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Unterricht: Praxisbericht der englischen Sprachfassung


Themen
• Krankheit
• Kinder
• HIV
• Epilepsie
• Mukoviszidose
• Leukämie
• Allergie

Fächer
• Englisch
• Bilingualer Unterricht

Klassenstufen
• ab 6. Klasse, alle Schularten

  • Mädchen auf Untersuchungsliege, Ärztin steht daneben. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Untersuchung im Krankenhaus: Bei Naomi wird ein Tumor entdeckt (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Junge hat einen Frosch auf einer Hand. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Jasper vergleicht den Schleim in seiner Lunge mit Fröschen (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Lehrplanbezug

Die Sendung kann im Englischunterricht als Lerninhalt für den Kompetenzbereich ‚Hör- und Hör-/Sehverstehen‘, sowie ‚Sprechen – zusammenhängendes Sprechen / an Gesprächen teilnehmen‘ ab Klassenstufe 6 verwendet werden.

Die einzelnen Clips der Sendung ermöglichen schwerpunktmäßig den Erwerb folgender Kompetenzen:
● Hauptinformationen von kurzen, langsam und deutlich gesprochenen Tonaufnahmen über vorhersehbare alltägliche Dinge (A2) erfassen
● verschiedene Hör- und Lesetechniken (unter anderem globales, suchendes, detailliertes Hören und Lesen) aufgabenbezogen/funktionsbezogen einsetzen

Besonderer Schwerpunkt hier: Methodenkompetenzen – Neue Medien
● Neue Medien zur Informationsbeschaffung, zur kommunikativen Interaktion und zum Lernen einsetzen
● Präsentationstechniken zur Darstellung von Arbeitsergebnissen einsetzen

Aber viele weitere Kompetenzen können ebenfalls mit in die Lernziele der Einheit integriert werden.

  • Blondes Mädchen sitzt im Kino. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Flackernde Bilder können bei Summer einen epileptischen Anfall auslösen (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Mädchen mit Schal über dem Mund ; Junge mit Atemhilfe. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Izzy und Ben haben Allergien, die lebensgefährlich werden können (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Mädchen zeigt eine Medikamentenflasche. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Melissa erzählt ihren Schulfreundinnen, dass sie HIV hat (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)
  • Krankenwagen mit Sondersignal. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Für kranke Kinder ein Schock: die Einlieferung ins Krankenhaus (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung)

Praxisbericht

In ihrer 6. Klasse der Goethe-Realschule plus Koblenz setzte Andrea Zipfel die Sendung im Anschluss an das Thema „Teenage Problems“ ein. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Lehren und Lernen mit neuen Medien.

Die Klasse 6a verfügt über einen traditionellen Klassenraum im Schulgebäude, aber auch über ein digitales Klassenzimmer auf der Lernplattform Moodle des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz. Die Übergänge zwischen den beiden Räumen sind fließend, wie es auch in unserem privaten Leben bereits der Fall ist. In der Einheit wurden also auch Methoden und Techniken des Arbeitens mit den Neuen Medien eingesetzt, die explizit in allen Bildungsstandards, in diesem Fall im Fach Englisch, gefordert werden.

In jeder Stunde, die an der ‚Goethe-Realschule plus‘ 60 Minuten dauern, stand einer der Clips im Lernmittelpunkt. Die Schüler waren durch die vorhergehende Einheit „Teenage Problems“ emotional für die Thematisierung von Gefühlswelten und Schwierigkeiten im Unterricht sensibilisiert und nahmen den Übergang zum Thema Krankheiten als kohärent wahr. Der Schwerpunkt der Einheit lag darauf, die Lebensumstände und Schwierigkeiten der Kinder zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln.

Die Filmclips in der Praxis

Jede Stunde eröffnete ich ohne Vorinformationen oder Einstimmung mit einem der Filmclips. Ich wählte die Reihenfolge in Bezug auf die Lebenswelt der Klasse (siehe Überblick über die Unterrichtsstunden). Das kann aber individuell gestaltet werden, da sich die Clips nicht aufeinander beziehen. Jeder Clip ist anders inhaltlich aufgebaut und so ergab sich in den einzelnen Stunden jeweils ein anderer Themenschwerpunkt.

Im digitalen Klassenzimmer auf der Moodle-Plattform unserer Schule wurden alle Ergebnisse im Bereich für das Fach Englisch gesammelt. Dies ist lediglich eine Art, das Lehren und Lernen zu organisieren und keine Voraussetzung für die einzelnen Aufgabentypen; diese können auch leicht „analog“ angepasst werden.

Einstieg in die Stunden

Nach dem ersten Schauen des Films sammelten wir zunächst die Wörter, die die Schüler verstanden hatten. Sie schrieben sie auf ein Notizblatt auf, und anschließend fügten wir sie dann gemeinsam in einem digitalen Mindmap-Tool zusammen. So konnte ich mir in jeder Stunde einen schnellen Eindruck verschaffen, wie viel des Wortschatzes die Schüler verstanden hatten. Das digitale Mindmap wurde gemeinsam am interaktiven Whiteboard (kurz: IWB) erstellt und die einzelnen Schüler durften dafür nach vorne kommen.

Naomi’s story: Leukemia

Zunächst fertigten die Schüler zu zweit einen kurzen Steckbrief zu Naomi an. Dieser wurde dann von einigen Zweiergruppen im Plenum vorgestellt. Im Anschluss schauten wir den Filmclip nochmals an und legten eine Abfolge der einzelnen Stationen von Naomis Krankheit fest. Dazu ließ ich den Film laufen und ein Aufzeigen oder Stopprufen signalisierte, dass etwas verstanden wurde und in die digitale Zeitleiste aufgenommen werden sollte. Wir verwendeten jeweils den gleichen Satzbeginn „and then she...“, um eine Formulierungshilfe zu geben.

Im Anschluss daran sollten die Schüler eine kurze Mitteilung an Naomi schreiben, die sienach Korrektur durch den Nachbarn sprechen und auf ihren Handys/ Smartphones aufnehmen durften. Die Handys schlossen wir dann einzeln an den Klassen-PC an und luden die Mitteilungen hoch. Dieses Einbeziehen von Handys/Smartphones ist motivierend und wichtig, denn so können die Schüler diese Möglichkeit für das Lernen einüben.

Ich bemerkte, dass die Schüler während der Stunde sehr bedrückt wirkten, ein Mädchen weinte sogar, da sie die Krankheit aus ihrem Lebensumfeld kannte. Um diese schwer zu formulierenden Gefühle zu kanalisieren, ließ ich die Schüler noch ein kleines Bild zum Film malen. Auch dieses luden wir ins digitale Klassenzimmer hoch.

Ben and Izzie’s story: Anaphylaxis

Zu diesem Filmclip erstellte ich mit Screenshots des Films die Arbeitsblätter 1 und 2. Die Schüler sollten zunächst in Einzelarbeit auf dem ersten Arbeitsblatt die körperlichen Symptome beschreiben und auf dem zweiten Arbeitsblatt notieren, gegen was man alles allergisch sein kann. Während dieser Aufgabe mussten die Schüler beim Anschauen des Clips genau hinhören. Anschließend besprachen wir die Ergebnisse und die richtige Schreibweise wurde an der Tafel gezeigt.

In der zweiten Arbeitsphase der Stunde verteilte ich an Gruppen à 2-3 Schüler Screenshots unterschiedlicher Situationen aus dem Film. Zu diesen sollte dann ein Dialog zwischen den verschiedenen Personen auf dem Bild geschrieben werden. So sollten die Schüler Verständnis dafür entwickeln, wie sich die Betroffenen fühlen, und dass der Umgang mit der Krankheit für Personen in ihrem Umfeld auch nicht einfach ist. Diese Dialoge wurden dann auch vor der Klasse vorgestellt.

In einer kurzen Abschlussblitzrunde konnten die Schüler erzählen, gegen was sie selbst allergisch sind und welche Symptome sie haben. Das hat ihnen viel Spaß gemacht, da erstaunlicherweise jeder etwas dazu erzählen konnte!

Summers story: Epilepsy

Zu diesem Film erstellten wir gemeinsam als Klasse ein digitales Glossar, das heißt wir notierten Schlagworte in alphabetischer Reihenfolge und fügten nach dem zweiten Anschauen die wichtigen Informationen und Erklärungen hinzu. Wir stoppten an Stellen, die für die Schüler wichtig erschienen, und ich ließ sie formulieren, was wir aufschreiben sollen. So entstand eine kurze, aber übersichtliche Informationssammlung zur Krankheit Epilepsie. Damit sie sich besser in Summers Situation hineinversetzen konnten, sammelten wir in einer Abschlussrunde nochmal die Aktivitäten in ihrem Leben, die für andere Kinder einfach sind, aber für sie nicht.

Melissa’s story: HIV

Zu diesem Film erstellte ich Arbeitsblatt 3 mithilfe von Screenshots aus dem Film. Die Schüler sollten beim zweiten Anschauen aufschreiben, was genau mit dem Immunsystem passiert, wenn jemand an HIV erkrankt ist. Zum Abschluss sammelten wir in einer Blitzrunde, was gut für das Immunsystem ist, egal ob man gesund oder krank ist.

Jasper’s story: Cystic fibrosis

Dieser Film erklärt mit der Symbolik von Fröschen in der Lunge die Krankheit Mukoviszidose. Die Schüler konnten diesen Film in Einzelarbeit von ihren PCs aus bearbeiten und hörten das authentische Sprachbad mit Kopfhörern. Die bekannten Vokabeln sammelten wir dieses Mal in einem Glossar in unserem digitalen Klassenzimmer. Im Anschluss daran arbeiteten wir in einem „Etherpad“, das kollaboratives Arbeiten in einem Dokument ermöglicht. Die Schüler sammelten dort unter dem Titel „Jasper's Daily Activities“, welche Schwierigkeiten Jasper während einzelner Aktivitäten im Tagesverlauf hatte. Abschließend übernahmen wechselnde Schüler vorne auf einem Stuhl sitzend die Rolle von Jasper, der jeweils von der Klasse zum Leben mit seiner Krankheit interviewt wurde.

Abschluss – kurzer Test

In einem kurzen Test sollten die Schüler je zwei Kurzsteckbriefe zu zwei Krankheiten schreiben, die sie selbst auswählen durften. Außerdem sollten sie einen kurzen Brief an einen Freund schreiben, der wegen eines schweren anaphylaktischen Schocks ins Krankenhaus gekommen ist.