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Links und Literatur

Link-Tipps auf Planet Schule

  • Externer LinkSpuren der NS-Zeit

    Die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten hat Spuren hinterlassen. Auch nach über 60 Jahren sind sie lesbar – in Gebäuden und Gedenkstätten, auf Gedenktafeln, an Gedenktagen. Sie mahnen zur Wachsamkeit, sollen eine fortdauernde Erinnerung wachrufen, auch für eine Zeit, in der die Zeitzeugen dieser menschenverachtenden Diktatur nicht mehr leben werden. Filme und umfangreiche Hintergrundinformationen.

  • Externer LinkDie Juden im Mittelalter: Verfolgung und Vertreibung

    Mit dem ersten Kreuzzug 1095 findet die friedliche Duldung der Juden im Rheintal ein Ende. Überall hetzen Demagogen gegen die "Christusmörder" und beschuldigen die Juden der ungeheuerlichsten Verbrechen. Es kommt zu ersten Pogromen und Vertreibungen. In mehreren Wellen der Verfolgung spitzt sich die Lage der Juden in Europa immer weiter zu. Zweiter Teil der Sedereihe „Die Juden im Mittelalter“. Umfangreicher Wissenspool: Hintergrundmaterial und Multimedia-Anwendungen: Jüdischer Festkalender, Zeitreise Judentum, die Synagoge, koscheres Essen.

  • Externer LinkDie Stadt im späten Mittelalter: Gassen, Ghettos, Baubetrieb

    Die Sendung aus der fünfteiligen Reihe „Die Stadt im späten Mittelalter“ beschäftigt sich mit den Profan- und Sakralbauten und dem häuslichen Leben in der Stadt des späten Mittelalters. Geschildert wird u.a. das Leben und Arbeiten im Haus in unterschiedlichen sozialen Schichten. In der Beschreibung des Judenghettos von Speyer kommen die besondere rechtliche Stellung der Juden und die Hintergründe der Pogrome zum Ausdruck. Umfangreicher Wissenspool: Hintergrundmaterial, DVD-ROM und Lernsoftware.

  • Externer LinkOft bin ich bang - Kindheit unter Hitler

    Die NS-Zeit für Grundschülerinnen und -schüler fassbar machen - dieser Herausforderung stellt sich die vierteilige Sendereihe. Exemplarisch schildert sie die Schicksale von vier Kindern und erzählt von der Angst um den Vater an der Front, von Bombenangriffen, Verfolgung, Tod und Überleben. In Spielszenen, Interviews mit Zeitzeugen und Dokumentaraufnahmen werden ihre Erlebnisse nachgezeichnet. Wissenspool mit umfangreichem Hintergrundmaterial und multimedialer Zeitreise „Kindheit unter Hitler“.

  • Externer LinkKriegsende an Rhein, Ruhr und Weser

    Am 7. März 1945 ist in Aachen das Naziregime schon besiegt, die Zeit der amerikanischen Besatzung hat begonnen. Augenzeugen berichten, wie US-Truppen Köln erobern. In Dortmund, beginnt die Gestapo mit Massenhinrichtungen von Zwangsarbeitern. Zwei Wochen später überqueren US-Truppen den Rhein bei Wesel. Anfang April ist das Ruhrgebiet von den Alliierten komplett eingekesselt – mittendrin noch 325.000 deutsche Soldaten. In diesen Wochen erleben die Menschen noch schwere Bombenangriffe. Begleitend zu den drei Filmen finden sich im Wissenspool umfangreiche Arbeitsmaterialien für den Unterricht.

Link-Tipps auf Planet Wissen

  • Externer LinkDrittes Reich

    Mit zahlreichen Hintergrundtexten und vielen historischen Fotos beleuchtet Planet Wissen verschiedene Aspekte des Themenkomplexes Drittes Reich. Unter anderem geht es um die Geschwister Scholl, Dietrich Bonhoeffer und das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, aber auch um Auschwitz und die nationalsozialistische Rassenlehre.

  • Externer LinkNationalsozialistische Rassenlehre

    Die Rassenlehre der Nationalsozialisten war die konsequente und mörderische Weiterführung der Rassentheorien des 19. Jahrhunderts. Die nationalsozialistische Propaganda arbeitete mit Begriffen aus der Biologie, um ihren Rassenwahn als eine endgültige Wahrheit darzustellen, die sich aus den natürlichen Gegebenheiten begründete. Umfangreiches Video- und Hintergrundmaterial.

Allgemein:

  • Externer LinkLebendiges virtuelles Museum Online

    LeMO, das lebendige, virtuelle Museum Online, liefert eine Übersicht über die deutsche Geschichte seit 1871. Im Kapitel "Der Zweite Weltkrieg" finden die Schüler Informationen zum KZ Auschwitz und zu den Hintergründen der Judenverfolgung. Begriffe wie "Selektion" und "Euthanasie" werden verständlich erklärt.

  • Externer LinkJuden in Polen

    Auf dieser Seite können die Inhalte zweier Ausstellungen online angeschaut werden. Eine Ausstellung behandelt die Geschichte von Juden in Polen, die andere porträtiert Anne Frank. Zudem wird Dawid Rubinowicz vorgestellt, ein jüdischer Junge, der im KZ Treblinka umgebracht wurde und wie Anne Frank ein Tagebuch führte.

Zu Auschwitz:

  • Externer LinkGedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau

    Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ist heute ein Museum. Die Homepage umfasst umfangreiche Informationen zur Geschichte des KZs und zahlreiche Bilder und Originaldokumente, die den Alltag im Lager illustrieren. Die Seite gibt es in einer englischen und einer polnischen Version.

  • Externer LinkPlanet Wissen – Auschwitz

    Die Themenseite von Planet Wissen beschreibt das Mädchenorchester in Auschwitz, das von einer jüdischen Musikerin geleitet wurde, und beleuchtet die "Kultur nach Auschwitz". Zudem werden die Hintergründe der Auschwitz-Prozesse erklärt und der Jurist Fritz Bauer, der als Staatsanwalt an den Prozessen beteiligt war, vorgestellt.

  • Externer LinkJuden in Oswiecim

    Das Jüdische Zentrum in Oswiecim gibt mit Hilfe einer Zeitleiste einen raschen Überblick zur Entwicklung jüdischen Lebens in der Stadt von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis heute. Das Jüdische Zentrum wurde im September 2000 eröffnet und umfasst ein Museum, eine Synagoge und ein Pädagogisches Zentrum.

  • Externer LinkDas Ende des Schweigens - Auschwitzprozesse

    Der Hessische Rundfunk hat ein Webspecial zu den Frankfurter Auschwitzprozessen erstellt. Die Schüler können sich originale Tonaufnahmen von den Prozessen anhören und Videos und Bilder ansehen – auch der IG-Farben. Jeder Komplex wird durch einen Einleitungstext ergänzt, Hintergrundinformationen können heruntergeladen werden.

  • Externer LinkAuschwitz through the lens of the SS

    2007 überließ ein Offizier der US-Army dem United States Holocaust Memorial Museum ein Fotoalbum, das er 1946 in Frankfurt gefunden hatte. Das Album enthält Bilder, die SS-Soldaten in Auschwitz zeigen – teils bei offiziellen Anlässen, teils in sehr privaten Momenten wie bei Ausflügen. Die Fotos können online angesehen werden.

Zu IG-Farben:

  • Externer LinkWollheim Memorial

    Das Wollheim Memorial in Frankfurt erinnert an den Juden Norbert Wollheim, der im KZ Auschwitz-Monowitz inhaftiert war, für die I.G. Farben Zwangsarbeit leisten musste und das Unternehmen nach Kriegsende auf Entschädigung verklagte. Die Internetseite informiert ausführlich über die Hintergründe des Falls.

Geschichte Polens

  • Externer LinkBundeszentrale für politische Bildung: Geschichte Polens

    Heft 273 der "Informationen zur politischen Bildung" thematisiert Polen. Der Link führt zu dem Artikel "Tausend Jahre wechselvoller Geschichte", der verschiedene Stationen der polnischen Vergangenheit beleuchtet. Auch die anderen Texte des Heftes sind online verfügbar.

Zeitzeugenbefragung/Oral History

  • Externer LinkLMU München – Materialbörse

    Die SUPRA-Materialbörse der LMU München ist eine fachdidaktische Sammlung, die Unterrichtssequenzen zu verschiedenen Themen umfasst. Zum Lernfeld Zeit und Geschichte gehört eine Seite zum Thema Oral History, die erklärt, wie Zeitzeugen in den Unterricht eingebunden werden können.

  • Externer LinkGeschichtsunterricht online – Oral History in der Schule

    Histoprim – Geschichtsunterricht online ist ein Projekt der Arbeitsgruppe Geschichte des Luxemburgischen Unterrichtsministeriums. Der Schwerpunkt zur Didaktik der Geschichte enthält den Unterpunkt Oral History, hier finden Lehrer die wichtigsten Informationen zu diesem Thema.

Stille Helden

  • Externer LinkGedenkstätte "Stille Helden"

    Die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin erinnert an jene Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden beistanden. Auf der Webseite gibt es zahlreiche Informationen zum Thema, unter anderem zwei Beispielfälle.

  • Externer LinkGedenkstätte Deutscher Widerstand

    Die Berliner Gedenkstätte erinnert an Widerstand gegen das NS-Regime aus allen Schichten. Das Internetangebot beinhaltet eine Reihe von Dossiers mit Texten und Bildern sowie eine umfassende, alphabetisch geordnete Datenbank mit Biographien deutscher Widerständler.

  • Externer LinkBerliner, die uns halfen, die Hitlerdiktatur zu überleben

    Die Jüdin Ilse Rewald schilderte nach dem Krieg in einem Vortrag die packende Geschichte ihres Lebens im Versteck. Sie und ihr Mann hatten mit der Hilfe vieler Bekannter in Berlin überlebt.

  • Externer LinkThe Righteous among the Nations

    Seit 1953 verleiht die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem den Titel "Gerechter unter den Völkern" an die Menschen, die während der Massenvernichtung der Juden nicht wegschauten, sondern halfen. Die Webseite informiert in englischer Sprache über den Titel und die Schicksale.

  • Externer LinkNicht alle waren Mörder

    Das umfassende Dossier zu dem gleichnamigen SWR-Film enthält viele Hintergrundinformationen und Schilderungen von Schicksalen der Retter und Geretteten.

Kirche im Dritten Reich

  • Externer LinkKirchen im NS-Regime

    LeMO, das "Lebendige virtuelle Museum Online", informiert in einem umfassenden und gut recherchierten Text über das ambivalente Verhältnis der Kirche zum NS-Staat.

Flüchtlingspolitik

  • Externer LinkDie Schweiz und die Flüchtlinge

    In Band 17 der Publikationen der von der Schweizer Regierung eingesetzten Unabhängigen Expertenkommission, die sich mit der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg befasst, geht es um die Behandlung der Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie werden in diesem PDF zusammengefasst.

  • Externer LinkDie Schweiz im Zweiten Weltkrieg

    Der Schweizer Hobbyhistoriker Markus Jud hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf seiner Website eine umfassende Geschichte der Schweiz zusammenzustellen. Er befasst sich unter anderem mit der Frage, warum Hitler die Schweiz nicht angegriffen hat und wie die Schweizer Flüchtlingspolitik aussah.

Literatur zur Sendereihe

Geschichte lernen – Heft 76: Oral History
Erhard Friedrich Verlag, Seelze/Velber, 2000 Heft Nummer 76 der Zeitschriftenreihe Geschichte lernen umfasst Artikel und Aufsätze zum Thema Oral History. Ein einleitender Artikel zum Thema "Oral History im Unterricht" vermittelt die Grundlagen dieser Methode, im Anschluss werden weitere Aspekte vertiefend behandelt. Zu beziehen über http://www.friedrichonline.de/
Sascha Feuchert, Holocaust-Literatur Auschwitz. Arbeitstexte für den Unterricht
Reclam, Ditzingen, 2000, 232 Seiten, ISBN: 978-3150150474 Sascha Feuchert, Leiter der Arbeitsstelle Holocaust-Literatur an der Universität Gießen, hat Texte zusammengestellt, die das Leben im Vernichtungslager Auschwitz beschreiben – sowohl aus Sicht der Opfer als auch aus Sicht der Täter. Unter den Autoren sind so bekannte Namen wie Primo Levi, Ruth Klüger, Elie Wiesel und Rudolf Höß.
Janis Schmelzer, IG Farben. Vom "Rat der Götter". Aufstieg und Fall
Schmetterling Verlag, Stuttgart, 2006, 200 Seiten, ISBN: 3-89657-469-8 Janis Schmelzer dokumentiert in diesem Buch die Geschichte der IG-Farben – vom Aufstieg zum größten Chemieunternehmen der Welt bis zur Zerschlagung und juristischen Aufarbeitung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Schmelzer porträtiert die wichtigen Entscheidungsträger der IG-Farben wie Carl Bosch und Carl Duisberg und beschreibt deren Verbindungen zur Politik. Ergänzt wird die Publikation durch den Abdruck von Faksimiles einiger Originalquellen.
Sybille Steinbacher, Auschwitz – Geschichte und Nachgeschichte
Beck, München, 2004, 128 Seiten, ISBN: 978-3406508332 Sybille Steinbacher, wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum, gibt mit diesem Buch einen Überblick über die Geschichte der Stadt Auschwitz und des Vernichtungslagers. Sie geht auf die Massenmorde in dem Lager ein und beschreibt, welche Auswirkungen die Geschehnisse bis heute auf die Stadt haben.
Josef Jakubowicz, Auschwitz ist auch eine Stadt
Thiemo Graf Verlag, Röthenbach, 2005, 111 Seiten, ISBN: 3-9809950-0-3 Vor dem Hintergrund der Schließung des Bochumer Nokia-Werkes geht der Autor der Frage nach, was es ein Unternehmen eigentlich kostet, ein Werk zu schließen. Er vergleicht dazu sieben europäische Länder und kommt zu dem Schluss, dass Deutschland bei einem solchen Vergleich am unteren Ende der Skala landet.
Primo Levi, Ist das ein Mensch?
dtv, München, 1995 (4. Auflage), 207 Seiten, ISBN: 978-3423115612 Primo Levi schildert in dem autobiographischen Roman "Ist das ein Mensch?" seine Verhaftung und die Deportation ins KZ Auschwitz. Sein erlernter Beruf rettet ihm das Leben: der Chemiker wird als Zwangsarbeiter bei der IG-Farben eingesetzt. Betont nüchtern beschreibt Levi Episoden und Schicksale, um so das ganze Ausmaß der grausamen Ereignisse zu umfassen.
Peter Weiss, Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen. (Audiobook)
DHV Der Hörverlag, München, 2007 Der Autor Peter Weiss, selbst Zeuge der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, hat die Gerichtsprotokolle zu diesem "Oratorium in 11 Gesängen" komprimiert. Die Hörfassung (Sprecher: Fritz Strassner, Herbert Fleischmann, Hanne Hiob, Helmut Peine u. a.; Laufzeit ca. 180 Minuten) bietet Schülern die Gelegenheit, die echten Worte der Opfer zu hören und so einen lebendigen Eindruck von der Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu bekommen.
Israel Gutman, Daniel Fraenkel, Sara Bender, Jacob Borut; Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher
Wallstein Verlag, Göttingen, 2005, 327 Den Titel "Gerechter unter den Völkern" verleiht die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem an die Menschen, die während der NS-Diktatur Juden beim Überleben geholfen haben. Das Lexikon bietet gut verständliche und spannend geschriebene Kurzbiografien aller deutschen und österreichischen Ausgezeichneten. ISBN: 3892449007
Eric Silver, Sie waren stille Helden
Carl Hanser, München, 1994, 256 Eric Silver, langjähriger Israel-Korrespondent des Londoner "Guardian", erzählt 40 wahre Geschichten von Frauen und Männern, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um Juden vor den Nazis zu retten. "Sie waren stille Helden" erhielt 1995 den "Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur". ISBN-10: 3446174591

Literatur für Lehrer

Martin Friedenberger, Fiskalische Ausplünderung. Die Berliner Steuer- und Finanzverwaltung und die jüdische Bevölkerung 1933-1945.
Metropol, Berlin, 2008, 429 Seiten Die Enteignung der jüdischen Bevölkerung wäre nicht möglich gewesen ohne ein Heer von Finanzbeamten, die die nationalsozialistischen Gesetze und Verordnungen umgesetzt haben. Dieses Buch verfolgt diesen Zusammenhang und gibt einen ausführlichen Überblick über den Prozess der Enteignung aus finanzpolitischer Sicht.
Bernward Dörner, Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte.
Propyläen, Berlin, 2007, 890 Seiten Sechs Millionen Menschen werden ermordet, ihr Hab und Gut versteigert – und keiner fragt nach. Wie das möglich war, erklärt Bernward Dörner in seinem Buch – leicht verständlich und gut geschrieben.
Frank Bajohr, Dieter Pohl, Massenmord und schlechtes Gewissen. Die deutsche Bevölkerung, die NS-Führung und der Holocaust.
Fischer TB, Frankfurt/Main, 2008, 156 Seiten Dieses Buch widmet sich dem Verhältnis der Bevölkerung zum Nationalsozialismus, sowohl vor, während als auch nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Frage des persönlichen Vorteils wird erörtert.
Götz Aly, Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus.
S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2005, 464 Seiten Der Historiker Götz Aly, der auch in "Menschliches Versagen" zu Wort kommt, vertritt in diesem Buch die These, dass die Nationalsozialisten die Zustimmung des Volkes erhielten und bewahrten, indem sie sie durch soziale Wohltaten erkauften. Diese sozialen Wohltaten waren nur durch den Raubmord an den Juden und die Ausplünderung besetzter Gebiete möglich. Das Buch hat viele positive Rezensionen in den Feuilletons erhalten und ermöglicht die Weiterbeschäftigung mit dem Thema des Films.
J. Adam Tooze, Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus.
Siedler Verlag, München, 2007, 928 Seiten Während die deutsche Geschichtswissenschaft sich oft auf die gesellschaftliche und politische Dimension des Nationalsozialismus konzentriert, blickt der Cambridger Wirtschaftshistoriker J. Adam Tooze auf die Ökonomie. Seine These: Hitlers Ziel war nicht nur die totale militärische, sondern auch wirtschaftliche Vormachtsstellung Deutschlands. Das Buch eröffnet so einen neuen Blick auf die Machtstrukturen zur Hitlerzeit und den Zweiten Weltkrieg.