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Sendungsinhalt: Lesbisch. Schwul. Jung

„Ich bin lesbisch! Ich hab mich wirklich vor den Spiegel gestellt und das zwanzigmal gesagt.“ Ingelis musste sich eine Weile an den Gedanken gewöhnen, dass sie auf Frauen steht. Mittlerweile findet sie ihre Homosexualität gut, aber noch immer sind Fragen offen. Wie reagieren andere darauf, was verändert sich dadurch in ihrem Leben und wo gibt es Informationen, wie lesbisch sein eigentlich funktioniert?

Julius ist schwul. Die Freunde und Mitschüler wissen das, aber das entscheidende Gespräch mit seinem Vater schiebt er immer wieder auf. Er fühlt sich zerrissen, will sich nicht rechtfertigen müssen, leidet aber auch unter dem Schweigen. Seine Schwester will ihm helfen.

Florian ist überzeugt: Wenn du nicht darüber sprichst, machen das andere für dich. Er ist Fußballer, arbeitet als Schiedsrichter und er ist schwul. Er hatte große Angst vor dem Outing, denn im Fußball ist Homophobie weit verbreitet. Heute ist er froh über sein Outing. Die Erlebnisse, die er dabei gemacht hat, haben ihn geprägt.

Der Film begleitet drei junge Leute bei ihrem alltäglichen Umgang mit ihrer Homosexualität.

Lesbisch. Schwul. Jung

Kapitelübersicht:

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Einführung

00:00 – 01:50

Julius und Florian sind schwul, Ingelis ist lesbisch. Die drei jungen Leute leben ihre Homosexualität ganz unterschiedlich.

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Theater, Fußball und das Coming-out

01:50 – 08:45

Julius liebt das Theater. Hier kann er mit verschiedenen Identitäten, auch Geschlechterrollen experimentieren. Florian ist Fußballer und Schiedsrichter. Und er lebt seine Homosexualität offen. Die Entscheidung zum Coming-out auf dem Platz ist ihm nicht leicht gefallen. Ingelis hat Zeit gebraucht, um sich über ihre sexuelle Orientierung klar zu werden. Sie hätte Tipps brauchen können. Von Anfang an hat sie ihre Familie und ihre Freunde in diesen Prozess mit einbezogen.

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Offene und versteckte Homosexualität

08:45 – 14:56

Julius Freunde wissen, dass er schwul ist, aber in der Familie hat er Schwierigkeiten mit dem Coming-out. Das belastet ihn. Florian hat sein Coming-out bewusst geplant. Er wollte vermeiden, dass andere ihn outen und hat beschlossen seine Homosexualität selbst zu thematisieren. Ingelis ist Anime- und Mangafan. Mit ihrer Freundin geht sie auf eine Mangamesse. Sie lebt die offene und tolerante Atmosphäre dort. Durch die szenetypischen Verkleidungen sind Geschlechterrollen hier nicht wichtig, das gefällt ihr. In der Schule hat sie sich manchmal ausgeschlossen gefühlt.

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Unterstützung ist wichtig

14:56 – 18:33

Julius vertraut sich seiner Schwester an. Er hofft, dass ihm mit ihrer Unterstützung das Coming-out in der Familie gelingen wird. Julius spürt, dass er sich auch zu Hause zu seiner Homosexualität bekennen möchte. Florian hat sich seinem Trainer anvertraut. Mit dessen Unterstützung hat er seine Mannschaft offiziell über seine Homosexualität informiert. Probleme und einige diskriminierende Reaktionen blieben nicht aus. Letztlich aber fühlt Florian sich von seinem Verein akzeptiert und unterstützt. Auch seinem Vater hat Florian gesagt, dass er schwul ist.

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Homosexualität an der Schule und in der Gesellschaft

18:33 – 21:22

In der Mangaszene spielt Homosexualität eine große Rolle, in der Gesellschaft aber werden Homosexuelle oft an den Rand gedrängt. Auch in der Schule wurde das Thema weitgehend vermieden, findet Ingelis. Sie wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für Homosexuelle. An Schulen ist Homophobie verbreitet, sagt Julius. Schwul sei ein weit verbreitetes Schimpfwort auf dem Pausenhof. Julius engagiert sich gegen diese Tendenzen und organisiert Workshops für Aufklärung und Toleranz. Er wünscht sich mehr Unterstützung an der Schule.

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Tipps für das Coming-out

21:22 – 26:34

Florian findet, dass Homosexuelle sich gut überlegen sollten, wann und wie sie ihr Coming-out öffentlich machen. Patenrezepte dafür gibt es nicht, sagt er. Für ihn ist sein Coming-out, auch im Nachhinein, die richtige Entscheidung gewesen. Julius Schwester unterstützt ihn bei der Planung seines Coming-outs in der Familie. Julius zögert noch, ist aber froh über den Rückhalt, den ihm seine Schwester gibt. Ingelis lebt in einer WG. Ihre Mitbewohner haben kein Problem damit, dass Ingelis lesbisch ist. Ingelis wünscht sich einen selbstverständlichen Umgang von Hetero- und Homosexuellen.

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Eine freie Gesellschaft

26:34 – Ende

Florian nimmt teil am Christopher Street Day (CSD), der großen Feier, Parade und Demonstration von Schwulen und Lesben. Hier fühlt er sich frei und ist froh, sich nicht rechtfertigen zu müssen für seine Homosexualität. Julius erlebt bei der Theateraufführung einen großen Erfolg. Er ist der Star auf der Bühne. Julius ist zuversichtlich, dass auch er bald zu Hause sein Coming-out offiziell macht. Beide wünschen sich eine freie und offene Gesellschaft.