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Sendungsinhalt: Frieden und Gewalt

Der Film "Frieden und Gewalt" macht sich jenseits des politischen Tagesgeschäfts auf die Suche nach dem Verhältnis des Islams zur Gewalt. Wichtige muslimische Intellektuelle wie der jüngst verstorbene Nasr Abu Zeyd beschäftigen sich mit historischen, sozialen und religiösen Aspekten des kontroversen Themas. In Wien klärt der Publizist Tarafa Baghajati Jugendliche mit Märtyrerambitionen darüber auf, dass sie den Koran nicht richtig interpretieren. In England weist der ehemalige Aktivist Maajid Nawaz darauf hin, dass jeder den Koran für seine Zwecke auslegt und benutzt, und Scheich Tahir-ul-Qadri stellt sich mit der Veröffentlichung einer 600-seitigen Fatwa dem islamischen Terrorismus entgegen. In Indonesien besucht das Filmteam junge Schülerinnen und Schüler eines religiösen Internats, dessen Leiter sich aus tiefstem Herzen dem indonesischen Prinzip der Toleranz und des gegenseitigen Respekts verpflichtet fühlt.

Frieden und Gewalt

Kapitelübersicht:

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Islam unter Generalverdacht

02:45 – 02:42

Seit den Terroranschlägen 2001 herrscht im Westen ein Klima der Angst und des Misstrauens gegenüber den Muslimen. Die muslimische Welt sieht sich ihrerseits ständigen Angriffen durch den Westen ausgesetzt. Machtpolitische Konflikte werden zum globalen Glaubenskrieg erhoben.

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Das falsche Bild vom Märtyrer

02:42 – 05:06

Der Publizist Tarafa Baghajati arbeitet als Gefängnisseelsorger mit muslimischen Straftätern, die aus religiösen Motiven den Weg der Gewalt wählen und wirkt den falschen Vorstellungen vom Märtyrertum entgegen.

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Islamische Persönlichkeiten gegen Extremismus

05:06 – 07:54

In der muslimischen Welt regt sich Widerstand gegen die Extremisten in den eigenen Reihen. Ein Religionsgelehrter betont, dass Terrorismus nicht mit dem Islam vereinbar sei, und ein ehemaliger Aktivist weist darauf hin, dass jede Interessensgruppe den Koran entsprechend der eigenen Ziele auslegt.

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Der Koran im historischen Zusammenhang

07:54 – 10:45

Mohammed war als Anführer einer neuen Religion einst der Verfolgung ausgesetzt und wehrte sich dagegen. Das spiegelt sich in entsprechenden Versen wider. Der Korangelehrte Nasr Abu Zaid interpretiert den Koran in seinem historischen Zusammenhang: Die Errichtung des arabischen Weltreichs geschah seinerzeit aus politischen und militärischen Motiven.

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Umgang mit religiöser Gewalt in Indonesien

10:45 – Ende

Auch der relativ friedliche Vielvölkerstaat Indonesien hat Probleme mit religiös motivierter Gewalt. Religiöse Internatsschulen engagieren sich gegen eine fundamentalistische Lesart des Islam und sehen den Islam als Energie für Frieden und Toleranz an.