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Sendungsinhalt: Wie Hannelore überlebt hat

"Jud, Jud, Jud! Hepp, hepp, hepp!" rufen Kinder schon der dreijährigen Hannelore hinterher. Doch bald kommt es noch schlimmer: In der Pogromnacht 1938 wird Hannelores Vater verhaftet, weil er Jude ist. Als er endlich aus dem Gefängnis entlassen wird, zieht die Familie von Hennef nach Köln.
Doch in der anonymen Großstadt ist das Leben für Juden auch nicht einfacher: Sie dürfen bei Bombenangriffen nicht in öffentliche Luftschutzräume flüchten, können nicht ins Theater oder ins Kino gehen, müssen Telefone und Radioapparate abgeben und immer den gelben Judenstern als Kennzeichen tragen.

Die Eltern lassen Hannelore im Juni 1941 schließlich katholisch taufen, um sie zu schützen. Im nahegelegenen Kloster erklärt Schwester Cypriana ihr die Evangelien und lehrt sie, dass die Juden Jesu ans Kreuz geschlagen hätten. Hannelore ärgert sich mehr und mehr über ihre jüdische Herkunft, die nur Nachteile zu bringen scheint. Doch dann wird ihre beste Freundin Inge deportiert und Hannelore begreift, dass die Verfolgung keine Strafe Gottes, sondern ein großes Unrecht ist.

  • Hannelore Jakoby im Interview.Hannelore Jakoby erinnert sich gut an ihre Kindheit in Köln; Rechte: WDR
  • Eine alte Postkarte, abgeschickt im Februar 1944 in Theresienstadt.Aus dem Konzentrationslager schrieb ihre Freundin Inge Postkarten; Rechte: WDR