zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
Die Arbeit in der Stahlproduktion ist anstrengend und manchmal auch gefährlich: Die Hitze am Hochofen, wo aus festem Eisenerz flüssiges Eisen geschmolzen wird, ist enorm. Und wenn dann der Stahl „gekocht“ wird, also die Unreinheiten des Eisens verbrannt werden, dann herrschen Temperaturen um die 2000 Grad Celsius.
Wie mehrere tausend andere Arbeiter verdiente auch Helmut Laakmann sein Geld in einem Stahlwerk. Vom Hafenangestellten arbeitete er sich zum Chef der Stahlkocher hoch. Schon sein Vater und auch sein Großvater waren in den Hüttenwerken Duisburg-Rheinhausen beschäftigt.
Doch in den 1980er Jahren sinkt die weltweite Stahl-Nachfrage und im November 1987 will die Firma Krupp die Stahlhütte „Duisburg-Rheinhausen“ schließen. Tausende Beschäftigte haben Angst um ihre Arbeit und demonstrieren gegen die Schließung. Helmut Laakmann wird zum Anführer der Stahl- und Eisenarbeiter, organisiert Demonstrationen, hält Reden und verhandelt mit Politikern, um die Schließung zu verhindern. Viele Menschen unterstützen die Arbeiter bei ihrem Kampf, der mehrere Monate andauert. Rheinhausen wird durch die Medien in ganz Deutschland bekannt.
Die Anstrengungen der Stahlarbeiter können die Schließung des Werks zwar nicht verhindern, sind aber trotzdem nicht vergebens: Obwohl die Hüttenwerke Rheinhausen abgerissen werden, wird niemand sofort entlassen: Es gibt großzügige Sozialpläne und Krupp verspricht 1.500 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Stahlarbeiter demonstrieren gegen den Stellenabbau; Rechte: dpa