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Sendungsinhalt: Im Zeichen des Kreuzes

Szenenüberblick

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0:00 – 02:07

Der Reiterstein von Hornhausen

Ein Archäologe untersucht 1912 einen alten Stein, den ein Bauer in der Nähe Magdeburgs gefunden hatte. Der "Reiterstein von Hornhausen" stammt aus den Zeiten der Völkerwanderung. Damals siedeln verschiedene germanische Stämme auf dem ehemaligen römischen Reichsgebiet und kämpfen um die territoriale Vorherrschaft. Heute lässt sich mit Hilfe moderner Untersuchungen und antiker Quellen das Leben eines germanischen Kriegers nachvollziehen.

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02:08 – 05:08

Chlodwig, König der Franken

Vermutlich im Jahr 496 kämpfen bei Zülpich die Alemannen und die Franken um die Vorherrschaft am Rhein. Zunächst scheinen die Franken zu unterliegen. Doch dann gehen sie unter König Chlodwig als Sieger aus dem Kampf hervor. Eine bekannte Waffe der Franken war die Wurfaxt. Diese fehlte als Beigabe in keinem germanischen Kriegergrab.

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05:09 – 08:30

Die Lex Salica

Chlodwig erweitert das fränkische Reich im "Zeichen des Kreuzes" zu einer europäischen Großmacht. Er verschafft dem Reich eine einheitliche Gesetzesgrundlage: die "Lex Salica". Römische Schreiber halten sie fest, denn die Franken waren Analphabeten. Erstmalig ist ein Gesetzesbuch nicht an einer römischen Vorlage angelehnt. Es dokumentiert die Emanzipation des fränkischen Volkes. Chlodwig sieht sich als Nachfolger des römischen Reiches.

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08:34 – 11:31

Der brutale Herrscher

Chlodwig ist zwar ein christlicher, aber auch ein brutaler Herrscher, der Soldaten wegen Lapalien hinrichtet. Das macht er meist selbst. Auch vor der Ermordung von Verwandten schreckt er nicht zurück. Unser fiktiver Krieger Radulf verlässt Chlodwigs Gefolge und gerät in alemannische Gefangenschaft als Sklave. Im 5. Jahrundert sind viele Germanen Berufskrieger. Sklaven müssen auf den Landgütern arbeiten.

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11:29 – 14:05

Die Alemannen

Die Alemannen sind, anders als die Germanen, kein Großreich und leben zur besseren Verteidigung auf Bergen und Höhen. Während die Herren ihre Höfe auf den Gipfeln haben, wohnen die einfachen Arbeiter und Handwerker am Hang. Sie fertigen Kriegswaffen und Schmuck an. Laut Überlieferungen sollen römische Gefangene den christlichen Glauben in die alemanischen Gebiete gebracht haben.

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13:06 – 18:18

Zeit des Umbruchs

Die Leier ist ein beliebtes germanisches Musikinstrument. Archäologen finden 2001 eine gut erhaltene Leier aus dem 6. Jahrhundert. Das 5. und 6. Jahrhundert ist eine Zeit des Umbruchs, in der immer mehr Germanen zum chrstlichen Glauben finden. Auch Radulf lässt sich von seinen römischen Mitgefangenen vom Prinzip der Nächstenliebe und der Erlösung überzeugen.

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18:19 – 21:33

Annäherung der Kulturen

Viele Funde zeigen die Annäherung der unterschiedlichen Kulturen. Die Germanen verzieren zum Beispiel das christliche Kreuz mit heidnischen Zeichen. Der Krieger Radulf beschließt, wie viele andere Franken, den heidnischen Göttern abzuschwören und kehrt als Christ in seine Heimat zurück. In der Stadt Civitas Remorum, dem heutigen französischen Reims, lässt sich König Chlodwig mit um 496 vom Bischof Remigius taufen.

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21:34 – 25:20

Geburtsstätte des christlichen Europas

Im Untergrund der Kathedrale von Reims finden die Archäologen die Ruinen einer alten fränkischen Kirche und ein Taufbecken. Hier soll Chlodwig getauft worden sein. Reliefs an den Portalen und ein Schrein erinnern noch heute daran. Die Kathedrale von Reims gilt als Geburtsstätte des christlichen Europas. Im Land der Germanen war der Übergang zum Christentum nicht immer freiwillig und friedlich.

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25:21 – 29:12

Augustus, der Erhabene

Chlodwig wird 508 von einer Gesandschaft des oströmischen Kaisers der Titel des Konsul verliehen. Von nun an ist er "Augustus, der Erhabene". Die Ernennung bedeutet für ihn die Legitimierung als Herrscher eines Weltreiches. Er ist der erste König der Franken, der sich in einer Kirche bestatten lässt. Sein Sarkophag ruht neben 150 französischen Königen und Königinnen in der Kathedrale Sainte-Geneviève in Paris.

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