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Vom 7. bis ins 15. Jahrhundert geboten die moslemischen Araber über die gesamte östliche Welt und im Westen über Spanien, Nordafrika und Teile des Mittelmeers. Christliche Kaufleute hatten keine Chance zum direkten Warenaustausch mit dem Fernen Osten, die Araber waren die Herren der Gewürze. Im Jahr 1096 starteten europäische Herrscher den ersten Kreuzzug nach Osten. Sie vergossen das Blut Hunderttausender auf insgesamt sieben Kreuzzügen, angeblich zur Befreiung des Heiligen Landes Palästina und zur Christianisierung der Moslems. Jerusalem wurde eingenommen, die Araber wurden besiegt und damit war das eigentliche Ziel erreicht: die Kreuzritter brachen das arabische Monopol im Güterverkehr. Nun kontrollierten Europäer die wichtigen Handelsrouten. Die Kreuzritter brachten feine exotische Luxuswaren, Samt und Seide und den Duft des Orients nach Nordeuropa. Pfeffer wurde zum Sendboten aus dem sagenhaften Indien – das faszinierte die Fantasie des mittelalterlichen Europäers.
© Text: WDR
