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Curry – eine exotische Kostbarkeit, unterliegt heute der deutschen Industrienorm. Spätestens seit der Currywurst lieben wir das gelbe Pulver aus dem Supermarkt, den Geschmack der großen weiten Welt. Gewürze sind Pflanzenteile, aufbereitet aus Samen, Rinden, Blättern oder Blüten – von welchem Baum aber stammt Curry? Curry ist keine Pflanze, sondern eine Mischung aus verschiedenen Gewürzen. Es gibt zwar Curryblätter, die haben mit dem allgemein bekannten Curry aber so gut wie nichts zu tun, obwohl man sie auch zur Herstellung eines Currys benutzen kann.
Curry kommt aus Indien. Hauptbestandteil ist die gelbe Kurkumawurzel, auch Gelbwurz genannt; deren typischen Geschmack findet man in jedem Currypulver wieder. Außerdem gehören zum Curry die Bockshornkleesaat, Kardamom und Koriander. Die Inder benutzen Curry seit über 3.000 Jahren. Die Gewürz-Mixturen werden in jeder Region, jedem Ort, ja jedem Haushalt anders zusammengestellt – von süß über pikant bis scharf. Das südindische Wort "kari" meint allerdings nicht nur die Gewürzmischung aus frischen Zutaten, sondern die ganze Speise. Curry – ein indisches Nationalgericht!
© Text: WDR
