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Unterricht: Heimatsuche

Dauer der 5. Sendung: 30 Minuten

Empfohlene Ausschnitte

2.30 – 18.00 Minute: Kosakenaufstand in der Ukraine und die Massaker an den ukrainischen Juden 1648 (Chmielnicki-Massaker)

Unterrichtsmaterialien

Als Begleitmaterialien stehen zur Verfügung:

  • Timecodes
  • Ereignisse aus der jüdischen Geschichte
  • Vier Arbeitsaufträge zur Recherche: Kosaken, Lehnswesen, Nathan Hannover, Pogrom, die ausgewählte Schüler/innen oder die ganze Klasse vor dem Sehen des Films zuhause bearbeiten sollen – je ein DIN-A4-Blatt pro Schüler/in
  • Gruppenarbeit: Arbeitsblatt "Fragen zum Film" als Vorbereitung auf die Diskussion – je zwei DIN-A4-Blätter für Schüler/innen und Lehrende (für Lehrende mit didaktischen Tipps und Lösungshinweisen)
  • Infos und Hintergründe zur Begleitung der Diskussion (Material für Lehrende)

Hinweise für den Einsatz im Unterricht

Die Filmsequenz zum Kosakenaufstand in der Ukraine und die Massaker an den ukrainischen Juden verdeutlicht, welches Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Lauf der Jahrhunderte immer wieder widerfahren ist: Phasen der friedlichen, teils fruchtbaren Koexistenz mit anderen Bevölkerungsschichten lösten sich ab mit Hassausbrüchen gegen jüdische Mitbürger, Vertreibung und Flucht.

Struktur des Unterrichts

  • Vorbereitung auf das Sehen des Films: Recherche von Begriffen, die zum Verständnis wichtig sein könnten (Arbeitsblätter "Rechercheauftrag" zur Bearbeitung zuhause).
  • Ansehen des Filmausschnitts mit Klärung von Verständnisfragen (siehe Rechercheaufträge).
  • Die Schüler/innen, die Begriffe recherchiert haben, können – vor oder nach dem Film – der Klasse kurze Hintergrund-Infos zu diesen Begriffen liefern.
  • Nachbereitung des Films in Kleingruppen
  • Arbeitsblätter "Fragen zum Film", unter anderem mit der Fragestellung, ob die jüdische Bevölkerung in der Ukraine vielleicht selbst schuld sein könnte an ihrem Schicksal.
  • Gelenkte Diskussion zu dieser Fragestellung mit Inputs durch den Lehrer/die Lehrerin (siehe Material-Blatt "Infos zur Diskussion").

Empfohlene inhaltliche Schwerpunkte und Ziele

Sind die nicht auch selbst schuld?

Der gewählte Ausschnitt eignet sich besonders gut, diese Konstante in der jüdischen Geschichte zu erkennen und danach zu fragen, ob ihr ein bestimmtes Muster zugrunde liegt. Dabei wird auch die Frage berührt, ob die jüdische Bevölkerung eine Mitschuld trägt an der sich wiederholenden Vertreibung und Verfolgung – ein Klischee, das auch heute noch als ernst gemeintes Argument herhalten muss (vgl. etwa die Affäre um den damaligen FDP-Politiker Jürgen Möllemann im Bundestagswahlkampf 2002, in dem er "den Juden" unterstellte, sie seien für die in Teilen der Bevölkerung vorhandene antisemitische Gesinnung selbst verantwortlich).

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