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Sendungsinhalt: Verschickt

Wenn sie schnell liefen, konnten Anne und ihre Eltern den Bunker in fünf Minuten erreichen. Und sie liefen fast jede Nacht, wenn Kampfflugzeuge der Amerikaner und Engländer Köln bombardierten. Doch eines Tages wird Annes Schule während der Unterrichtszeit bombardiert. Als die Kinder und Lehrer aus den Trümmern befreit werden, steht fest: Sie werden in ein Kinderlager nach Schlesien evakuiert.

Der Abschied von ihren Eltern fällt Anne schwer und das Stück Schokolade von ihrer Mutter kann sie nur etwas über ihren Schmerz hinweg trösten. Das Leben in dem ehemaligen Rittergut in der Nähe von Bunzlau ist vom morgendlichen Fahnenappell, Stubenappell und militärischem Drill geprägt; die BDM-Führerinnen sind streng. Anne fühlt sich allein und einsam. Sie macht sich Sorgen um ihre Familie und hat schreckliches Heimweh.

Nach fast einem Jahr rückt die Front nach Bunzlau vor. Annes Vater holt sie endlich ab und bringt sie in das völlig zerstörte Köln zurück. Der Moment, als sie an der Hand ihres Vaters durch das Tor des Rittergutes in die Freiheit schritt, sei der schönste ihres Lebens gewesen, erinnert sich Anne Frambach heute.

  • Vier Mädchen liegen in ihren Hochbetten in einem düsteren, kargen Raum.Anne hasst das trostlose Leben im Kinderlager; Rechte: WDR
  • Zwei Mädchen in Uniform.Die BDM-Mädchen machen Anne das Leben schwer; Rechte: WDR