zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Unterricht: Gut und Böse

Themen:

Gut, Böse, Moral

Fragen:

  • Was ist gut und was ist böse?
  • Was ist ein guter Mensch?
  • Können Menschen nur gut oder nur böse sein?
  • Kann man böse handeln mit guter Absicht? Ist das noch böse?
  • Was sind gute Taten?
  • Zu sehen sind zwei Schatten mit bösem Gesichts, einer hat ein Messer in der Hand, der andere einen Sack mit gestohlenem Geld. Gewalt und Raub sind böse, darüber sind sich alle einig; Rechte: WDR

Einstieg:

Die Schülerinnen und Schüler denken zunächst darüber nach, was für sie selbst gut und böse bedeutet. Gut und Böse begegnen den Kindern im Märchen, wo es die guten und die bösen Figuren "in Reinform" gibt. Darauf können sie zunächst Bezug nehmen: An welche bösen Figuren erinnern sie sich? Warum sind sie böse und wie kann man sie charakterisieren?

Auf Arbeitsblatt 1 "Was ist gut und böse" malen sie ein Bild der bösen Märchenfigur und schreiben dazu, warum sie böse ist. Auf der rechten Seite des Arbeitsblatts können sie unabhängig von Märchenerfahrungen eintragen, was für sie böse ist. Im Unterrichtsgespräch können Eigenschaften gesammelt werden, die die Märchenfiguren böse machen, zum Beispiel Missgunst, Neid, Falschheit oder Habgier.

Mit Arbeitsblatt 2 "Begriffe" nähern sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema über ähnliche Wörter. Sie sortieren die Adjektive danach, ob sie das Gleiche bedeuten wie gut oder böse, zum Beispiel gemein, hilfsbereit, wütend, höflich,... An der Tafel wird die Einordnung gezeigt und besprochen. Die Kinder begründen, warum zum Beispiel wütend nicht dasselbe ist wie böse.

Im Anschluss schaut die Klasse gemeinsam den Film an und diskutiert darüber, was den Schülerinnen und Schülern spontan einfällt.

Dokumentendownload

  • Knietzsche erschreckt über den bösen Schatten, den er auf den Zaun wirft. Gut und Böse ist nicht immer so einfach zu unterscheiden; Rechte: WDR

Gut und böse wie Licht und Schatten

Anders als im Märchen, ist gut und böse im richtigen Leben in der Regel nicht getrennt, meint Knietzsche. Jeder Mensch ist auch mal böse. Stimmen die Kinder zu? Kennen sie Situationen, in denen sie auch schon einmal böse waren? Im Unterrichtsgespräch sammeln sie solche Situationen. Im Film hat Knietzsche Beispiele genannt: "Man ist sauer und schlägt um sich. Man ist neidisch und vermiest dem andern das, was er Tolles hat."

Dass Töten und Stehlen böse ist, darauf kann man sich schnell einigen. Dafür gibt es seit Jahrhunderten moralische Maßstäbe. Gesetze stellen Taten, die anderen Menschen oder der Allgemeinheit schaden, unter Strafe. In Religionen werden moralische Maßstäbe aufgestellt, was gutes und schlechtes Handeln ist. Die Schülerinnen und Schüler können die zentralen Gebote und Verbote im Christentum und Islam recherchieren (Arbeitsblatt 3 "Religionen"). Sind die Gebote im Islam dieselben wie im Christentum? Informationen darüber findet man unter anderem in der Reihe "Religionen der Welt".

Welche Gebote und Verbote finden die Kinder in der Klasse wichtig? Jedes Kind überlegt sich ein Gebot. In den Unterrichtsvorschlägen zum Thema "Gerechtigkeit" schlagen wir vor, Klassenregeln aufzustellen. Dieses Arbeitsblatt (AB 6 "Klassenregeln") können Sie eventuell auch hier verwenden, oder Sie schließen das Thema Gerechtigkeit an.

Link: Religonen der Welt

Knietzsche meint: "Leider kann einem keiner ganz genau sagen, was gut und was böse ist, weil Licht und Schatten ineinander übergehen. Je nachdem, wo du stehst, sehen die Dinge anders aus." Arbeitsblatt 4 "Gute Gründe finden" setzt sich damit auseinander. Die Kinder überlegen zunächst Situationen, in denen Böses vielleicht gar nicht so böse gemeint war oder man Gutes nicht erkannt hat. Knietzsches Beispiel: "Schummeln kann sogar gut sein, wenn man damit jemanden aus der Patsche helfen will. (...) Dass Klauen böse ist, weiß jeder. Aber wird es vielleicht gut, wenn man es jemandem schenkt, der es viel dringender braucht als der Beklaute?"

Dokumentendownload

  • Knietzsche steht neben einem Jungen mit einem Hut. Gute Taten machen einen Mensch gut; Rechte: WDR

Gute Taten

Knietzsche sagt: "Weil der Mensch ein Rudeltier ist und allein sein doof findet, hat sich das Gute im Laufe der Jahrtausende Gott sei Dank besser durchgesetzt. Jeder möchte gemocht werden und das Leben in einer guten Welt funktioniert besser und ist auch viel schöner." Aber wie geht "gut sein" eigentlich? Wie merken andere, ob man gut ist? Die Schülerinnen und Schüler sammeln Ideen im Unterrichtsgespräch.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", so hat es Erich Kästner ausgedrückt. Zum Abschluss können die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen sammeln, was man Gutes tun kann – was sind gute Taten, die jede und jeder einfach im Alltag umsetzen kann?

Dokumentendownload