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Sendungsinhalt: Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

Den Menschen in Haiti wurde versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffne. Doch mit der Öffnung des Marktes wurde das Land mit billigen Produkten überschwemmt, während die Bauern vor Ort nichts mehr verkauften. Zum Beispiel verdrängte US-amerikanischer Reis die einheimischen Reissorten, die mit dem Billigprodukt nicht konkurrieren konnten. Tausende Bauern verließen ihre Dörfer, um in der Hauptstadt Port-au-Prince ein besseres Leben zu finden.

Die meisten von ihnen sind in dem Elendsviertel Cité Soleil gestrandet, wo sie nicht einmal das Nötigste haben. Schätzungen zufolge sind über 2,4 Millionen Menschen auf Haiti von Nahrungsmittelknappheit betroffen, mehr als jeder Vierte der Bevölkerung. Viele Menschen sind auf die Armenküchen angewiesen, die Mahlzeiten für die Bedürftigen bereit stellen. Doch es gibt auch positive Signale: Die Nichtregierungsorganisation „Buy Local Haiti“ ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und einheimische Produkte zu kaufen. Nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010 ist der Erfolg dieser hoffnungsvollen Initiative allerdings gefährdet.

Filmskript: Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

Kapitelübersicht:

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Werbung für einheimische Produkte

00:00 – 03:15

Fast fünfzig Prozent der auf Haiti verzehrten Nahrungsmittel sind importiert. Die westliche Welt überschwemmt den Markt mit billigen Produkten, während die Bauern vor Ort nichts mehr verkaufen. Die Organisation Buy Local Haiti, steuert dieser Entwicklung entgegen: Mit einem Werbefilm setzt sie sich für den Konsum einheimischer Produkte ein.

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Armut in Cité Soleil

03:15 – 08:01

In Cité Soleil, das Elendsviertel der Hauptstadt Port-au-Prince: Auf einer Fläche von etwa 10 Quadratkilometern leben über 200.000 Menschen. Viele von ihnen sind Bauern, die auf der Suche nach einem besseren Leben hierher kamen. Doch in Cité Soleil herrscht große Armut. Die Menschen essen Schlammkekse, um ihren Hunger zu stillen.

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Folgen der Weltmarktpolitik

08:01 – 10:40

In Haiti hat amerikanischer Reis längst den heimischen Reis verdrängt. Fremde Konzerne haben den Markt für sich erschlossen. Schätzungen zufolge sind über 2,4 Millionen Menschen auf Haiti von Nahrungsmittelknappheit betroffen, mehr als jeder Vierte der Bevölkerung. In den Armenküchen drängen sich die Bedürftigen.

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Das Erdbeben 2010

10:40 – Ende

Am 12. Januar 2010 erschüttert ein Erdbeben der Stärke 7,0 Haiti. Mindestens 200.000 Menschen sterben, 1,5 Millionen werden obdachlos. Das Land liegt in Trümmern. Die ohnehin schon prekäre Situation verschlechtert sich dramatisch. Drei junge Männer bringen ihre Eindrücke in einem Lied zum Ausdruck.