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Sendungsinhalt: Nahost

Seit Jahrzehnten wird im Nahen Osten um einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gerungen. Auf scheinbar greifbare Friedenslösungen folgen immer wieder neue Wellen der Gewalt. Im Jahr 2014 etwa liefern sich beide Seiten einen Krieg, dem 2104 Palästinenser und 69 Israelis zum Opfer fallen.

Die Konfliktpunkte sind zahlreich. Umstritten ist etwa die Sperranlage Israels im Westjordanland, mit der sich das Land gegen palästinensischen Terror schützen will. Die palästinensische Seite aber sieht ihre Gebiete durch die Sperranlage zerschnitten und einen eigenen Staat unmöglich gemacht.

Ein eigener Staat neben Israel ist aber seit Jahrzehnten das Ziel eines Teils der Palästinenser. Ein anderer, militanter, Teil der Palästinenser will einen eigenen Staat ohne den Nachbarn Israel, will Israel vernichten. Und so nimmt die Gewalt kein Ende. Der Film verfolgt die Chronologie des „Dauer-Konflikts“ im Nahen Osten von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit und wirft auch ein Licht auf die machtpolitischen Interessen anderer Parteien an diesem Konflikt.

Filmskript: Nahost

Nahost

Kapitelübersicht:

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Die Wurzeln des Konflikts

00:00 – 04:39

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina beginnt im 19. Jahrhundert, als in Russland und Europa Juden verfolgt werden. Der österreichische Journalist Theodor Herzl verfolgt die Vision, dass die Juden einen eigenen Staat bekommen sollen - in Palästina, wo einst das jüdische Volk zu Hause war. Doch auch die arabische Bevölkerung betrachtet Palästina als ihr Land. Als britische Truppen während des ersten Weltkriegs die Region besetzen, fördern sie die Einwanderung der Juden in Palästina, um sich Einfluss im Nahen Osten zu sichern. Aufstände der arabischen Bevölkerung werden von den Briten niedergeschlagen. Vor und während des zweiten Weltkriegs fliehen Tausende Juden nach Palästina, insbesondere aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Der Vorschlag der UNO, Palästina zu teilen scheitert.

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Die Gründung des Staates Israel

04:39 – 05:53

Nach dem Abzug der Briten ruft der Politiker David Ben-Gurion den Staat Israel aus. Einen Tag später greifen die arabischen Nachbarstaaten Israel an, da sie einen jüdischen Staat auf palästinensischem Territorium ablehnen. Israel gewinnt den Krieg und verdoppelt sein Staatsgebiet in Folge des Konflikts. 700 000 Palästinenser fliehen in die Nachbarländer. Israel verwehrt ihnen bis heute die Rückkehr.

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Der Sechs-Tage-Krieg

05:53 – 08:27

Im Jahre 1967 bricht erneut ein Krieg zwischen Israel und den arabischen Staaten Jordanien, Syrien und Ägypten aus. Israel schlägt die arabische Allianz mit Unterstützung der USA vernichtend und besetzt weitere große Gebiete in der Region. Der palästinensische Widerstand gegen die Besatzung wächst und es wird die palästinensische Befreiungsorganisation PLO gegründet. 1974 spricht PLO-Führer Jassir Arafat vor der UNO. Obwohl die Mehrheit der UNO-Staaten die PLO und den Wunsch der Palästinenser nach Selbstbestimmung anerkennt, ebbt die Gewalt nicht ab.

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Der Friedensprozess kommt in Gang

08:27 – 10:10

Im Jahre 1993 geben Jassir Arafat, der israelische Ministerpräsident Izhak Rabin und der israelische Außenminister Schimon Peres im Beisein des US-Präsidenten Bill Clinton eine Grundsatzerklärung bekannt, in der beide Seiten vereinbaren, über Konfliktpunkte zu verhandeln. Die Palästinenser hoffen auf ein Ende der israelischen Besatzung und tatsächlich gibt die israelische Regierung Macht an die Palästinenser ab. Arafat, Rabin und Peres erhalten den Friedensnobelpreis. Die Hoffnung auf Frieden ist groß.

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Der Friedensprozess scheitert

10:10 – 12:07

Aber auch der Widerstand gegen den Friedensprozess wächst. Jüdische Fundamentalisten lehnen jede Annäherung und eine Aufgabe der besetzten Gebiete ab. Am 4. November 1995 wird Izhak Rabin, ein Motor der Friedensbewegung, von einem jüdischen Extremisten ermordet. Die Situation verschärft sich weiter, auch weil sich die Palästinenser in zwei Lager spalten: die verhandlungsbereite Autonomiebehörde im Westjordanland und die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen, die Israel vernichten will. Der Friedensprozess kommt zum Erliegen.

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Sperranlage und Siedlungen - Gewalt auf beiden Seiten

12:07 – Ende

Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern nimmt kein Ende: Ein Konfliktpunkt ist die Sperranlage, die Israel seit 2002 im Westjordanland baut, um sich vor Terroranschlägen zu schützen. Die palästinensischen Gebiete werden durch diese Grenzanlage aber zerschnitten, in Ghettos verwandelt und ein eigener Staat unmöglich gemacht. Auch die Siedlungen, die Israel auf palästinensischem Gebiet baut, heizen den Konflikt weiter an. Immer wieder verübt die Hamas Anschläge auf Israel, startet die israelische Armee Angriffe gegen den Gaza-Streifen. Willkürlich werden auf beiden Seiten Zivilisten verletzt und getötet.