Inzwischen gibt es auch explosionssichere Unter-Tage-Computer, mit denen die Bergleute wichtige Daten abrufen können – etwa den aktuellen Strom- und Wasserverbrauch sowie die geförderte Menge Kohle.

Apostolos Bodolas hat der Ausflug zu seinem alten Arbeitsplatz gefallen. Doch auch wenn heute alles etwas einfacher geworden ist und er auch manchmal die Kameradschaft mit den „Kumpels“ vermisst – anstrengend ist es unter Tage noch immer, und wieder hier arbeiten möchte er nicht mehr.

  • Ein Förderturm der Zeche Zollverein.Bild aus alten Tagen: Fördertürme sind im Ruhrgebiet selten geworden; Rechte: akg-images