Anfang des 21. Jahrhunderts ist Kuba das einzige sozialistische Land in der westlichen Hemisphäre. Als sich nach dem Kalten Krieg fast alle sozialistischen Länder in kapitalistische Demokratien verwandeln, macht der Inselstaat nicht mit – und ist damit isolierter denn je. Und bis heute ist Castros Kuba den USA ein Dorn im Auge – auch wenn die UdSSR, als dessen kommunistischer Vorposten Kuba galt, längst aufgehört hat zu existieren. Während des Kalten Krieges war Kuba ein begehrter Partner im strategischen Poker der Supermächte USA und UdSSR. Im Oktober 1962 brachten Ereignisse auf dieser Insel die Welt an einen Abgrund: Nie schien die Gefahr eines Dritten Weltkriegs, einer nuklearen Katastrophe so groß. Anhand der Kuba-Krise, als einem Höhepunkt in der Geschichte des Kalten Krieges, kann exemplarisch die Beziehung der beiden Machtblöcke nachgezeichnet werden. [mehr]