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Dauer der 4. Sendung: 30 Minuten
00.50 - 06.40 Minute: Entstehung des ashkenasischen Judentums in den Schum-Städten Mainz, Worms und Speyer (ab 1072 nach Christus)
12.00 - 16.20 Minute: Judenpogrom in Mainz, Selbstmord des Kalonymos
Als Begleitmaterialien stehen zur Verfügung:
Zum Einstieg werden die beiden Fimausschnitte gezeigt. Anschließend eine Aufgabe, die das Gesehene noch einmal rekapitulieren soll und den Brückenschlag in die Gegenwart versucht. Unter dem Stichwort »Erinnerungskultur« werden die Schüler/innen aufgefordert, im Rahmen eines Brainstormings Ideen für konkrete Orte zu sammeln. Zum Abgleich dient eine Internet-Recherche. Die Schüler/innen sollen erarbeiten, wie sich die Städte Worms, Mainz und Speyer tatsächlich mit dem mittelalterlichen jüdischen Leben auseinander setzen. Die Schüler/Innen sollen diese Auseinandersetzung beschreiben und individuell bewerten.
Ein Ziel des Unterrichts könnte sein, diese deutsch-jüdische Epoche kennenzulernen und die Frage zu behandeln, wie sehr und in welcher Weise an dieses jüdische Leben an den historischen Orten Worms, Mainz und Speyer erinnert wird.
Der Selbstmord der Familie Kalonymos könnte ein weiteres Thema für den Unterricht sein. Das Nachdenken über verschiedene Selbstmordmotive und das Besondere dieses Selbstmords, das durch die Arbeitsblätter 1 (Selbstmordmotive) und 2 (Kiddusch ha-Schem "Zur Heiligung des göttlichen Namens") angeregt werden soll, hat zum Ziel, sich der verzweifelten Lage der Juden in dieser Zeit voll bewusst zu werden. Außerdem kann die Diskussion dazu führen, dass Schüler/innen den Suizid ethisch neu bewerten, denn ein Suizid aus Liebeskummer oder Geldsorgen verliert angesichts der Dramatik und Verzweiflung des Selbstmords der Kalonymos-Familie an Grundlage. Ziel muss es sein, Schüler/innen dazu zu bewegen, die eigene Latte für einen Suizid möglichst hoch zu legen und die Achtung vor dem Leben zu stärken.
