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Ausschnitt aus der Sendung
Djibrilla ist 14 Jahre alt und lebt in der Sahara im östlichen Niger. Als Tuareg-Nomade wohnt er mit seiner Familie in einem der traditionellen Tuareg-Zelte. Zur Schule geht Djibrilla nicht, aber er hilft jeden Tag beim Hüten und Melken der Kamele seiner Familie. Kamelmilch ist für die Tuareg ein wichtiger Nahrungsbestandteil, die Tiere dienen außerdem als Transportmittel durch die Wüste. Jedes Jahr ziehen die Männer der Tuareg mit Hunderten von Kamelen quer durch die Wüste zu den Salzoasen tief in der Sahara. Dort tauschen sie Schafe gegen das lebensnotwendige Salz.
Der Film begleitet die Salzkarawane, die Djibrilla schon zum vierten Mal mitmacht. Er und sein älterer Bruder Mustapha durchstehen Tage in der glühend heißen Wüste, in denen sie neben den schwerbeladenen Kamelen herlaufen. Auf dieser erschöpfenden Reise gibt es kaum Wasser. Abends müssen die Kamele abgeladen, morgens wieder beladen werden - das ist Knochenarbeit! Für die Tuareg bedeutet die beschwerliche Reise jedoch mehr als eine wirtschaftliche Notwendigkeit: Indem sie die Strapazen überstehen, beweisen sie sich selbst ihre Mannesehre.
© Text: Claudia Heidenfelder
Djibrilla gehört zum Nomadenvolk der Tuareg. Die Tuareg weiden ihre Kamele am Rande der Sahara.
Zu Djibrillas täglichen Pflichten gehört das Melken der Kamele.
Djibrilla geht nicht zur Schule. Die Sprache der Tuareg lernt er von seinem Volk. Besonders auf den langen Reisen, auf die die Jungen schon früh mitgenommen werden, lernen sie von den Erwachsenen.
Menschen und Tiere benötigen Salz zum Überleben. Jahr für Jahr holen die Tuareg das Salz auf dem Rücken ihrer Kamele und transportieren es über 600 km quer durch die Wüste.
Salzkarawane: auch das Heu für die Kamele muss mitgenommen werden.
Mit einem Kameltanz verabschieden sich die Männer von ihren Familien und Freunden. Einen Monat werden die Männer mit der Salzkarawane unterwegs sein.
Das schlimmste Stück der Reise führt durch die Sanddünen. Außer Sand gibt's da gar nichts.
Die Reise ist anstrengend für Mensch und Tier. Deshalb werden nur die kräftigsten Kamele mitgenommen. Trotzdem gehen manchmal Tiere ein.
Die Leute in Fashi sind ganz anders als die Tuareg. Sie leben ständig hier, weil es Wasser gibt.
Am zehnten Tag erreicht die Karawane die Oase Fashi.
Die Leute lassen Salzwasser an der Sonne verdunsten. So gewinnen sie Salz. Salz ist bei der Hitze in der Wüste das Wichtigste - wer nicht genug Salz bekommt wird immer schwächer.
Diese Stangen sind aus rohem Salz. Die Tuareg tauschen ihre Schafe gegen die Salzstangen ein.
