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Sendungsinhalt: Heißer Jazz im Kalten Krieg - Benny Goodman in der Sowjetunion

Szenenüberblick

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00:00 - 05:08

Eine musikalische Reise hinter den eisernen Vorhang

Zwischen den USA und der Sowjetunion herrscht Kalter Krieg. Trotzdem kommt es im Frühjahr 1962 zu einer Sensation: Zum ersten Mal tourt eine amerikanische Jazzband durch Russland. Benny Goodman geht mit seiner Big Band auf Konzertreise. Politischer Hintergedanke der USA: Der Jazz soll die Menschen mitreißen und ihnen den freien "American way of life" zeigen.

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05:09 - 10.27

Ankunft im Überwachungsstaat

Benny Goodman und seine Musiker haben längst eine eingeschworene Fangemeinde in der Sowjetunion. Seit Mitte der 1950er Jahre sendet der Radiosender "Voice of America" Jazzsendungen um die ganze Welt. Die Musiker wurden vom amerkanischen Außenministerium auf das kommunistische Land vorbereitet. Denn sie sollen Amerikas Kunst und Kultur würdig vertreten und stehen außerdem während ihres Aufenthaltes unter ständiger Beobachtung durch den sowjetischen Geheimdienst.

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09:28 - 15:22

Moskau

Das erste Konzert in Moskau ist das Ereignis des Jahres. Jeder will eine Karte haben. Doch die sind vor allem Parteifunktionären vorbehalten. Nach den Konzerten wird die Band abgeschirmt. Auch beim Sightseeing scheuen sich die Menschen davor, mit der Band in Kontakt zu treten. Noch immer ist es in der Sowjetunion verboten, ohne staatliche Genehmigung mit Ausländern in Kontakt zu treten. In der UdSSR herrscht trotz oberflächlicher Normalität ein Klima der Angst und Unterdrückung.

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15:23 - 20:31

Schwarz und weiß

Zweite Station der Konzertreise: Sotschi am Schwarzen Meer. Besonders die schwarzen Bandmitglieder sorgen hier für Aufsehen. In den sowjetischen Medien wird die USA für ihre Rassendiskriminierung kritisiert. Dass jetzt Schwarze und Weiße gemeinsam in einer Jazzband spielen, ist für die Sowjetunion ein Schlag, für die USA hingegen gute Propaganda. Die Jazzmusiker hingegen müssen erleben, wie Fans verprügelt und von ihnen gewaltsam ferngehalten werden.

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20:32 - 26:47

Die heimliche Jamsession

Letzte Etappe der Konzertreise: Die Stadt Leningrad, das heutige St. Petersburg. Die Begeisterung in Leningrad ist grenzenlos, die Band spielt viele Zugaben. Nach einem Konzert gelingt es sowjetischen Jazzmusikern, ihre Idole zu treffen. Doch die geheime Jamsession bleibt nicht unentdeckt. Der KGB verfolgt die sowjetischen Musiker und verbietet ihnen weitere Treffen.

Bildunterschrift:
26:47 - 30:47

Abschied für immer

Am 8. Juli 1962 reist Benny Goodmann mit seiner Band zurück in die USA – ein Abschied für immer, denn den sowjetischen Jazzmusikern ist eine Konzertreise in die USA während der Ära Chruschtschow nicht gestattet. Doch die einstigen Fans gehen weiter ihrer Leidenschaft nach. Sie machen die „Musik der Freiheit” in der ganzen Sowjetunion bekannt.