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Sendungsinhalt: Kalter Krieg im Äther - Die Anfänge

Szenenüberblick

DDR-Grenzer beim Mauerbau prügelt auf Zivilisten ein. Bildunterschrift: Das Fernsehen zeigt den Bau der Mauer; Rechte: WDR
00:00 – 01:56

Die Mauer wird gebaut

Bilder vom Mauerbau werden mit entsprechenden Medienberichten verbunden. Man sieht zwei Versionen: Die Meldung über die Geschehnisse im DDR-Fernsehen und die aus der Tagesschau. Im Westen sprach man von "Zwang und Verboten", während die DDR-Sendung den Mauerbau als etwas Normales darstellte. Der ehemalige Chefredakteur des DDR-Fernsehens wird interviewt.

Moderator in einer Zentrifuge. Er sitzt in einem Stuhl, sein Gesicht ist verzerrt. Bildunterschrift: West-Moderatoren machten militärische Tests; Rechte: WDR
01:56 – 06:56

Die Anfänge des Fernsehens im Westen

1957 strahlte die ARD die erste politische Fernsehsendung aus. Neben Angriffen auf den Kommunismus berichtete man positiv über Militär und NATO. Der ehemalige NDR-Redakteur Diercks gibt zu, dass man "instrumentalisiert" wurde.

Eine Karikatur, die Adenauer mit Hitler gleichsetzt. Bildunterschrift: Das DDR-Fernsehen vergleicht Adenauer mit Hitler; Rechte: WDR
06:56 – 14:15

Die Anfänge des DDR-Fernsehens

In der DDR wurde über die Medien gegen die NATO und den Westen Stimmung gemacht. BRD-Kanzler Konrad Adenauer wurde zum Feind erklärt. Man warf ihm Rüstungswahn vor. DDR-Journalisten durften nicht frei berichten. "Der Schwarze Kanal" machte Propaganda gegen den Westen.

Moderator Thilo Knott im Anzug und mit Brille. Bildunterschrift: Moderator Thilo Knott im Anzug und mit Brille; Rechte: WDR
14:15 – 17:48

Reaktionen und Provokationen

Der Westen antwortete auf die DDR-Propaganda mit eigenen Angriffen. Die DDR schlug zurück. Der Kalte Krieg hatte den Äther erfasst. Im Interview sprach ARD-Moderator Thilo Knott von "Lügen" und nannte die Berichterstattung im Osten "eine Schande".

Logo der Fernsehsendung "Panorama". Bildunterschrift: Magazine wie "Panorama" kritisierten die eigene Regierung; Rechte: WDR
17:48 – 23:33

Westfernsehen kritisiert Regierung

Die Unterschiede der Systeme wurden deutlich: In der ARD wurde in Magazinen wie "Panorama" zunehmend die eigene Regierung kritisiert, was im Osten nicht möglich war. Kanzler Adenauer versuchte, den unabhängigen Redaktionen die Arbeit zu erschweren. Die regierungskritischen Journalisten wurden als "Kommunisten" geschmäht. In der DDR sah man kritische Westsendungen gerne und fühlte sich dadurch bestätigt. Man setzte weiterhin auf Propaganda, die Staatspartei SED diktierte, wie und worüber berichtet wurde.

Schild mit der Aufschrift "Zweites Deutsches Fernsehen Studio Eschborn". Bildunterschrift: 1963 wird das eher konservative ZDF gegründet; Rechte: WDR
23:33 – 27:57

Das konservative ZDF entsteht

Kanzler Adenauer wollte ein Gegengewicht zur unabhängigen ARD schaffen und plante, einen regierungstreuen Sender zu installieren. Das Verfassungsgericht untersagte das. Stattdessen ging das ZDF auf Sendung. Der Sender bezog eindeutige Position gegen die DDR.