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Sendungsinhalt: Tod oder Taufe

  • Eine jüdisches Paar, mittelalterlich gekleidet, schaut ängstlich aus dem Fenster. Ein Leben in Angst: Vorurteile und Misstrauen herrschen; Rechte: WDR

Die Geschichte der Juden in Europa steht vor allem im Mittelalter in enger Verbindung zum Christentum. In vielen Ländern leben Juden zunächst in friedlicher Koexistenz mit ihrer christlichen Umgebung.

Aufgrund ihrer Kenntnisse mehrerer Sprachen und Kulturen sind sie auch in ihrer christlichen Umgebung gefragt. Wegen ihrer überregionalen Kontakte spielen sie eine bedeutende Rolle für den Aufbau von Handelsbeziehungen und den Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa. Doch Vorurteile und Misstrauen gewinnen die Oberhand.

Während der Kreuzzüge richtet sich der Hass vieler Christen gegen die Andersgläubigen. In den nächsten Jahrhunderten werden Zehntausende Juden vertrieben oder ermordet. 400 jüdische Gemeinden werden durch die Verfolgungen zerstört. Ein Konstanzer Domherr jener Zeit schreibt: "Ich vermute, dass Volk und Samen Abrahams eher jenseits des Meeres als hierzulande weiterleben. Und deshalb schließe ich das Kapitel über die Juden." Die deutschen Juden, die Aschkenasim, müssen sich wieder eine neue Heimat suchen.

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