zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Sendungsinhalt: Tod im Römerpark

Es ist ein brutaler Überfall, der sich an einem Spätsommertag 1936 im Kölner Römerpark ereignet. Der achtjährige Halbjude Hans Abraham Ochs spricht einen Jungen aus der Hitlerjugend an, den Bruder von seinem Freund Peter. Der fühlt sich provoziert, er und die anderen aus seiner Gruppe beginnen auf Hans Abraham einzuschlagen. Als er auf schon dem Boden liegt, treten sie ihn so lange, bis er sich nicht mehr rührt. Wenig später, am 30. September 1936, stirbt Hans im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Ob es tatsächlich der Bruder von einem Freund war und ob es in dem Streit wirklich um Zigarettenbildchen ging, wie es in der Sendung dargestellt wird, lässt sich heute kaum noch klären. Doch der Kern der Geschichte ist wahr: Hans Abraham Ochs wurde an diesem Tag tatsächlich von einer Gruppe Hitlerjungen zu Tode geprügelt. Sein Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd trägt die Inschrift: "Hans Abraham Ochs. Umgekommen durch eine irregeleitete Jugend". Heute erinnert außerdem ein "Stolperstein" vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Ochs in der Kölner Südstadt an den brutalen Überfall im Römerpark.

  • Szene aus der Sendung, die den Darsteller von Hans Abraham in Nahaufnahme zeigt.Hans Abraham in einer Spielszene auf der Parkbank; Rechte: WDR
  • Ein in den Gehweg eingelassener Stein mit dem Namen und den Lebensdaten von Hans Abraham Ochs.Ein Stolperstein erinnert heute an Hans Abrahams Schicksal; Rechte: WDR