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Dauer der 1. Sendung: 30 Minuten
03.00 - 14.00 Minute: Auszug aus Ägypten, Wüstenwanderung, Gottesbund am Berg Sinai, Einnahme Kanaans
14.00 - 23.00 Minute: Die Könige Saul, David und Salomo; Zerfall in zwei Reiche; der Prophet Jeremia; Babylonische Gefangenschaft
Als Begleitmaterialien stehen zur Verfügung:
Der Film und die Unterrichtsmaterialien sollen die biblische Erzählung vom Anfang des jüdischen Volkes nahe bringen und zur selbstständigen und kritischen Auseinandersetzung mit den biblischen Texten anregen. Dabei ist es empfehlenswert, die Filmerzählung in die oben genannten zwei Blöcke von circa zehn Minuten aufzuteilen.
Einordnung in den Lehrplan: Für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II eignen sich die ausgewählten Filmblöcke als motivierender Einstieg in eine Lerneinheit, die auf das Einüben "bibelexegetischer Methoden" zielt - so, wie es im entsprechenden Lehrplan gefordert wird (Lehrplan NRW, z.B. S. 25).
Dabei lassen sich die folgenden - im Lehrplan (S. 24) gestellten - Fragen aufgreifen:
Je nach Zeitrahmen und Kompetenz der Klasse sind einzelne Schritte auszuwählen. Der ganze vorgeschlagene Verlauf wäre sicherlich ein Halbjahresthema, das zu dem aus dem Lehrplan zitierten Lernziel "Welt und Geschichtsverständnis aus christlicher Hoffnung" im Vergleich zum jüdischen Geschichtsverständnis führt. Ein einfaches Kennenlernen der biblischen Texte und eine kritische Auseinandersetzung mit ihnen ist aber auch schon durch die ersten Schritte möglich.
Als Einstieg empfehlen wir, nach Verteilung des Arbeitsblatts 1 den ersten Filmblock zu zeigen und danach im Unterrichtsgespräch die Beobachtungen zusammenzufassen und zu ergänzen. Ziel sollte sein, gemeinsam in aussagekräftigen Stichworten einen möglichst übersichtlichen Verlauf der biblischen Erzählung festzuhalten. Dasselbe kann mit Arbeitsblatt 2 und dem zweiten Filmblock wiederholt werden.
Zur Vertiefung des Gelernten empfiehlt sich, den festgehaltenen Ereignissen Bibelstellen zuzuordnen. Eine gute Gelegenheit, um Schüler/innen, wie im Lehrplan gefordert, im selbstständigen Umgang mit einer Bibel-Konkordanz zu schulen (Lehrplan NRW, S.18). Die Schlagwörter, nach denen sie in der Konkordanz suchen sollen, können die Schüler/innen den Stichworten der gemeinsam erarbeiteten Arbeitsblätter 1 oder 2 entnehmen. Die Ergebnisse werden im Unterrichtsgespräch diskutiert und die dann ausgewählten Bibelstellen auf den Arbeitsblättern festgehalten.
Direkte Auseinandersetzung mit den Bibel-Texten. Es empfiehlt sich als klassischer Übungstext für text- und redaktionsgeschichtliche Exegese der "Auszug aus Ägypten" (Infoblatt 3 und Arbeitsblatt 4 und 5)
Eine spannende und kritische Arbeit mit der biblischen Erzählung bietet die Auseinandersetzung mit der neueren archäologischen Forschung in Palästina. Die Ergebnisse dieser Forschung werden lebendig, anschaulich und zu radikalen Thesen zugespitzt geschildert von Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in ihrem Buch "Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel" (München 2002, Verlag: C.H. Beck). Die Lektüre einzelner Kapitel eignet sich als Grundlage für ein Unterrichtsgespräch darüber, wie viel historische Wahrheit in den biblischen Texten enthalten sein könnte. Wenn für die Lektüre des Buchs keine Zeit vorgesehen ist, eignen sich die im Info-Blatt 6 zusammengefassten archäologischen Befunde für eine erste kritische Auseinandersetzung und eine eigene Spekulation der Schüler/innen, wie sich die Entstehung des Volkes Israel historisch abgespielt haben könnte.
Wir schlagen eine inhaltliche Auseinandersetzung vor. Es geht jetzt nicht mehr um die Frage, wie historisch die biblische Erzählung wirklich ist, sondern wie sie auf die tatsächliche Historie gewirkt hat:
Indem der Film fast ausschließlich die biblische Erzählung einfach nacherzählt, ohne dabei die Historizität in Frage zu stellen, ermöglicht er ein schnelles und anschauliches Kennenlernen der biblischen Tradition. Es werden vier verschiedene exegetische Ansätze vorgestellt, die die Schüler/innen von der reinen Information zur selbstständigen und kritischen Einordnung des Gelernten führen sollen.
