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Gewürze in ihrer heutigen Bedeutung

Curry-Fertigmischungen gibt es erst seit der englischen Kolonialherrschaft in Indien als schnelles Soßenpulver für die Verpflegung indischer Soldaten im Dienst der britischen Krone. Die Engländer nahmen den scharf-pikanten Geschmack mit auf ihre Insel, Immigranten aus Indien sorgen für Verbreitung und Beliebtheit. So wird das indische Wort "kari" für Soße erst in Europa zu "Curry" umgeformt.

Auch Ingwer, die scharfe Knolle mit dem zitronigen Pfeffergeschmack, verarbeiten besonders die Engländer zu einigen extravaganten Gaumenfreuden wie Ingwer-Limonade. Die Heimat der knorrigen Wurzel ist China, von dort wurde sie im Altertum nach Indien importiert. Ihren Ingwertee brühen die Chinesen schon seit 4.000 Jahren auf und für jeden Tag des Jahres kennen sie elf Gerichte mit Ingwer.

Die traditionelle indische Ayurveda-Medizin will Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Dabei helfen Gewürze, die ältesten Arzneipflanzen der Welt. Ein guter Koch ist ein halber Arzt: auch europäische Heilkundige empfehlen seit der Antike die Wirkung asiatischer Pflanzen. Dass sie auch antibakteriell sind, ist wissenschaftlich nachgewiesen: sie konservieren Speisen und verhindern Nahrungsvergiftungen. Noch heute spielen Gewürze in der Medizin eine Rolle z.B. im Kampf gegen Erkältungen. Im Hausmittel "Klosterfrau Melissengeist" helfen sie erfolgreich seit über 170 Jahren.

  • Menschen in Asien (Rechte: WDR)
  • ein Bild von ingwerhaltigen Lebensmitteln (Rechte: WDR)Produkte aus Ingwer
  • Körbe mit Ingwerknollen (Rechte: WDR)Ingwer, die scharfe Knolle mit dem zitronigen Pfeffergeschmack.
  • eine Frau im Gewürzlager (Rechte: WDR)

    im Gewürzhaus in Deutschland