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Bei den Ablagerungen ist zwischen Gletschersedimenten, den Moränen, und glazifluvialen Schmelzwasserablagerungen zu unterscheiden. Letztere entstammen dem vom Gletscher mitgebrachten Schutt, wurden aber durch die Schmelzwässer weiter verlagert und dabei gerundet. Diese Sedimente wurden im gesamten Alpenvorland abgelagert und bilden dort mächtige Schotterkörper.
Die Ausdehung der risseiszeitlichen Moränensedimente zeigt, dass in dieser vorletzten Eiszeit die größte Gletscherausdehnung herrschte. Der risseiszeitliche Eisrand wird weitgehend durch einen Endmoränendoppelwall markiert. Er verlief in Baden-Württemberg in gebuchtetem Bogen vom bayrischen Alpenvorland über den Südrand der Schwäbischen Alb zum Südfuß des Schwarzwaldes und von dort in den Faltenjura. Dieser Verlauf zeigt die Geschlossenheit der ehemaligen voralpinen Eisdecke an. Mehrere alpine Eisströme hatten sich zu einem großen Vorlandgletscher vereinigt.
Die letzte Vergletscherung hatte eine geringere Ausdehnung und keinen geschlossenen Vorlandgletscher. In dem von ihr geformten Gebiet, dem Jungmoränenland, sind die glazialen Formen sehr gut erhalten. Daher ist dieser Bereich sehr hügelig.
Gebiete, die in früheren Eiszeiten geformt wurden bezeichnet man als Altmoränenland. Die Altmoränen wurden in nachfolgenden Eiszeiten durch periglazialen Bodenfluss abgeflacht. Daher ist die Oberfläche dieses Bereichs weniger strukturiert.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
