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Sendungsinhalt: Im Rhythmus der Straße (Mosambik)

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Im Rhythmus der Straße (Mosambik)

Ausschnitt aus der Sendung

Adolfo ist ein schwarzer Junge aus Mosambik. Das Land war bis 1992 vom Bürgerkrieg heimgesucht. Immer noch ist dieser Krieg ein zentrales Thema, was z.B. in den Texten der traditionellen Chopi-Musiker zum Ausdruck kommt. Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Familien wurden auseinandergerissen und Landminen fordern bis heute ihre Opfer. Adolfo lebt mit seiner Mutter, seinen beiden Schwestern und deren Kindern in Inhambane, der ältesten Stadt von Mosambik. Sie wohnen in einem alten Steinhaus, in dem Adolfo ein sehr kleines Zimmer hat. Deshalb hält er sich meistens auf der Straße auf. Adolfo ist aber nicht nur zum Spielen unterwegs. Der Junge muss arbeiten, weil das Geld, das seine Mutter durch den Straßenhandel mit Erdnüssen verdient, nicht zur Ernährung der Familie ausreicht. Er bezeichnet sich als Fremdenführer, weil er einzelne Touristen durch die Stadt führt. Er spricht sie auf der Straße an, trägt ihre Taschen und zeigt ihnen die Stadt. Wenn er keinen Job findet, geht er zum Hafen und sucht Arbeit bei den Fischern.

Oft trifft Adolfo seinen Freund Anacio. Sie setzen sich auf die Straße und spielen Karten oder Basketball. Als Ball dient eine Kokosnuss. Manchmal gehen die beiden auch in der Umgebung von Inhambane an den Strand und schwimmen im Indischen Ozean.

Adolfo begleiten wir auch zur Schule, die er - im Gegensatz zu anderen Kindern aus Mosambik - abends besucht. Sein Berufswunsch ist es, einmal Lehrer zu werden. Er wünscht sich Klassen, in denen die Kinder mehr als ein Buch haben. Er überlegt sich aber auch, ob er Fremdenführer werden soll, weil er durch die steigenden Touristenzahlen gute Einkommensmöglichkeiten erwartet.

  • Impressionen Mosambik
  • Mutter Adolfos
  • Tanz der ChopiIn ihren Liedern singen die Chopi, die Menschen im Süden Mosambiks, über den Krieg, der 1992 endete.
  • Wohnhaus von Adolfo, in der Nähe des Zentralmarktes.

  • Adolfos Verwandte

    Adolfo wohnt zusammen mit zwei Schwestern, deren Kinder und seiner Mutter.

  • Schlafstätte von Adolfo. Der Raum ist so winzig, dass er lieber den ganzen Tag auf der Straße verbringt.

  • Adolfo und Anacio spielen Karten

    Oft hängt Adolfo mit seinem Freund Anacio herum.

  • in der Schule

    In Mosambik gehen die Kinder tagsüber zur Schule. Adolfo geht erst abends zum Unterricht, da er tagsüber Geld verdienen muss.

  • Unterricht am Abend: die Schüler warten auf ihre Lehrerin.

  • Marktbesucher

  • Markttreiben

    Adolfos Mutter hat keinen Garten. Um ein bisschen Geld zu verdienen, verkauft sie Erdnüsse, die sie bei einem Händler eingekauft hat. Es reicht aber nicht für die ganze Familie. Deshalb muss Adolfo auch arbeiten.

  • Auf dem Markt verkaufen die Frauen Obst und Gemüse aus ihren Gärten. Aber es gibt auch die verschiedensten Fische aus der Bucht, Garnelen, Krabben und Muscheln.

  • Adolfo als Touristenführer auf dem Markt

    Adolfo schaut sich die Touristen genau an, um die Richtigen anzusprechen. Er bietet ihnen seine Hilfe als Reiseführer an, doch manche halten ihn zuerst für einen Bettler.

  • Adolfo bietet den Touristen an, ihre Taschen zu tragen.

  • Adolfo als Touristenführer auf dem Markt

    Oder er handelt für sie gute Preise an den Marktständen aus. Damit verdient er sich ein Trinkgeld.

  • Frauen auf dem Markt

    Die Frauen bestimmen auf dem Markt. Die Männer haben nichts zu sagen.

  • Markt bei Regen

    Adolfo hat den Regen gern, weil er alles wachsen lässt. Aber der Regen vertreibt die Touristen. Adolfos Geschäft läuft nur, wenn die Sonne scheint.

  • Um sauberes Wasser zu haben, graben die Mosambikaner Löcher in den Boden. Darin sammelt sich das Wasser.

  • Adolfo auf einem Kokosbaum. Er sucht eine dicke Nuss. Mit den Kokosnüssen spielen die Jungen Basketball und besonders gerne trinken sie die Kokosmilch.

  • Wenn es auf dem Markt keine Arbeit gibt, dann versucht Adolfo es am Hafen. Die Männer nehmen ihn in ihrer Dhow mit, wenn er verspricht, beim Segeln zu helfen.

  • Wenn eine Fähre kommt, gibt es Arbeit: Waren und z.B. auch Hühner für den Markt müssen übers Wasser getragen werden.