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Dauer der 6. Sendung: 30 Minuten
11.30 – 16.00 Minute: Zionismus und Staatsvision: Die Affäre Dreyfus, Theodor Herzl und David Ben Gurion.
19.30 – 26.30 Minute: Vom Weltkriegshelden zum Untermenschen: Die Vernichtung der Juden durch die Nazis.
Als Begleitmaterialien stehen zur Verfügung:
Im 19. und 20. Jahrhundert überschlagen sich die Ereignisse. Es entstehen der Zionismus und die Vision zur Gründung eines Staates Israel. Mit dem Zionismus kommt zum ersten Mal ein politischer Aspekt in der Geschichte der Juden zum Tragen. Die Bedeutung der Dreyfus-Affäre ist dabei besonders zu beachten.
Der gewählte Ausschnitt eignet sich besonders gut, diese Konstante in der jüdischen Geschichte zu erkennen und danach zu fragen, ob ihr ein bestimmtes Muster zugrunde liegt. Dabei wird auch die Frage berührt, ob die jüdische Bevölkerung eine Mitschuld trägt an der sich wiederholenden Vertreibung und Verfolgung – ein Klischee, das auch heute noch als ernst gemeintes Argument herhalten muss (vgl. etwa die Affäre um den damaligen FDP-Politiker Jürgen Möllemann im Bundestagswahlkampf 2002, in dem er "den Juden" unterstellte, sie seien für die in Teilen der Bevölkerung vorhandene antisemitische Gesinnung selbst verantwortlich).
