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Sendungsinhalt: Irak

Wechselnde Diktaturen, 24 Jahre unter Saddam Hussein, drei große Kriege, eine verheerende Besatzungszeit unter den USA und Großbritannien – die Bevölkerung des Irak hat in den vergangenen Jahrzehnten viel erleiden müssen. Heute droht das Land auseinander zu fallen, wird von einigen Experten schon als „gescheiterter Staat“ bezeichnet. Das zentrale Problem ist der IS, der sogenannte „Islamische Staat“, eine sunnitische Terrororganisation. Sie hat weite Teile des Landes eingenommen, fast zwei Millionen Menschen allein im Irak in die Flucht getrieben, Tausende Menschen ermordet.

Der Film erzählt die Geschichte des Irak von seiner Entstehung 1920 bis in die Gegenwart. Er zeigt, wie die Konflikte bereits angelegt waren, als Großbritannien den Staat aus Regionen gründete, die zuvor nicht zusammen gehörten und mit Volksgruppen, die nicht zusammengehören wollten.

Thematisiert wird auch, wie das Land von Interessen anderer Mächte beeinflusst wurde, und welche Rolle sein Ölreichtum dabei spielte.

Filmskript: Irak

Irak

Kapitelübersicht:

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Britische Herrschaft

00:00 – 02:52

Im Ersten Weltkrieg erobern die Briten Land vom Osmanischen Reich und gründen 1920 den Irak. Doch der neue Staat besteht aus unterschiedlichen Regionen und aus Volksgruppen, die sich nicht zusammengehörig fühlen. Sie lehnen die britische Herrschaft ab, denn die Briten beuten vor allem die großen Erdölvorkommen des Landes aus.

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Militärdiktatur und Regime unter Saddam Hussein

02:52 – 04:50

1958 stürzt das irakische Militär den von den Briten eingesetzten König: Die Großbritannien-treue Monarchie ist zu Ende. Der Irak wird zur Militärdiktatur - unter sunnitischer Führung. 1968 putscht sich die sozialistisch orientierte, sunnitische Baathpartei an die Macht. Saddam Hussein steigt zum mächtigsten Mann auf und wird 1979 Staatspräsident. Hussein verstaatlicht die Erdölindustrie, kurbelt die Wirtschaft an und steigert den Lebensstandard der Bevölkerung. Doch er führt ein diktatorisches Regime.

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Iran und Irak - Der Erste Golfkrieg

04:50 – 07:53

Die USA und Großbritannien wenden sich gegen Saddam Hussein. Die USA rüsten den Iran auf, um den Irak zu bekämpfen, doch 1979 wird im Iran der westlich orientierte Schah gestürzt. Ajatollah Khomeini übernimmt die Macht. So verlieren die USA den Iran als Verbündeten und schlagen sich auf die Seite Saddam Husseins. 1980 greift Saddam Husseins Armee den Iran an, um das islamische Regime zu stürzen und Ölquellen zu erobern. 1988 endet der Krieg mit einem Waffenstillstand: Der Irak ist hoch verschuldet.

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Kuweit - Der Zweite Golfkrieg

07:53 – 09:52

1990 überfällt die irakische Armee das Nachbarland Kuweit. Der Irak will Kuweits Ölquellen in Besitz nehmen und sich durch Einnahmen aus dem Ölgeschäft von den Schulden befreien. Nachdem sich der Irak - trotz eines Ultimatums des UNO-Sicherheitsrats - nicht aus Kuweit zurückzieht, bombardieren die alliierten Truppen Bagdad und befreien Kuweit. Saddam Hussein jedoch bleibt an der Macht. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, für die damals - neben der Al Qaida - der Irak mitverantwortlich gemacht wird, ohne das dies je bewiesen wird, sind die USA und Großbritannien entschlossen, den Diktator zu stürzen.

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Ende Der Dritte Golfkrieg und die Besetzung des Irak

09:52 – Ende

2003 bombardieren die alliierten Streitkräfte Bagdad erneut. Sie stürzen Saddam Hussein und beenden seine Diktatur. Doch den Siegermächten gelingt es nicht, dem Land Frieden und Stabilität zu bringen. Ein Bürgerkrieg bricht aus, irakische Volks- und Religionsgruppen kämpfen um die Herrschaft im Land und gegen die Besatzer. 2011 ziehen die letzten amerikanischen und britischen Truppen ab. Das Land zerfällt immer mehr. Der sogenannte „Islamische Staat“, ein Nachfolger eines Zweigs der Terrormiliz Al Qaida, dehnt sein Herrschaftsgebiet im Irak immer weiter aus. Die Anti-IS-Koalition unter Führung der USA kann ihn bisher nicht bezwingen.