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Bilder vom Mauerbau werden mit entsprechenden Medienberichten verbunden. Man sieht zwei Versionen: Die Meldung über die Geschehnisse im DDR-Fernsehen und die aus der Tagesschau. Im Westen sprach man von "Zwang und Verboten", während die DDR-Sendung den Mauerbau als etwas Normales darstellte. Der ehemalige Chefredakteur des DDR-Fernsehens wird interviewt.
1957 strahlte die ARD die erste politische Fernsehsendung aus. Neben Angriffen auf den Kommunismus berichtete man positiv über Militär und NATO. Der ehemalige NDR-Redakteur Diercks gibt zu, dass man "instrumentalisiert" wurde.
In der DDR wurde über die Medien gegen die NATO und den Westen Stimmung gemacht. BRD-Kanzler Konrad Adenauer wurde zum Feind erklärt. Man warf ihm Rüstungswahn vor. DDR-Journalisten durften nicht frei berichten. "Der Schwarze Kanal" machte Propaganda gegen den Westen.
Der Westen antwortete auf die DDR-Propaganda mit eigenen Angriffen. Die DDR schlug zurück. Der Kalte Krieg hatte den Äther erfasst. Im Interview sprach ARD-Moderator Thilo Knott von "Lügen" und nannte die Berichterstattung im Osten "eine Schande".
Die Unterschiede der Systeme wurden deutlich: In der ARD wurde in Magazinen wie "Panorama" zunehmend die eigene Regierung kritisiert, was im Osten nicht möglich war. Kanzler Adenauer versuchte, den unabhängigen Redaktionen die Arbeit zu erschweren. Die regierungskritischen Journalisten wurden als "Kommunisten" geschmäht. In der DDR sah man kritische Westsendungen gerne und fühlte sich dadurch bestätigt. Man setzte weiterhin auf Propaganda, die Staatspartei SED diktierte, wie und worüber berichtet wurde.
Kanzler Adenauer wollte ein Gegengewicht zur unabhängigen ARD schaffen und plante, einen regierungstreuen Sender zu installieren. Das Verfassungsgericht untersagte das. Stattdessen ging das ZDF auf Sendung. Der Sender bezog eindeutige Position gegen die DDR.
