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Sendungsinhalt: Heimatsuche

  • Das Foto zeigt einen Film-Darsteller von Moses Mendelssohn, der in einem Buch liest. Moses Mendelssohn war Vordenker der jüdischen Aufklärung; Rechte: WDR

Als Verfolgungen und Pogrome den deutschen Juden, den Aschkenasim, das Leben schwer machen, wandern viele nach Tschechien und Polen aus.

Zunächst sind sie dort willkommen, leben lange Zeit in Frieden und entwickeln ihre eigene, einzigartige Kultur. Doch auch hier werden sie wieder Opfer von Verfolgungen und müssen fliehen. Amsterdam wird zum neuen jüdischen Zentrum in Westeuropa - bis in die Neuzeit.

In Berlin beginnt, was für Juden in aller Welt bis heute Bedeutung hat: die jüdische Aufklärung und mit ihr die Emanzipation der Juden. Viele hoffen nun endlich auf Integration in die bürgerliche Gesellschaft. Vater dieser Hoffnung ist der Philosoph Moses Mendelssohn. Er hat große Pläne: Als Anhänger der philosophischen Aufklärung kämpft er für die Gleichberechtigung seiner Glaubensgenossen. Das kann gelingen, wenn die Juden sich der Gesellschaft des Landes öffnen und anpassen, meint er.

Tagsüber verdient der Philosoph als Buchhalter sein Geld. Nachts bringt er seine Gedanken zu Religion und Philosophie zu Papier. "Religiöse Toleranz muss für alle gleichermaßen gelten, auch für Juden und Moslems. Lasst uns Menschen unter Menschen sein. Uns stehen gleiche Rechte und gleiche Pflichten zu wie allen Bürgern." Die Realität jedoch sieht anders aus.

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