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Sendungsinhalt: Der Ruf der Ahnen (Swasiland)

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Der Ruf der Ahnen (Swasiland)

Ausschnitt aus der Sendung

Simangele lebt im Königreich Swasiland, fernab von jeder Stadt und abgeschirmt von den Einflüssen der modernen Welt. Simangele verkörpert in vielfacher Weise das Leben im traditionellen Afrika. Sie wohnt in einem Hüttendorf und wächst in einer Großfamilie auf. Zu dieser Familie gehören der Vater, vierzehn Mütter und 73 Geschwister. Das Familiensystem ist also polygam. Ihr Vater ist ein großer Heiler, den viele Kranke aufsuchen. Der Film gibt Einblicke in seine Arbeit. Die von ihm verabreichten Medikamente, meist Pflanzenpulver aus gesammelten Wildpflanzen, stellt er selbst her. Häufig hilft ihm Simangele dabei. Hat Herr Mbapane Schwierigkeiten mit der Diagnose einer Krankheit, so ruft er einen Ahnen an. Dafür wirft er eine Handvoll Muscheln, Amulette und Knochen. Die Familienmitglieder beginnen zu trommeln. Eine seiner Frauen wird dabei in Trance versetzt, so dass der angerufene Vorfahre durch sie sprechen kann. Die Ahnen helfen nicht nur bei der Diagnose von Krankheiten, sie erscheinen auch im Traum und berufen auserwählte Nachfahren dazu, ebenfalls Heiler zu werden. Diese Berufung vergleicht Simangele mit der Berufung christlicher Priester. Das Mädchen erklärt, dass sie und ihre Familie dem Christentum angehören.

Simangele hilft nicht nur dem Vater, sie ist häufig - wie alle anderen Mitglieder der Großfamile - mit Hausarbeit beschäftigt, z.B. mit Putzen, Kochen, dem Aufpassen auf jüngere Geschwister und mit dem Wasserholen im Tal. Das Leben des Swasi-Mädchens ist durch und durch traditionell. Trotzdem hat sie eine Vorstellung vom modernen Leben. Obwohl sie noch nie ferngesehen hat, ist es ihr Traum, für das Fernsehen zu arbeiten. Sie glaubt nämlich, dass sie dann viel tanzen kann.

  • Impressionen SwasilandSimangele lebt im Königreich Swasiland - weit entfernt von jedem Dorf und jeder Stadt, jenseits der Welt der Computer und Fernseher.
  • Simangeles Mütter
  • Simangeles Geschwister

    Simangele wächst in einer Großfamilie auf. Sie hat einen Vater, 14 Mütter und mehr als 73 Geschwister. Wenn sie noch die Enkel ihres Vaters dazunimmt, kann sie nicht einmal genau sagen, wie viele Familienmitglieder es sind.

  • Ahnentanz

    In Swasiland ehrt man verstorbene Familienmitglieder. Auch über den Tod hinaus werden die "Alten" um Rat und Hilfe ersucht.

  • singende Frauen
  • Simangeles Vater, Herr Mbapane, ist ein großer Heiler. Sein Wissen hat er sich vom Vater angeeignet.

  • Im Geschichtsunterricht geht es heute um die großen Erfindungen. Simangele hat noch nie telefoniert.

  • Schulklasse

    Simangele geht gerne mit vielen Brüdern und Schwestern zur Schule. Einmal war sie in einer Klasse, die nur aus Kindern ihres Vaters bestand.

  • Früh morgens räumt Simangele ihr Zimmer auf, das sie sich mit einer älteren Schwester teilt.

  • Es gibt verschiedene Wohnbereiche. Die älteren Brüder leben getrennt von den Schwestern und den kleineren Kindern. Die Mütter und der Vater leben in einem eigenen Gebäude.

  • Die größeren Mädchen helfen beim Essenmachen. Mais wird zu einem Pulver zerstoßen.

  • Erdnüsse werden zu einem Brei zermahlen, der als Bratfett dient.

  • Alle kochen in einer Kochhütte. Jede Mutter macht mit ihrer ältesten Tochter das Essen für die jeweilige Familie. Die Hauptnahrung ist Maismehl, das gemahlen und zu einem Brei verkocht wird. Dazu gibt's Gemüse.

  • In ganz Afrika sind traditionelle Heilmethoden weit verbreitet. Simangele wird von ihrem Vater in die Zeremonien eingebunden.

  • Bei einem Patienten macht Simangeles Vater Hautschnitte. In die Schnittstelle wird Pflanzenpulver eingerieben. Die Wirkung ist ähnlich wie die einer Spritze.

  • Das Feld von Simangeles Vater.

  • Gemüsefeld

    Die Familienmitglieder ernten das Gemüse. Einen Teil essen sie selbst, einen Teil verkaufen sie, um andere Lebensmittel kaufen zu können.

  • Zum Heilen werden wilde Wurzeln und Gräser verwendet. Der Vater hilft, die Pflanzen zu sortieren.

  • Die Pflanzen werden zerhackt und an der Sonne getrocknet. Danach werden sie zu einem feinen Pulver zermahlen und zu Medizin vermischt.

  • Zum Wasserholen muss man ins Tal gehen.

  • Bevor Simangeles Vater mit der Arbeit anfängt, kleidet er sich und legt seinen Perlenschmuck an. Alles was er trägt, hat mit seiner Arbeit als Heiler zu tun.

  • Wenn Simangeles Vater nicht weiß, was einem Patienten fehlt, wirft er eine Handvoll Muscheln, Amulette und Knochen.

  • Eine von Simangeles Müttern wird mit Trommelmusik in Trance versetzt, und nimmt dann Kontakt mit den Vorfahren auf. Simangeles Vater studiert ihre Gesten genau und erkennt so, welche Medizin der Patient braucht.