zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Einsatz im Unterricht

  • Metallene Gesichtsmaske mit zwei Augenschlitzen, eingeritzten Augenbrauen, großer Nase und ernstem Mund. Gesichtsmaske eines römischen Legionärs; Rechte: AKG

Die Filme der Sendereihe "Die Germanen" bieten einen umfassenden Einblick in die wechselvolle Geschichte von der Zeit des ersten Kontaktes der Germanen mit den Römern unter Cäsar über die Varusschlacht und die Errichtung des Limes bis zu den Alemannen und dem Frankenreich der Spätantike. Die Filme können zu einer Auseinandersetzung mit geschichtlichen Themen auf mehreren Ebenen führen.

Einerseits wird deutlich, dass einzelne Ereignisse, die in diesem Fall 1500 bis 2100 Jahre zurückliegen, historische Prozesse – hier insbesondere die Entstehung des mittelalterlichen Europas – nachhaltig beeinflusst haben und auf diese Weise bis heute nachwirken.

Andererseits werden durch die Filme unterschiedliche kulturelle Sichtweisen veranschaulicht. Sowohl der abschätzige Blick der Römer auf die Germanen ("Barbaren") als auch die Sichtweise der Germanen, die die Römer als Eroberer wie auch als Handelspartner kennen lernten. Insbesondere hinsichtlich des landläufigen Germanen-Bildes haben sich mit der Zeit bestimmte Stereotype herausgebildet, die im Unterricht hinterfragt werden sollten. In diesem Zusammenhang könnte auch auf das im Nationalsozialismus geprägte Bild von den Germanen eingegangen werden, an dem man aufzeigen kann, wie (Vor-) Urteile über bestimmte Völker oder Volksgruppen immer schon politisch instrumentalisiert wurden.

Die Auseinandersetzung mit den Forschungsmethoden von Historikern und Archäologen bietet wiederum einen Anlass, sich medienkritisch mit der Aufbereitung historischer Themen in sogenannten Geschichts-Dokumentationen auseinanderzusetzen, die im Fernsehen zunehmend Verbreitung finden. Hier wäre zu thematisieren, dass das Gezeigte immer nur eine Annäherung an das tatsächlich Geschehene sein kann beziehungsweise dass eine bestimmte Darstellungsform immer auch eine Interpretation historischer Fakten ist.

Lehrplanbezug

Die Filmreihe kann in das Zeitfeld 4 (Alte Geschichte) und in die Handlungs- und Kulturräume 2 (Deutsche Geschichte) und 3 (Europäische Geschichte) des Lehrplans Geschichte eingeordnet werden. (Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II an Gymnasien und Gesamtschulen.) Das Themenfeld "Römer und Germanen" beziehungsweise der Epochenwechsel von der Antike zum Mittelalter ist daneben ein gängiges Längsschnittthema in der Sekundarstufe I (Klassenstufe 7 an Real- und Gesamtschulen). Auch ein Projekt – etwa im Fach Geschichte oder Politik – zur Entstehung Europas könnte mit den Filmen zu den Germanen verknüpft werden.

Die folgenden Arbeitsblätter geben unter anderem die Möglichkeit

  • geschichtliches Grundlagenwissen zu reflektieren,
  • selbstständiges Lernen und Arbeiten einzuüben,
  • Teamfähigkeit herauszubilden,
  • die Verbindung gesellschaftlich relevanter Fragen zu erkennen,
  • wissenschaftliche Methoden der historischen Untersuchung kennen zu lernen,
  • anhand geschichtlicher Beispiele die Formen interkulturellen Dialogs zu hinterfragen.